Deutschland – Ein Ausfall der Kommunikationsnetze könnte Deutschland erheblich beeinträchtigen. Dieser Aussage stimmen 76 Prozent der Befragten zu. Gleichzeitig zählen nur 30 Prozent Mobilfunk- und Kommunikationsnetze zu den besonders schützenswerten Infrastrukturen. Das zeigt eine Befragung von Telefónica Deutschland.
Symbolbild: Raaf
Besonders hohen Schutzbedarf sehen die Befragten bei der Energieversorgung (70 Prozent), der Wasserversorgung und dem Gesundheitswesen (jeweils 60 Prozent). Kommunikationsnetze liegen mit 30 Prozent deutlich dahinter. Dabei sind viele Abläufe in diesen Bereichen auf funktionierende Datenverbindungen angewiesen.
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Telefónica verweist beispielsweise auf die digitale Steuerung von Stromnetzen, die Überwachung von Wasserwerken über Mobilfunkverbindungen und den Einsatz von Telenotärzten per Video im Rettungsdienst.
„Wer diese Grundversorgungen sichern will, muss beim Kommunikationsnetz anfangen“, sagt Andreas Schönfeld, Director Enterprises und Mitglied des Executive Committees bei Telefónica Deutschland.
Mehrheit fordert höhere Investitionen
Auch beim allgemeinen Schutz kritischer Infrastruktur sehen die Befragten Nachholbedarf. Nur 20 Prozent halten die entsprechenden Einrichtungen und Versorgungssysteme in Deutschland für ausreichend geschützt. 67 Prozent sprechen sich dafür aus, dass Bund, Länder und Kommunen mehr Geld in deren Sicherheit investieren.
Die Ergebnisse stammen aus einer Onlinebefragung von Telefónica Market Intelligence & Research, die vom 14. bis 17. September 2026 durchgeführt wurde. Daran nahmen 1.000 Menschen zwischen 18 und 75 Jahren teil. Die Stichprobe wurde nach relevanten Bevölkerungsmerkmalen gewichtet. Telefónica veröffentlichte die Ergebnisse am 13. Oktober 2026.
Die Untersuchung erfasst Einschätzungen der Bevölkerung, nicht den tatsächlichen Zustand kritischer Infrastruktur. Zudem beruhen die Angaben zu den Folgen eines Netzausfalls und zur Schutzbedürftigkeit von Kommunikationsnetzen auf unterschiedlichen Fragen.
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