79 Kräfte im Gefahrguteinsatz

Brennender Gefahrgut-Lkw: Feuerwehr erreicht Ladung nur von oben

Elsdorf/Bockel (NI) – Auf der A1 ist am Mittwoch zwischen Elsdorf und Bockel, Kreis Rotenburg (Wümme), die Ladung eines Gefahrgut-Lkw in Brand geraten. Die Feuerwehr bekämpfte das Feuer zunächst mit Wasser und füllte die auf einem Anhänger transportierte Stahlmulde anschließend mit Schaum. Der Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt und kam nach der Erstversorgung in ein Krankenhaus.

Die Brandbekämpfung ist nur über die Oberseite der Stahlmulde möglich. Einsatzkräfte der Feuerwehr geben Wasser von oben auf das Brandgut. (Bild: Feuerwehr)

Um 13:24 Uhr wurden zunächst die Feuerwehren aus Gyhum, Elsdorf und Zeven auf die A1 zwischen den Anschlussstellen Elsdorf und Bockel alarmiert. Das Fahrzeug befand sich in Fahrtrichtung Bremen. Als bekannt wurde, dass der Lkw Gefahrgut geladen hatte, wurde zusätzlich der Führungsdienst des Gefahrgutzuges der Kreisfeuerwehr alarmiert. Im weiteren Verlauf folgte Vollalarm für den gesamten Gefahrgutzug.

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Beim Eintreffen der ersten Kräfte brannte der Inhalt einer auf einem Anhänger transportierten Stahlmulde bereits vollständig. Rauch und Flammen drangen aus dem Behälter. Der Fahrer hatte den Anhänger zu diesem Zeitpunkt bereits vom Zugfahrzeug getrennt.

Für die Brandbekämpfung konnten die Einsatzkräfte das Brandgut ausschließlich über die Oberseite der Mulde erreichen. Zunächst gingen sie mit Wasser gegen die Flammen vor. Anschließend füllte die Feuerwehr die Stahlmulde mit Schaum. Damit wurde das Brandgut vollständig abgedeckt und das Feuer erstickt. Mehrere nachalarmierte Tanklöschfahrzeuge stellten zusätzliches Löschwasser bereit.

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Anhand der Ladungspapiere und der am Fahrzeug angebrachten UN-Nummer stellten die Einsatzkräfte fest, welche Stoffe transportiert wurden. Vorsorglich wurde eine Bevölkerungswarnung ausgelöst. Betroffene Bürgerinnen und Bürger sollten Türen und Fenster geschlossen halten sowie Lüftungs- und Klimaanlagen ausschalten.

Nach den Löscharbeiten kam auch die Untere Wasserbehörde des Kreises Rotenburg (Wümme) hinzu. Mit ihr stimmte die Feuerwehr den weiteren Umgang mit dem Brandgut und den verwendeten Löschmitteln ab. Anschließend brachte man den Anhänger zum nahe gelegenen Autobahnparkplatz Glindbusch. Dort übergab die Feuerwehr die Einsatzstelle an die Polizei. Gemeinsam mit der Unteren Wasserbehörde, dem Fahrzeugeigentümer und Fachbetrieben kümmerte sie sich um die weitere Sicherung und Entsorgung.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte steht der Inhalt der auf dem Anhänger transportierten Stahlmulde in Vollbrand. Dichter Rauch zieht über die A1. (Bild: Feuerwehr)

Gegen 17 Uhr musste die Feuerwehr erneut zu dem Anhänger auf dem Parkplatz Glindbusch ausrücken. Die Einsatzkräfte kontrollierten die Stahlmulde mit einer Wärmebildkamera und suchten nach verbliebenen Glutnestern.

Während des ersten Einsatzes war die A1 in Fahrtrichtung Bremen vollständig gesperrt. Insgesamt waren 79 Einsatzkräfte mit 22 Feuerwehrfahrzeugen vor Ort. Beteiligt waren die Feuerwehren aus Gyhum, Elsdorf, Zeven und Hetzwege sowie der Gefahrgutzug der Kreisfeuerwehr. Außerdem waren Rettungsdienst, Polizei und Untere Wasserbehörde eingesetzt.

Die Feuerwehr setzt bei dem Brand auf der A1 Wasser und Schaum ein. Der betroffene Anhänger war zuvor vom Zugfahrzeug getrennt worden. (Bild: Feuerwehr)

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