Wildeshausen (NI) – Die Feuerwehren Wildeshausen und Harpstedt haben am Mittwochabend das Vorgehen bei einem angenommenen Brand in der Alexanderkirche, Kreis Oldenburg, geübt. Zwei Personen galten als vermisst. Enge Zugänge zum verrauchten Dachstuhl, die dort verbaute Holzkonstruktion und läutende Kirchenglocken stellten die Einsatzkräfte vor besondere Aufgaben.
Großübung der Feuerwehren Wildeshausen und Harpstedt an der Alexanderkirche in Wildeshausen. (Bild: Pressestelle Kreisfeuerwehr Oldenburg)
Mehrere Nebelmaschinen sorgten dafür, dass die Aufgänge und der gesamte Dachstuhl der Kirche verraucht waren. Das von Lars Menke und Jannik Stiller über mehrere Monate vorbereitete Szenario ging von einem Schwelbrand nach Dachdeckerarbeiten aus. Während eines Gospelkonzerts sollte sich das Feuer im Dachstuhl ausgebreitet haben.
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Nach der angenommenen Alarmierung erkundete der Einsatzleiter zunächst mögliche Gefahren und klärte, ob sich noch Personen im Gebäude befanden. Anschließend leitete er die Menschenrettung ein. Eine besondere Herausforderung bildeten die schmalen Aufgänge zum Dachstuhl. Atemschutztrupps mussten die Zugänge im dunklen und verrauchten Bereich finden und dabei Schlauchmaterial sowie ihre Ausrüstung mit Atemschutzgerät und Maske nach oben transportieren.
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Für das Zusammenspiel der beiden Feuerwehren hatten die Organisatoren einen weiteren Übungsbaustein vorbereitet. Die Feuerwehr Harpstedt sollte zuvor einen Pkw-Brand auf der Autobahn gelöscht haben und sich bereits auf dem Rückweg befinden. Mit der Alarmierung der Feuerwehr Wildeshausen drehten die Kräfte an der Anschlussstelle Wildeshausen um und wurden durch die Leitstelle Oldenburg in das Übungsgeschehen eingebunden. Damit sollte die Zusammenarbeit zwischen Wildeshausen und Harpstedt trainiert werden.
Unterstützung kam außerdem vom Informations- und Kommunikationszug (IuK) der Kreisfeuerwehr Oldenburg. Dieser rückte mit Einsatzleitwagen und Drohne an. Seine Kräfte übernahmen die Koordination der Funkabwicklung und unterstützten die Erkundung aus der Luft mit Drohne und Wärmebildkamera.
Mehrere Nebelmaschinen verrauchten für die Übung die Aufgänge und den gesamten Dachstuhl der Alexanderkirche. Die schmalen Zugänge und die Holzkonstruktion stellten die Atemschutztrupps vor besondere Herausforderungen. (Bild: Pressestelle Kreisfeuerwehr Oldenburg)
Kirchenglocken läuten während der Brandbekämpfung
Ein weiterer Teil des Szenarios war ein brandbedingter Kurzschluss, durch den die Glockensteuerung aktiviert wurde. Während Einsatzkräfte in unmittelbarer Nähe arbeiteten, läuteten deshalb die Kirchenglocken.
Im Verlauf der Übung konnten beide vermissten Personen gerettet werden. Anschließend werteten die Beteiligten den Ablauf in einer Manöverkritik aus und sprachen dabei auch erkannte Fehlerquellen an.
Zum Abschluss versorgte das DRK die Beteiligten im Feuerwehrhaus Wildeshausen mit Essen und Getränken.
Die Drehleiter der Feuerwehr Wildeshausen an der Alexanderkirche. Auch der Dachstuhl und die Zugänge dorthin waren Teil des vorbereiteten Übungsszenarios. (Bild: Pressestelle Kreisfeuerwehr Oldenburg)