Warendorf (NW) – Der Kreis Warendorf entwickelt für die Freiwilligen Feuerwehren im Kreis ein neues Feuerwehrausbildungszentrum in einem früheren Hochregallager in Warendorf-Freckenhorst. Voraussichtlich ab 2028 sollen Feuerwehrangehörige dort unter anderem Einsätze in Treppenhäusern, Garagen sowie Ein- und Mehrfamilienhäusern trainieren können. Auch Übungsmöglichkeiten für die Absturzsicherung sind vorgesehen.
Mit dem geplanten Feuerwehrausbildungszentrum in Warendorf-Freckenhorst sollen Feuerwehrangehörige ab 2028 unterschiedliche Einsatzszenarien trainieren können. (Bild: Kreis Warendorf)
Die geplanten Übungselemente sollen sich unterschiedlich miteinander kombinieren lassen. Nach Angaben des Kreises können dadurch auch Szenarien geschaffen werden, die beispielsweise Altenpflegeeinrichtungen oder ähnliche Gebäude abbilden.
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Das Zentrum soll die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrangehörigen aus den kreisangehörigen Städten und Gemeinden unterstützen. Kreisbrandmeister Patrik Hillebrand nennt unter anderem Lehrgänge für Truppführer, Sprechfunker, Atemschutzgeräteträger und Maschinisten sowie Ausbildungen in Technischer Hilfeleistung und für den ABC-Einsatz. Bedarfsgerecht sollen weitere Angebote etwa zu Hochwasserschutz und Absturzsicherung sowie Fortbildungen für Führungskräfte hinzukommen.
Bislang nutzen die Feuerwehren für die Ausbildung eine Gewerbeimmobilie. Diese steht mittelfristig nicht mehr zur Verfügung. Deshalb suchte der Kreis nach einer Alternative, die den Anforderungen einer modernen Feuerwehrausbildung entspricht und langfristig zur Verfügung steht. Das frühere Hochregallager soll dafür künftig genutzt werden.
Ergänzend zur Übungshalle ist unmittelbar daneben ein Seminargebäude vorgesehen. Hendrik Borgstedt, Amtsleiter Hochbau und Immobilienmanagement, nennt dafür unter anderem moderne Medientechnik, eine auf Schulungen ausgelegte Akustik, flexible Möblierung und digitale Präsentationsmöglichkeiten. Theoretische Ausbildungsinhalte sollen sich damit direkt mit den praktischen Einheiten in den Lager- und Übungsflächen verbinden lassen.
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Der Kreis setzt bei dem Projekt auf die Nachnutzung der bestehenden Immobilie. Kreisdirektor Dr. Stefan Funke bezeichnet dies als vergleichsweise kostengünstige Lösung, mit der die kommunalen Haushalte nicht über Gebühr belastet werden sollen.
Nach Angaben von Landrat Dr. Olaf Gericke engagieren sich mehr als 2.300 Frauen und Männer in den Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Warendorf. Ihnen wolle der Kreis mit dem Ausbildungszentrum entsprechende Trainingsmöglichkeiten bieten.
Außerhalb der Feuerwehrausbildung sollen die Seminarräume zudem von der Kreisverwaltung sowie von den Städten und Gemeinden des Kreises genutzt werden können. Vorgesehen sind unter anderem Fortbildungen, Besprechungen, Schulungen und interkommunale Veranstaltungen.