Weiße Wolke am Güterzug

Feuerwehr dichtet Argon-Leck ab

Aschaffenburg (BY) – Eine weiße Wolke unter einem Kesselwagen hat am Vormittag des 24. September 2026 einen größeren Gefahrguteinsatz der Feuerwehr in Aschaffenburg ausgelöst. Zunächst war ein Brand an einem Güterzug gemeldet. Tatsächlich trat aber aus einem undichten Ventil Argon aus. Die Bahnstrecke musste in Richtung Würzburg gesperrt werden.

Eine weiße Wolke unter einem Kesselwagen sorgt für einen Gefahrguteinsatz der Feuerwehr in Aschaffenburg. Die Kräfte nähern sich unter Atemschutz dem Waggon. Foto: Hettler
Eine weiße Wolke unter einem Kesselwagen sorgt für einen Gefahrguteinsatz der Feuerwehr in Aschaffenburg. Die Kräfte nähern sich unter Atemschutz dem Waggon. Foto: Hettler

Kurz nach 9:00 Uhr wurde ein Brand an einem Güterzug, der sich zu dieser Zeit im Bereich der Elsässer Straße von Aschaffenburg befand, gemeldet. Die eintreffenden Einsatzkräfte konnten jedoch kein Feuer feststellen. Stattdessen bemerkten sie einen weißen Nebel im Bereich eines Kesselwagens. Ihre weitere Erkundung ergaben, dass dieser Kesselwagen mit Gefahrgut beladen war.

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Bei dem Gefahrgut handelte es sich um Argon. Es ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Edelgas und nicht brennbar. Eine besondere Gefahr besteht jedoch bei höheren Konzentrationen, weil Argon den Sauerstoff in der Umgebungsluft verdrängen kann. In geschlossenen oder schlecht belüfteten Bereichen kann dadurch Erstickungsgefahr entstehen. Da das Gas selbst keine Warnwirkung besitzt, sind entsprechende Messungen von besonderer Bedeutung. Darauf weist auch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hin.

Aufgrund der geänderten Lage forderte die Feuerwehr weitere Einheiten des ABC-Gefahrgut-Zuges nach. Den betroffenen Bereich sperrten die Kräfte weiträumig ab und nahmen umfangreiche Vermessungen vor. Dabei wurden nach Angaben der Feuerwehr keine gefährlichen Konzentrationen festgestellt. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach ihren Angaben nicht.

Die Einsatzkräfte gingen unter Atemschutz zum Kesselwagen vor und kontrollierten Armaturen und Ventile. Dabei stellten sie ein undichtes Ventil als Ursache des Gasaustritts fest. Das Ventil war vereist. Die Feuerwehrkräfte enteisten den Bereich und konnte die Leckage anschließend abdichten. Der Güterzug soll nun durch eine Fachfirma weiter überprüft werden.

Während des Feuerwehreinsatzes blieb der Bahnverkehr im betroffenen Abschnitt für etwa 1,5 Stunden unterbrochen. Auch die Elsässer Straße war gesperrt und diente als Bereitstellungsraum für die Einsatzkräfte. Neben Feuerwehr und Rettungsdienst waren die Bundespolizei sowie ein Notfallmanager der Deutschen Bahn vor Ort.

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