Böschung hinabgerutscht

Neue Drehleiter verunglückt auf Einsatzfahrt

Bergisch Gladbach (NW) – Im Rheinisch-Bergischen Kreis ist am Donnerstag eine Drehleiter der Feuerwehr Bergisch Gladbach auf einer Einsatzfahrt verunglückt. Das 16 Tonnen schwere Fahrzeug rutschte im Stadtteil Herkenrath eine Böschung hinunter. Die beiden Feuerwehrleute blieben unverletzt. Am späten Abend gelang es einem Bergungsunternehmen, die Drehleiter mit Seilwinde und Kran zurück auf die Straße zu bringen.

Die rund 16 Tonnen schwere Drehleiter der Feuerwehr Bergisch Gladbach rutschte bei einer Einsatzfahrt in Herkenrath eine Böschung hinunter. Für die Bergung wurde ein Spezialunternehmen aus Köln angefordert (Bild: Feuerwehr Bergisch Gladbach)

Die Drehleiter der Feuer- und Rettungswache 2 war am Donnerstag kurz nach 12 Uhr auf dem Weg zu einem Rettungsdiensteinsatz in der Gemeinde Kürten. Auf der Straße Braunsberg, kurz hinter dem Ortsausgang von Herkenrath, verlor der Maschinist nach eigenen Angaben aus noch ungeklärter Ursache die Kontrolle über das Fahrzeug. Die Drehleiter geriet ins Bankett und rutschte anschließend die angrenzende Böschung hinab. Dabei blieb sie aufrecht stehen und kippte nicht um.

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Sowohl der Maschinist als auch der Fahrzeugführer kamen ohne Verletzungen davon. An der Unfallstelle entstanden Flurschäden und Beschädigungen an der Einfriedung einer benachbarten Weide.

Bergung mit Seilwinde und Kran

Für die Bergung der rund 16 Tonnen schweren Drehleiter zog die Feuerwehr ein spezialisiertes Unternehmen aus Köln hinzu. Mithilfe einer Seilwinde und eines Krans gelang es den Bergungskräften, das Fahrzeug aus der Böschung zu ziehen und wieder auf die Fahrbahn zu bringen. Anschließend transportierten sie die nicht mehr fahrbereite Drehleiter mit einem Bergungsfahrzeug zu einem Fachbetrieb in Bergisch Gladbach.

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Das Einsatzfahrzeug war erst im Juni 2026 in Dienst gestellt worden und hatte einen Anschaffungswert von rund einer Million Euro. Bei dem Unfall wurde es erheblich beschädigt. Ein Sachverständiger soll nun den genauen Umfang der Schäden feststellen. Zur Höhe des Schadens liegen noch keine verlässlichen Angaben vor.

Auch die Unfallursache ist weiterhin ungeklärt. Die Daten aus dem Unfalldatenspeicher der Drehleiter wurden gesichert und sollen bei den Untersuchungen berücksichtigt werden.

Feuerwehr organisiert Ersatz

Trotz des Unfalls konnte die Feuerwehr den ursprünglich vorgesehenen Rettungsdiensteinsatz in Kürten weiterhin unterstützen. Dafür übernahm die Drehleiter der Feuer- und Rettungswache 1 den Auftrag. Dabei entstand kein kritischer Zeitverzug, wie die Feuerwehr mitteilt.

Während der Löschzug der Feuer- und Rettungswache 2 die Bergungsarbeiten unterstützte, übernahm der ehrenamtliche Löschzug 9 bereits in den Mittagsstunden die Besetzung der Wache. Zudem stellte die Feuerwehr Bergisch Gladbach ihre Reservedrehleiter in Dienst, um den Ausfall des beschädigten Fahrzeugs auszugleichen. Damit blieb die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr auch während der Bergungsarbeiten sichergestellt.

Nach dem Unfall blieb das erst im Juni 2026 in Dienst gestellte Fahrzeug aufrecht stehen, war jedoch nicht mehr fahrbereit. Die beiden Feuerwehrleute blieben unverletzt. (Bild: Feuerwehr Bergisch Gladbach)

Straße wieder freigegeben

Die Bergungsarbeiten führten über mehrere Stunden zu Verkehrsbehinderungen auf der Landesstraße 289 zwischen Herkenrath und Kürten-Spitze. Zunächst wurde der Verkehr aus Herkenrath in Richtung Kürten-Spitze über den Siefer Hof umgeleitet. In der Gegenrichtung blieb die Straße gesperrt. Die Polizei sicherte die Unfallstelle ab und regelte den Verkehr.

Nach Abschluss der Bergungsarbeiten und Freigabe durch die Polizei konnte die L289 am Donnerstag um 22:20 Uhr wieder vollständig geöffnet werden. Die Verkehrsmaßnahmen wurden aufgehoben.

Nach der Bergung mit Seilwinde und Kran steht die beschädigte Drehleiter der Feuerwehr Bergisch Gladbach wieder auf der Straße. (Bild: Feuerwehr Bergisch Gladbach)

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