Die Berliner Feuerwehr ist eine Institution der Superlative. Sie ist die älteste und größte Berufsfeuerwehr Deutschlands, zuständig für eine Millionenstadt mit Regierungsviertel und ein kaum zu beschreibendes Einsatzspektrum. 175 Jahre nach ihrer Gründung ist die Berliner Feuerwehr vor allem eines: im Dauereinsatz. Rund um die Uhr, an 365 Tagen im Jahr, rücken Haupt- und Ehrenamtliche zu Bränden, Technischen Hilfeleistungen und vor allem Rettungsdiensteinsätzen aus. Ich durfte Einsatzkräfte im Haupt- und Ehrenamt drei Tage lang begleiten. Doch nicht nur der Einsatzalltag der Berliner ist beeindruckend. Auch der Wandel, dem diese traditionsreiche Feuerwehr unterliegt, ist mir dabei sehr bewusst geworden. Statt ausschließlich auf mehr Personal und setzen, geht die Behördenleitung neue Wege. Wie das im Alltag funktioniert und wo die Grenzen liegen, lest Ihr im ersten Teil unserer großen Jubiläumsreportage.
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Dass bei aller Belastung in Berlin auch Platz für Stolz ist, hat der Fahrzeugkorso am 29. August gezeigt: 80 historische und moderne Fahrzeuge – von der Drehturmleiter aus dem Jahr 1900 über den Lösch-Trabi „Spirit of Berlin 1990“ bis zum eLHF – rollten vor Tausenden Zuschauern durch die Hauptstadt.
Darüber hinaus schauen wir in dieser Ausgabe in gewohnter Weise auch auf andere Städte. Die Berufsfeuerwehren Hamburg und Lübeck haben im Abstand weniger Wochen neue Gerätewagen für ihre Tauchergruppen in Dienst gestellt. Zwei Fahrzeuge mit unterschiedlichen Konzepten. Beide Projekte zeigen, wie viel Planung, Geduld und Praxiswissen der Einsatzkräfte in einer Beschaffung stecken.
Erfahrung und Praxiswissen aus einem Hochwasserereignis sind in das Pilotprojekt der FF Leinzell in Baden-Württemberg geflossen: In nur 15 Stunden bildet sie Bürgerinnen und Bürger zu Feuerwehrhelfern aus. Sie sollen Einsatzkräfte bei Großschadenslagen außerhalb des Gefahrenbereiches entlasten. Ein pragmatisches Modell, das Schule machen könnte.
Schutz für diejenigen, die schützen, verspricht ein Forschungsprojekt aus Dortmund. Das Ortungssystem Celidon-Pro zeigt dem Sicherheitstrupp per Display in der Atemschutzmaske, wo sich eine verunglückte Einsatzkraft befindet. Noch handelt es sich um einen Prototyp, die Finanzierung ist offen. Warum es sich lohnt, dranzubleiben, erfahrt Ihr im Heft.
Innovationen und Wandel sind in der Feuerwehrwelt ebenso wichtig wie Erfahrung und Tradition. 175 Jahre Berliner Feuerwehr erinnern uns daran, was die Feuerwehr trägt: Menschen, die Tag für Tag ihren Dienst versehen, um anderen zu helfen. Sorgen wir gemeinsam dafür, dass das auch in Zukunft so bleibt.
+++ 175 Jahre Berliner Feuerwehr – Teil 1 +++ GW-Taucher BF Hamburg und GW-Wasserrettung BF Lübeck +++ Feuerwehrhelfer der FF Leinzell +++ 26. Deutscher Jugendfeuerwehrtag in Hannover +++ Ortungssystem Celidon-Pro +++