Feuerwehr Drensteinfurt

Neuer Rüstwagen auf Unimog

Drensteinfurt (NW) – Extrem geländegängig, kompakt und speziell auf die örtlichen Anforderungen zugeschnitten: Die Freiwillige Feuerwehr (FF) Drensteinfurt im Kreis Warendorf hat einen neuen Rüstwagen (RW) auf Basis eines Mercedes-Benz Unimog U 5023 erhalten. Ziegler realisierte den Aufbau und entwickelte gemeinsam mit der Feuerwehr ein ungewöhnliches und platzsparendes Beladungskonzept.

Der RW der FF Drensteinfurt basiert auf einem Mercedes-Benz Unimog U 5023. Ziegler fertigte den Aufbau mit fünf Geräteräumen und zwei Dachkästen. Als maschinelle Zugeinrichtung dient eine Rotzler Treibmatic TR 030/7. Foto: Fichte
Der RW der FF Drensteinfurt basiert auf einem Mercedes-Benz Unimog U 5023. Ziegler fertigte den Aufbau mit fünf Geräteräumen und zwei Dachkästen. Als maschinelle Zugeinrichtung dient eine Rotzler Treibmatic TR 030/7. Foto: Fichte

Der neue RW ersetzt einen mehr als 40 Jahre alten RW 1 auf Magirus-Deutz. Bei der Entwicklung des Nachfolgers standen vor allem Geländegängigkeit und Wendigkeit im Mittelpunkt. Denn zum Einsatzgebiet gehören neben engen Landstraßen auch die Bahnstrecke Münster–Hamm, Grünflächen sowie Bereiche entlang der Werse.

Anzeige

Der Unimog U 5023 leistet 231 PS (170 kW). Portalachsen, zuschaltbarer Allradantrieb sowie Differenzialsperren an Vorder- und Hinterachse sollen das Vorankommen auch bei schwierigen Untergrundverhältnissen ermöglichen. Hinzu kommt eine Reifendruckregelanlage, über die der Maschinist den Luftdruck während der Fahrt anpassen kann.

Für Hochwasserlagen wurden unter anderem Abgasstrang, Batteriekästen und Achsentlüftung hochgesetzt. Ein Überdrucksystem schützt die Scheinwerfer vor eindringendem Wasser. Dadurch erreicht der Rüstwagen laut Feuerwehr eine Wattiefe von bis zu 1,2 Metern.

Eine weitere Besonderheit ist das automatisierte Getriebe mit acht Vorwärts- und sechs Rückwärtsgängen sowie Geländeuntersetzung. Für besonders präzise Rangier- und Geländefahrten lässt sich zusätzlich ein Kupplungspedal ausklappen.

Der RW besitzt eine Dachluke und Haltegriffe für die Personenrettung bei Hochwasserlagen. Foto: Fichte
Der RW besitzt eine Dachluke und Haltegriffe für die Personenrettung bei Hochwasserlagen. Foto: Fichte

Auch die Dachluke und Haltegriffe auf den Dachkästen haben einen konkreten Einsatzzweck: Bei Hochwasser sollen sie die Aufnahme und den Transport von Personen erleichtern.

Beim Aufbau mussten Feuerwehr und Ziegler die umfangreiche RW-Beladung auf begrenztem Raum unterbringen: Häufig benötigtes Material ist möglichst schnell erreichbar, während selten genutzte Geräte in höheren oder verdeckten Beladeebenen untergebracht sind. Teilweise befinden sich mehrere Gerätekisten hintereinander in Laufschienen.

Statt eines fest eingebauten Generators führt der RW einen tragbaren Stromerzeuger mit 13 kVA Leistung mit. Damit kann die Stromversorgung unabhängig vom Fahrzeug genutzt werden – etwa, wenn Material bei Einsätzen im Bahnbereich zum Schadensort gebracht werden muss.

Zu den besonderen Ausrüstungskomponenten gehört außerdem ein Holmatro OmniShore-Abstützsystem zum Stabilisieren und Sichern von Fahrzeugen. Hinzu kommen unter anderem eine Schmutzwasserpumpe, Ausrüstung zur Tierrettung, ein Infrarot-Wärmestrahler sowie ein 50 Meter langer „Schnellangriff Strom“.

Wie die Feuerwehr Drensteinfurt das Fahrzeugkonzept entwickelt hat, welche Kompromisse beim Aufbau notwendig waren und wie die komplette Beladung des ungewöhnlichen Rüstwagens organisiert ist, zeigen wir in Wort und Bild in der Feuerwehr-Magazin- Ausgabe 9/2026.

Feuerwehr-Magazin 2026-09
5,50 €
6,50 €
Lieferzeit: 3 - 5 Werktage
AGB

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert