Deutschland – Die Herbststürme „Luise” und „Manja” haben die Feuerwehren vom 23. bis 25. Oktober 2026 mit Hunderten Einsätzen beschäftigt. Allein in Dortmund registrierte die Feuerwehr 168 wetterbedingte Alarmierungen. Umgestürzte Bäume beschädigten Häuser und Fahrzeuge, an Bahnoberleitungen gerieten Bäume in Brand und eine gerissene Hochspannungsleitung verursachte ein Feuer. In Rheinland-Pfalz wurden zwei Menschen beim Einsturz einer Metalltraverse schwer beziehungsweise schwerst verletzt.
Lennestadt: Mehr als 160 Helfende sichern Bahnbaustelle
Besonders aufwendige Sicherungsarbeiten waren am Sonntag in Lennestadt-Altenhundem (Kreis Olpe) erforderlich. Dort entwickelte sich eine Alarmierung zu einer Baustelle an der Olper Straße zu einem Großeinsatz von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk (THW), DLRG und weiteren Organisationen.
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Strömungsretter der DLRG versuchten in Lennestadt-Altenhundem, zugesetzte Umleitungsrohre des Bachs Hundem von Treibgut freizulegen. An der Bahnbaustelle waren mehr als 160 Einsatzkräfte und Helfende beteiligt. (Bild: Feuerwehr/Hendrichs)
An der Baustelle zur Hangsicherung der Ruhr-Sieg-Strecke hatten sich Umleitungsrohre des Bachs Hundem zugesetzt. Nach Angaben der Feuerwehr waren vermutlich infolge des Sturms Bäume, Äste und Treibgut in die Rohre gelangt. Das Wasser konnte nicht mehr wie vorgesehen abfließen und strömte in den Baustellenbereich.
Unter der Leitung von Benjamin Heinert, Leiter der Feuerwehr Lennestadt, wurden zusätzliche Fachkräfte und Organisationen hinzugezogen. Das THW unterstützte mit seinen Technischen Zügen aus Olpe und Lennestadt sowie Fachberatern für Baufragen und Deichsicherung. Unter anderem galt es, die Standsicherheit einer Mauer und die Auswirkungen des Wasserdrucks zu beurteilen.
Strömungsretter der DLRG arbeiteten unmittelbar im Bereich der Hundem. Gemeinsam mit dem Bauunternehmen versuchten sie, die verstopften Rohre mithilfe eines Baggers und eines Teleskopstaplers freizulegen. Außerdem bargen sie Teile eines Baugerüsts, die von den Wassermassen fortgerissen worden waren. Weitere Gerüstteile wurden mit einer Drohne flussabwärts lokalisiert.
Einen wesentlichen Teil der Sicherungsmaßnahmen bildeten Sandsackarbeiten. Mehr als 1.000 Sandsäcke wurden verbaut, um die betroffene Mauer zu stabilisieren und dem Wasserdruck entgegenzuwirken. Parallel setzte die Feuerwehr mehrere Tauchpumpen ein.
Auch auf der gegenüberliegenden Seite der Bahngleise mussten die Kräfte tätig werden. Dort war Wasser unter den Gleisanlagen hindurch bis in die Poststraße gelangt. Mit Hochwasserbarrieren und Sandsäcken leiteten sie es in vorhandene Straßenabläufe. Dadurch konnte unter anderem verhindert werden, dass Wasser in eine angrenzende Tiefgarage eindrang.
Insgesamt beteiligten sich mehr als 160 Einsatzkräfte und Helfende verschiedener Organisationen. Wegen der langen Einsatzdauer wurden Feuerwehrkräfte schrittweise abgelöst. Für die Helfenden, die teilweise längere Zeit im kalten Wasser arbeiteten, standen beheizte Zelte zur Verfügung. Das DRK übernahm die Verpflegung.
Nach rund achteinhalb Stunden endete der Einsatz gegen 21:30 Uhr.
Dortmund: Feuerwehrkran hebt Birke von Wohnhaus
Auch in Dortmund beschäftigten die Sturmtiefs die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr nahezu ununterbrochen. Von Freitagmittag bis Sonntagnachmittag kamen 168 wetterbedingte Einsätze zusammen.
Mit einem Feuerwehrkran und zwei Mehrzweckzügen sicherten Einsatzkräfte in Dortmund-Körne eine rund zwölf Meter hohe Birke, die auf ein Mehrfamilienhaus gestürzt war. Anschließend hoben sie den Baum vom Gebäude. (Bild: Feuerwehr Dortmund)
Besonders anspruchsvoll war die Beseitigung einer rund zwölf Meter hohen Birke, die am Sonntagmorgen im Stadtteil Körne auf ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus gestürzt war. Der Baum lehnte an Dach und Fassade, sein Wurzelteller war teilweise aus dem Erdreich gehoben.
Die Feuerwehr entfernte zunächst überstehende Äste mit Motorkettensäge und Drehleiter. Anschließend sicherten die Einsatzkräfte den Stamm mithilfe des Feuerwehrkrans und zweier Mehrzweckzüge gegen ein unkontrolliertes Abrutschen.
Erst danach trennten sie den Wurzelballen vom Stamm. Der Baum hing nun frei in der Sicherung und konnte von Kräften der Feuerwache 3 und der Spezialeinheit Bergung der Feuerwache 1 mit dem Feuerwehrkran vom Gebäude gehoben werden.
Am Dach entstanden leichte Beschädigungen. Außerdem drang Regenwasser ein, das die Bewohner mit Auffanggefäßen aufnahmen. Gegen 7:30 Uhr war der Einsatz beendet. Nach Angaben der Feuerwehr wurde bei keinem der bis dahin gemeldeten Sturmeinsätze in Dortmund jemand verletzt.
Iserlohn: Feuerwehr bricht Sägearbeiten rechtzeitig ab
Wie gefährlich die Beseitigung umgestürzter Bäume für die Einsatzkräfte werden kann, zeigte ein Einsatz in Iserlohn. Dort verzeichnete die Feuerwehr über das Wochenende 42 sturmbedingte technische Hilfeleistungen.
Ein herabfallender Ast durchschlug in Iserlohn die Windschutzscheibe eines fahrenden Pkw und blieb im Armaturenbrett auf Höhe des Lenkrads stecken. Die 18-jährige Fahrerin blieb unverletzt. (Bild: Feuerwehr Iserlohn)
In der Nacht zu Sonntag sollte eine Löschgruppe gegen 2:50 Uhr zu einem Hindernis auf der Schälkstraße ausrücken. Allerdings war die Straße bereits durch mehrere umgestürzte Bäume blockiert. Während der Sägearbeiten erkannten die Feuerwehrleute eine erhebliche Gefahr durch weitere instabile Bäume. Sie brachen ihre Arbeiten ab und entschieden, die Straße zu sperren. Noch während der Absperrmaßnahmen stürzten zwei weitere Bäume in dem Bereich um, wo die Einsatzkräfte kurz zuvor gearbeitet hatten. Die Schälkstraße blieb daraufhin zwischen den Abzweigungen Bürenbrucher Weg und Im Kump zunächst gesperrt.
Bereits am Freitagabend hatte ein herabfallender Ast in Iserlohn einen fahrenden Pkw getroffen. Er durchschlug die Windschutzscheibe und blieb im Armaturenbrett auf Höhe des Lenkrads stecken. Die 18-jährige Fahrerin blieb unverletzt.
Bochum: Hochspannungsleitung reißt – Feuer auf 70 Metern Länge
Ein weiterer außergewöhnlicher Einsatz ereignete sich in Bochum im Bereich Zu den Kämpen. Dort war eine Hochspannungsleitung des Netzbetreibers gerissen. Infolge des Leitungsabrisses entstand entlang der Leitung ein Feuer auf einer Länge von rund 70 Metern.
Ein entwurzelter Baum hat in Bochum Gehwegplatten aufgeworfen. Die Feuerwehr verzeichnete während des Sturmwochenendes mehr als 100 wetterbedingte Einsätze. (Bild: Feuerwehr Bochum)
Die Feuerwehr sicherte die Gefahrenstelle gemeinsam mit Polizei und Energieversorger weiträumig ab. Wegen der erheblichen elektrischen Gefährdung musste die Autobahn 43 im Bereich des Autobahnkreuzes Bochum und der Anschlussstelle Bochum-Laer vollständig gesperrt werden. Die weiteren Sicherungs- und Instandsetzungsarbeiten übernahmen Techniker des Netzbetreibers.
Auch an der Elsa-Brandström-Straße waren umfangreichere Maßnahmen erforderlich. Dort war ein Baum auf ein bewohntes Haus gefallen. Die Feuerwehr räumte das Gebäude vorsorglich und sperrte den Bereich ab. Ein zur Beseitigung benötigter Kran konnte wegen der anhaltenden Wetterlage zunächst nicht eingesetzt werden.
Bis Sonntagmorgen registrierte die Feuerwehr Bochum insgesamt mehr als 100 wetterbedingte Einsätze. Zur Koordinierung hatte sie frühzeitig eine besondere Führungsorganisation eingerichtet.
Auch andernorts beschädigten Bäume elektrische Anlagen. In Bottrop geriet ein Baum in Brand, nachdem er an der Polderstraße gegen den Fahrdraht einer Bahnstrecke gefallen war. In Mönchengladbach fing ebenfalls ein Baum an einer Bahnoberleitung Feuer.
In Bad Ems (RP) entwurzelten starke Windböen einen Baum, der anschließend auf eine Stromfreileitung stürzte. Durch die entstandenen Zugkräfte wurden nach Polizeiangaben mehrere Häuser beschädigt, darunter das Dach eines Gebäudes im Sudetenweg. Mehrere angeschlossene Häuser waren ohne Strom. Die Feuerwehr Bad Ems und der Energieversorger Syna waren nach Polizeiangaben gemeinsam im Einsatz. Verletzte gab es nicht.
Fünf Lkw fahren auf der A57 gegen umgestürzten Baum
Auch auf Autobahnen verursachten die Stürme gefährliche Situationen. Auf der A57 zwischen der Landesgrenze und der Ausfahrt Kleve ragte am Freitagabend ein abgeknickter Baum in den rechten Fahrstreifen.
Nach Angaben der Feuerwehr Goch fuhren insgesamt fünf Lkw gegen das Hindernis, bevor die Feuerwehr zur Beseitigung alarmiert wurde. Dabei wurden Windschutzscheiben, Außenspiegel und Dachverkleidungen beschädigt. Eines der betroffenen Fahrzeuge war ein Gefahrguttransport. Menschen kamen nicht zu Schaden.
In Remscheid erforderte ein umgestürzter Baum ebenfalls eine Autobahnsperrung. Er war gegen eine Lärmschutzwand gefallen, ragte über die Fahrbahn und drohte weiter auf die Autobahn zu stürzen. Die Autobahnpolizei sperrte die Fahrtrichtung Köln vollständig. Mithilfe einer Drehleiter und Motorsägen trug die Feuerwehr den Baum ab. Nach rund drei Stunden war der Einsatz abgeschlossen.
Auch in Neuss musste die Feuerwehr mehrfach auf der A57 tätig werden. Weil weitere Bäume umzustürzen drohten, wurde die Anschlussstelle Reuschenberg in Richtung Krefeld zeitweise gesperrt.
Hohe Einsatzzahlen in zahlreichen Städten
Wie groß die Belastung der Feuerwehren während des Wochenendes war, zeigen die örtlichen Einsatzbilanzen. In Essen hatte die Feuerwehr bis Samstag um 15 Uhr bereits 110 sturmbedingte Einsätze abgearbeitet. Bis Sonntagmittag kamen weitere 66 hinzu. Neben umgestürzten Bäumen mussten die Einsatzkräfte unter anderem ein Mehrfamilienhaus nach einem Baumeinschlag räumen und verstopfte Straßeneinläufe freimachen, damit das Regenwasser wieder abfließen konnte.
Bei der Beseitigung umgestürzter Bäume setzte die Feuerwehr Essen auch Drehleitern ein. Bis Sonntagmittag wurden insgesamt 176 sturmbedingte Einsätze gemeldet. (Bild: Feuerwehr Essen)
Wuppertal meldete bis Sonntagmorgen mehr als 80 wetterbedingte Einsätze. In Düsseldorf waren es von Freitagabend bis Samstagmittag rund 65. Die Feuerwehr Neuss verzeichnete bis Samstagmittag 39 Sturmeinsätze, bei denen rund 80 Feuerwehrangehörige eingesetzt wurden.
Auch aus weiteren Städten Nordrhein-Westfalens wurden hohe beziehungsweise erhöhte Einsatzzahlen gemeldet. Dazu gehörten Mönchengladbach mit 28 wetterbedingten Einsatzstellen bis Samstagmorgen, Krefeld mit 25 und Leverkusen mit 18 Einsätzen am Freitagabend. Die Feuerwehr Mülheim an der Ruhr registrierte mehr als 30 unwetterbedingte Hilfeleistungen.
In Minden rückte die Feuerwehr zwischen Freitagnacht und überwiegend Samstagnachmittag zu zehn wetterbedingten Einsätzen aus. Dabei mussten umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste von Straßen und Radwegen entfernt werden. In der Tonhallenstraße stürzte dabei nachts eine Eiche auf einen Pkw mit zwei Insassinnen; beide Frauen konnten sich selbst befreien. Aufwendiger war ein Einsatz in der Nähe des Kreishauses: Ein in zwei Meter Höhe gespaltener Baum drohte gegen die Fassade des Gebäudes zu stürzen und musste gefällt werden, ohne dass weiterer Schaden entstand.
In Krefeld hatten Windböen einen etwa zwölf mal fünf Meter großen Pavillon auf das Dach eines Wohnhauses geweht. Die Feuerwehr musste die Konstruktion mithilfe einer Drehleiter aufwendig sichern und entfernen.
Die Feuerwehr Oberhausen berichtete dagegen bis Samstagmorgen von 20 wetterbedingten Einsatzstellen, die allein durch die hauptamtlichen Kräfte abgearbeitet werden konnten. In Dinslaken rückte die Feuerwehr am Freitag zu neun Sturmeinsätzen aus. Dort hatte sie sich bereits am Morgen auf die Wetterlage vorbereitet und unter anderem Motorkettensägen und Tauchmotorpumpen überprüft.
Auch in kleineren Städten und Gemeinden waren zahlreiche ehrenamtliche Feuerwehrangehörige gefordert. In Sprockhövel beteiligten sich nach Angaben der Feuerwehr innerhalb von 24 Stunden 115 ehrenamtliche Einsatzkräfte an der Bewältigung von 13 sturmbedingten Alarmierungen. Bei einer Anfahrt wurde ein Einsatzfahrzeug durch ein haltendes Fahrzeug blockiert. Erst nach Einsatz des Martinshorns reagierte der Fahrer – mit einer Beleidigung in Richtung der Einsatzkräfte. Die Feuerwehr Hünxe arbeitete elf wetterbedingte Einsatzstellen ab, unter anderem mit Unterstützung der Drehleitern aus Schermbeck und Voerde.
Bei den Sturmeinsätzen in Neuss mussten die Feuerwehrkräfte auch beschädigte und umgestürzte Bäume sichern. Insgesamt verzeichnete die Feuerwehr bis Samstagmittag 39 wetterbedingte Einsätze. (Bild: Feuerwehr Neuss)
In Herdecke wurden am Freitag und Samstag elf Unwettereinsätze verzeichnet. Die Feuerwehr besetzte zusätzlich ihre Einsatzzentrale und setzte einen Lagedienstführer ein. An einer Einsatzstelle wurde dabei ein stehendes Löschfahrzeug beschädigt: Ein Autofahrer versuchte, sich trotz eingeschaltetem Blaulicht am Fahrzeug über den Gehweg vorbeizuzwängen. Die Feuerwehr machte deutlich, dass ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht nicht passiert werden darf, da dabei Einsatzkräfte gefährdet werden. Auf der Wetterstraße mussten zwei gefährdete Bäume schließlich durch ein Fachunternehmen entfernt werden.
Auch in Breckerfeld, Gevelsberg, Witten, Wetter (Ruhr), Schwalmtal, Alpen, Sonsbeck und Bedburg-Hau mussten die Feuerwehren mehrfach umgestürzte Bäume beseitigen und Verkehrswege sichern. Aus Aurich (NI), Weinheim (BW) und weiteren Städten wurden ebenfalls Sturmeinsätze gemeldet.
Dass nicht jede Gefahrenstelle unmittelbar beseitigt werden konnte, zeigte sich unter anderem in Schermbeck und Heiligenhaus. Dort wurden gefährdete Bereiche abgesperrt, wenn eine sichere Entfernung der Bäume zunächst nicht möglich oder kein sofortiges Eingreifen erforderlich war.
Nastätten: Zwei Verletzte nach Einsturz einer Metalltraverse
Besonders schwere Folgen hatte ein Unglück beim Oktobermarkt in Nastätten (RP). Dort stürzte gegen 16:30 Uhr eine Metalltraverse mit einem daran befestigten Banner über einem Zuweg zum Zentralplatz um.
Ein 58-jähriger Besucher wurde schwer verletzt, ein 72-Jähriger erlitt schwerste Verletzungen. Sein Zustand war nach Polizeiangaben kritisch. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.
Nach dem bisherigen Ermittlungsstand der Polizei könnte eine Windböe den Einsturz verursacht haben. Die Kriminalpolizei sicherte die Traverse und nahm Ermittlungen zum genauen Unfallhergang auf.
Der Veranstalter richtete einen Krisenstab ein und beendete den Oktobermarkt für den Freitagabend. Die Notfallseelsorge betreute Augenzeugen und weitere betroffene Besucher.
Bremerhaven: Kreuzfahrtschiff kollidiert mit zwei Frachtern
Auch die Schifffahrt blieb von den Stürmen nicht verschont. In Bremerhaven (HB) kollidierte am Sonntagabend das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 3″ beim Auslaufen mit zwei am Hafen liegenden Containerschiffen.
Nach Angaben der Polizei wurde das Kreuzfahrtschiff von einer Windböe erfasst. Obwohl Schlepper das Auslaufmanöver begleiteten, stieß es zunächst gegen einen kleineren und anschließend gegen einen größeren Frachter. An Letzterem entstand nach Angaben des Hafenressorts ein rund zehn Meter langer Riss.
Auch die Außenhaut der „Mein Schiff 3″, Rettungsboote und zugehörige Kräne wurden beschädigt. Menschen wurden nach Polizeiangaben nicht verletzt und es drang kein Wasser ein.
Zum Unfallzeitpunkt befanden sich 2.428 Gäste und 922 Besatzungsmitglieder an Bord. Das Kreuzfahrtschiff kehrte zum Terminal zurück. TUI Cruises sagte die geplante Kanarenreise ab, da die Schäden Reparaturen in einer Werft erforderlich machen.
Die Wasserschutzpolizei untersucht, ob der Kapitän bei dem Auslaufmanöver seine Sorgfaltspflichten verletzt hat.
Auch nach dem Abflauen des Sturms können weiterhin Gefahren bestehen. Darauf weisen mehrere Feuerwehren ausdrücklich hin. Beschädigte Äste können in Baumkronen hängen bleiben und später herabfallen. Ebenso können bereits geschädigte Bäume noch umstürzen.
Die Feuerwehren empfehlen deshalb, beschädigte Bäume zu meiden, in Wäldern und Parks besonders vorsichtig zu sein und keine Äste eigenständig aus Baumkronen zu entfernen. Akute Gefahrenstellen sollen über den Notruf 112 gemeldet werden.
Hinweis der Redaktion: Dieser Rückblick zeigt nur einen Ausschnitt der zahlreichen Einsätze im Zusammenhang mit den Herbststürmen vom 23. bis 25. Oktober 2026. Er kann bei Weitem nicht alle Feuerwehren und Hilfsorganisationen berücksichtigen, die während des Wochenendes im Einsatz waren. Auch die geleistete Arbeit der vielen haupt- und ehrenamtlichen Kräfte lässt sich nicht vollständig abbilden. Die genannten Einsatzzahlen entsprechen den jeweiligen Bilanzständen der Feuerwehren und sind aufgrund unterschiedlicher Erfassungszeiträume nicht unmittelbar vergleichbar.