Bundesweite Krisenmanagementübung LÜKEX 26

Extreme Hitze und Dürre: Fast 180 Organisationen proben den Krisenfall

Bonn (NW) – Eine mehrjährige Dürre, gefolgt von einer wochenlangen extremen Hitzewelle: Mit diesem Szenario beginnt am Mittwoch (4. November 2026) die bundesweite Krisenmanagementübung LÜKEX 26. Bis zum 6. November trainieren fast 180 Organisationen die Bewältigung einer solchen Notlage. Im Mittelpunkt stehen die Zusammenarbeit über Zuständigkeitsgrenzen hinweg und die Auswirkungen auf zentrale Lebensbereiche der Bevölkerung.

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Symbolbild: Raaf

Die Übung wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) koordiniert. Sie soll die Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Hilfsorganisationen und Betreibern Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) stärken. Dabei geht es insbesondere um den Informationsaustausch, die gemeinsame Bewertung von Krisenlagen und die Abstimmung von Entscheidungen.

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Mehrjährige Trockenheit als Ausgangslage

Das Szenario der LÜKEX 26 trägt den Titel „Dürre und Hitzewelle – Notlage durch extreme Hitzewelle nach langjähriger Trockenperiode in Deutschland“.

Ausgangspunkt sind mehrere Jahre mit historisch niedrigen Niederschlagsmengen. Auf die langanhaltende Trockenheit folgt eine mehrwöchige Phase mit extrem hohen Temperaturen und weiterhin ausbleibendem Regen.

Die teilnehmenden Organisationen beschäftigen sich insbesondere mit den Auswirkungen auf die Bereiche Inneres, Gesundheit, Umwelt, Landwirtschaft und Verkehr. Innerhalb dieses gemeinsamen Szenarios haben sie eigene Übungsschwerpunkte festgelegt.

Grundlage für die Entwicklung war unter anderem die Risikoanalyse Dürre des BBK. An der weiteren Ausarbeitung beteiligten sich mehrere Bundesministerien, der Deutsche Wetterdienst (DWD) und die Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG).

Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern im Fokus

Die Länder- und Ressortübergreifende Krisenmanagementübung, kurz LÜKEX, wird seit mehr als 20 Jahren vom BBK koordiniert. Im Gegensatz zu Übungen, bei denen einzelne praktische Einsatzmaßnahmen im Vordergrund stehen, konzentriert sie sich auf das strategische Krisenmanagement.

Die beteiligten Organisationen erproben ihre Abläufe und die Zusammenarbeit über unterschiedliche Zuständigkeitsbereiche hinweg. Dazu gehört, Informationen auszutauschen, die Lage gemeinsam einzuschätzen und Entscheidungen aufeinander abzustimmen.

BBK-Präsidentin Grit Tüngler betont die Bedeutung dieser Zusammenarbeit für die Krisenvorsorge. Angesichts zunehmender Extremwetterereignisse wie Hitze und Dürre sei es entscheidend, gemeinsam Lösungen zu entwickeln und bestehende Strukturen zu stärken.

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Erste Ergebnisse für Anfang 2027 angekündigt

Nach Abschluss der dreitägigen Übung sollen die Erkenntnisse ausgewertet werden. Einen ersten Bericht mit zentralen Ergebnissen und daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen plant das BBK für das erste Quartal 2027.

Der ausführliche Auswertungsbericht soll im dritten Quartal 2027 erscheinen.

Auch die nächste LÜKEX ist bereits in Vorbereitung. Für das Jahr 2028 ist voraussichtlich eine Übung zum Thema Zivile Verteidigung vorgesehen. Die konkreten Schwerpunkte werden in den weiteren Planungen festgelegt.

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