Geesthacht (SH) – Das dürfte wohl eine ordentliche Standpauke gegeben haben: Ein Junge hat am Dienstagabend in Geesthacht, Kreis Herzogtum Lauenburg, für einen mutwilligen Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei im Bereich der Hansaeck-Kreuzung gesorgt. Im Zuge der Suche nach dem konkreten Einsatzort stießen die Einsatzkräfte auf den Jungen. Dieser hatte eine E-Mail an die Feuerwache geschickt und darin einen Gasgeruch in einer nahen Kneipe gemeldet.
Eine per E-Mail eingegangene Meldung über Gasgeruch löste am Dienstagabend einen Einsatz mit insgesamt 30 Kräften aus. (Bild: Jann)
Gegen 17:50 Uhr hatte die Feuerwehr Geesthacht die Integrierte Regionalleitstelle Süd (IRLS-Süd) in Bad Oldesloe über den Eingang der E-Mail informiert. Zwar war die Meldung ungewöhnlich, allerdings wurde sie ernst genommen. Die IRLS-Süd löste daraufhin Alarm für Geesthachts Feuerwehr inklusive der Gefahrgutgruppe aus. Vom Rettungsdienst Herzogtum Lauenburg kam ein Rettungswagen dazu und das Polizeirevier entsandte eine Streife. Der Einsatzort sollte sich am Hansaeck befinden.
Anzeige
Die Feuerwehrleute rückten zu der Kneipe am Worther Weg aus und gingen auch am Dösselbuschberg in Position. Da an der Kneipe keine Feststellung getroffen werden konnte, wurde ermittelt. Dies führte die Einsatzkräfte zu der Adresse des Jungen. „Im Beisein seiner Mutter haben wir ihn darüber aufgeklärt, was er angerichtet hat“, hieß es vonseiten der Polizei. Auch ein Gruppenführer der Feuerwehr war als Einsatzleiter beteiligt. „So hatten wir auch noch keinen Alarm“, sagte dieser.
Nach dem Gespräch rückten alle 30 Einsatzkräfte, die mit sieben Einsatzfahrzeugen vor Ort waren, wieder ein. Der Junge ist nach Polizeiangaben nicht strafmündig. Ob seine Eltern für den mutwillig ausgelösten Einsatz aufkommen müssen, ist unklar. Grundsätzlich gibt es in Geesthacht eine Gebührenordnung, nach der Feuerwehr-Einsätze abgerechnet werden können.