Oldenburg (SH) – Im Kreis Ostholstein haben militärische und zivile Einsatzkräfte bei der Übung „Schneller Retter 2026“ auf dem Truppenübungsplatz Putlos gemeinsam eine größere Schadenlage trainiert. Fast 60 Einsatzkräfte aus dem Kreis Pinneberg rückten dafür am Samstag, 12. September 2026, im Verband an. Neben mehreren parallel abzuarbeitenden Einsatzstellen standen die Führung größerer Verbände sowie Kommunikation und Logistik im Mittelpunkt.
„Schneller Retter 2026“: Auf dem Truppenübungsplatz Putlos übten zivile Einsatzkräfte und die Bundeswehr die Zusammenarbeit bei einer großflächigen Schadenlage. Foto: KFV Pinneberg
Für die Kräfte aus dem Kreis Pinneberg begann der Übungstag um 5:30 Uhr mit einem Treffen in Quickborn. Unter dem Stichwort „TH G FLUG2 – Flächenlage nach Flugzeugabsturz“ setzte sich der Verband anschließend in Richtung Putlos in Bewegung. Nach einem Zwischenhalt bei der Feuerwehr Bad Segeberg wurde die Fahrt geschlossen fortgesetzt.
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Der Kreisfeuerwehrverband (KFV) Pinneberg beteiligte sich mit dem Hauptzug Ost der Feuerwehrbereitschaft. Geführt wurde dieser durch die Führung der Feuerwehrbereitschaft und die Zugführung der Feuerwehr Quickborn. Zum Verband gehörten Gruppen der Feuerwehren Westerhorn, Quickborn, Ellerbek, Bönningstedt und Tangstedt sowie eine Gruppe der Feuerwehr Pinneberg.
Ausrichter von „Schneller Retter 2026“ war die Feuerwehr der Bundeswehr. An der Übung beteiligten sich außerdem unter anderem die 4. Brandschutzbereitschaft Schleswig-Holstein, die Technische Einsatzleitung des KFV Ostholstein, der DRK-Kreisverband Ostholstein und der THW-Ortsverband Plön. Die untere Katastrophenschutzbehörde des Kreises Pinneberg war als Beobachter vertreten.
Brandbekämpfung und Menschenrettung: Kräfte aus dem Kreis Pinneberg arbeiteten gemeinsam ein Einsatzszenario an einer Unterkunft ab. Foto: KFV Pinneberg
Mehrere Szenarien beübt
Nach der Lageeinweisung arbeiteten die Einsatzkräfte mehrere Szenarien gleichzeitig ab. An einer Einsatzstelle musste eine Person technisch aus einem Pkw gerettet werden, der unter umgestürzten Bäumen verschüttet war. Parallel galt es, einen Brand in einer Unterkunft mit eingeschlossenen Personen zu bewältigen.
Weitere Übungslagen umfassten Technische Hilfeleistungen an mehreren Fahrzeugen. Dabei waren Personen eingeklemmt und Fahrzeuge mussten stabilisiert werden. Hinzu kamen eine angenommene Explosion in einer Wäscherei und ein Vegetationsbrand nahe der Absturzstelle. Für die Löschwasserversorgung richteten die Einsatzkräfte unter anderem einen Pendelverkehr ein.
Ein Schwerpunkt lag auf der Zusammenarbeit militärischer und ziviler Kräfte sowie auf der Führung und Koordination größerer Verbände. Zugleich wurden Abläufe, Kommunikationswege und logistische Anforderungen unter realitätsnahen Bedingungen erprobt. Zum Übungskonzept gehörte deshalb auch eine Übernachtung auf dem Gelände. Damit sollte erprobt werden, welche Logistik für einen länger andauernden Einsatz der Einheiten erforderlich ist. Der DRK-Kreisverband Ostholstein übernahm unter anderem die Verpflegung und unterstützte beim Aufbau von Zelten.
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