Großbrand am Lost Place

FEU4 in Hamburg: Löschwasser auf 74 Meter hohen Wulmsberg gepumpt

Hamburg – Zu einem Großbrand mit einigen Herausforderungen sind Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, der Polizei und des Technischen Hilfswerks (THW) in der Nacht zum Sonntag Hamburg alarmiert worden: Auf dem 74 Meter hohen Wulmsberg im Stadtteil Hausbruch – für norddeutsche Verhältnisse eine besondere Erhebung – stand ein seit Jahren leerstehender Gebäudekomplex teilweise in Flammen. Das Objekt hatte bereits im März und im Jahr 2023 gebrannt.

Eine der Drehleitern der Feuerwehr Hamburg ist beim Großbrand am ehemaligen Berghotel auf dem Wulmsberg im Einsatz. Der Brand erfasste einen rund 20 mal 40 Meter großen Gebäudeteil. (Bild: Jann)

„Das größte Problem war erneut, hier ausreichend Löschwasser auf den Berg zu bekommen“, sagte Feuerwehrsprecher Steffen Malz gegenüber dem Feuerwehr-Magazin am Einsatzort. Vom Ehestorfer Heuweg aus, der unterhalb des Berges verlaufenden Hauptstraße, musste Wasser aus Hydranten auf den Wulmsberg gepumpt werden. Dafür wurden unterwegs Tragkraftspritzen als Verstärkerpumpen integriert. Über die Wenderohre von zwei Drehleitern und mehrere Strahlrohre wurde der Brand stundenlang bekämpft. Der Aufstellort für die Einsatzfahrzeuge am bereits stark eingewachsenen Objekt war knapp bemessen. Die Feuerwehr löste das Stichwort „Feuer 4“ für vier Löschzüge der Berufsfeuerwehr, mehrere Freiwillige Feuerwehren und Spezialeinheiten aus.

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„Wegen starken Funkenflugs mussten wir auch immer die umgebende Vegetation im Augen behalten und dort kleinere Feuer löschen“, sagte Malz. Anhaltende Trockenheit hatte hier für extrem hohe Brandgefahr gesorgt. Bei der Beobachtung des Umfelds kamen auch Drohnen von Feuerwehr, Polizei und THW zum Einsatz.

Der Gebäudeteil, der diesmal auf drei Ebenen brannte, war teilweise schon im März betroffen. 2023 war der andere Flügel des weitläufigen Gebäudes mit Schwimmbad, Seminarräumen und Kegelbahn betroffen gewesen. Früher galt das „Berghotel Sennhütte“, das rustikal und mit viel Holz eingerichtet war, als beliebter Ausflugsort. Der versprochene „Hamburg-Blick“ lockte viele Gäste an. Doch seit Jahren steht die exklusive Immobilie auf dem Wulmsberg direkt an der Landesgrenze zu Niedersachsen leer und verkam zu einem Lost Place. Ein Bauzaun und vernagelte Fenster sollen eigentlich Unbefugte fernhalten.

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Ein rund 20 mal 40 Meter großer Gebäudeabschnitt stand diesmal komplett in Flammen. Viel Brandlast dürfte nach den Löscharbeiten jetzt nicht mehr übrig sein. Auf das Betreten des Gebäudes wurde wegen Gefahren für die Feuerwehrleute verzichtet. Kontaminierte Trupps konnten am Gerätewagen Hygiene ihre Schutzkleidung ablegen und sich neu einkleiden, um den Schmutz nicht zu verschleppen.

Die Polizei hat vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Brandstiftung gilt als wahrscheinlich. Die Schadenshöhe stand zunächst nicht fest. Pläne für einen Neubau auf dem Wulmsberg hatten sich immer wieder zerschlagen.

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