Güstrow (MV) – Im Kreis Rostock entwendeten zwei Jugendliche in der Nacht zum Samstag den Pkw eines Mitglieds der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow vom Feuerwehrgelände, erkllärt das Polizeipräsidium Rostock. Der Besitzer war zu diesem Zeitpunkt gemeinsam mit weiteren Feuerwehrangehörigen im Einsatz. Die Fahrt endete mit einer Kollision an einer Ampel und einem Schaden von rund 8.000 Euro.
Während eines Einsatzes entwendeten Jugendliche den Pkw eines Kameraden und bauten damit einen Unfall. Symbolbild: FM | Buchenau
Nach derzeitigen Erkenntnissen der Polizei wurde der Lexus gegen 3:30 Uhr vom Gelände der Feuerwehr in der Landesbrandmeister-Bever-Straße entwendet. Zeugen bemerkten das Fahrzeug kurz darauf auf der Rostocker Straße. Es kam aus Richtung Neukruger Straße und kollidierte beim Rechtsabbiegen in die Niklotstraße mit einer Lichtzeichenanlage.
Anzeige
Nach dem Zusammenstoß stiegen die beiden 15 und 16 Jahre alten Jugendlichen aus dem Wagen. Als Zeugen sie ansprachen, flüchteten beide zunächst zu Fuß. Die Zeugen holten sie jedoch kurze Zeit später ein und hielten sie bis zum Eintreffen der Polizei fest.
Der 15-Jährige soll den Lexus gefahren haben. Bei ihm stellte die Polizei eine Atemalkoholkonzentration von 1,94 Promille fest. Zudem bestand nach Angaben der Polizei der Verdacht, dass er unter dem Einfluss berauschender Mittel stand. Eine Blutprobe wurde angeordnet und durchgeführt. Anschließend übergaben die Beamten den Jugendlichen seinen Erziehungsberechtigten.
Der Lexus wurde bei der Kollision erheblich beschädigt und war nicht mehr fahrbereit. Den Sachschaden am Fahrzeug und an der Lichtzeichenanlage schätzt die Polizei auf insgesamt etwa 8.000 Euro.
Der neue Rosenbauer Imagekalender 2027 – BUILT FOR THAT MOMENT. Jetzt vorbestellen und sich die streng limitierte Auflage vorab sichern, exklusiv im Feuerwehr-Magazin-Shop!
29,90 €
Lieferzeit: Die Auslieferung startet voraussichtlich im Dezember 2026
Die Kriminalpolizei ermittelt gegen die beiden Jugendlichen unter anderem wegen des Verdachts des Fahrzeugdiebstahls sowie wegen weiterer Straftaten im Zusammenhang mit der Fahrt.In CSA und unter Atemschutz gingen Feuerwehrleute an den beiden Lichtschächten vor. Diese bestanden aus Kunststoffverschalungen vor den Fenstern und waren von Schotter umgeben. Die Einsatzkräfte mussten den Schotter entfernen und die Kunststoffteile herausschlagen. Für die Arbeiten waren insgesamt acht Zweiertrupps erforderlich. Mitarbeiter des Kreisfeuerwehrhauses brachten zusätzliche Atemschutzflaschen zur Einsatzstelle. Parallel richteten weitere Kräfte einen Dekontaminationsplatz ein, an dem die eingesetzten Feuerwehrleute ihre Einsatzkleidung ablegen konnten, ohne den hochgiftigen Staub einzuatmen.
Mit einer Kübelspritze gaben die Einsatzkräfte anschließend Wasser auf die Schächte. Damit kontrollierten sie, ob weiterhin eine Reaktion auftrat. Den ausgebauten Schotter füllten sie in Fässer und Wannen und verschlossen die Behälter luftdicht. Der Bauhof übernahm das Material zur Entsorgung als Sondermüll.
Gegen 18 Uhr waren die Arbeiten abgeschlossen. Danach begann das Aufräumen des materialintensiven Einsatzes. Insgesamt waren mehr als 40 Feuerwehrleute sowie Angehörige des DRK vor Ort. Die evakuierten Bewohnerinnen und Bewohner konnten anschließend in ihre Häuser zurückkehren. Ob dem Bewohner die Einsatzkosten in Rechnung gestellt werden können, muss nach Angaben Brauners die Gemeindeverwaltung prüfen.