Elmshorn (SH) – Im Kreis Pinneberg hat ein Feuer am frühen Sonntagmorgen von zwei brennenden Pkw auf zwei benachbarte Wohnhäuser übergegriffen. Die Feuerwehr verhinderte den Totalverlust beider Gebäude. Verletzt wurde niemand. Zur Sicherung der bei der Brandbekämpfung geöffneten Dächer wurde das THW hinzugezogen. Die Einsatzkräfte verschlossen auch mehrere Fenster provisorisch.
Zwei vollständig ausgebrannte Pkw stehen zwischen den beschädigten Wohnhäusern in Elmshorn. Das Feuer hatte von den Fahrzeugen auf beide Gebäude übergegriffen. (Bild: KFV Pinneberg)
Auf einer Doppelauffahrt zwischen den beiden Wohnhäusern in der Jündewatter Straße standen zwei nebeneinander geparkte Pkw im Vollbrand. Als die Feuerwehr eintraf, hatten die Flammen bereits die Dachstühle beider Gebäude erfasst. In einem der Häuser brannte zudem ein Zimmer im Erdgeschoss.
Anzeige
Die Alarmierung erfolgte um 4:49 Uhr, nachdem zahlreiche Anwohner die Rettungsleitstelle über die brennenden Fahrzeuge informiert hatten. Zunächst wurde ein Löschzug der Feuerwehr Elmshorn unter dem Stichwort FEU alarmiert. Noch während der Anfahrt gingen weitere Notrufe ein, wonach das Feuer auf die angrenzenden Häuser übergriff. Daraufhin erhöhte der stellvertretende Wehrführer und Einsatzleiter Michael Kanarski das Stichwort auf FEU G und veranlasste Vollalarm.
Beide Drehleitern im Einsatz
Die Feuerwehr leitete umfangreiche Löschmaßnahmen ein, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Dabei kamen auch beide Drehleitern der Feuerwehr Elmshorn zum Einsatz.
Parallel zur Brandbekämpfung mussten Einsatzkräfte eines der Gebäude durchsuchen. In den insgesamt vier Wohnungen, jeweils zwei pro Haus, wurden teilweise noch Menschen vermutet. Die Suche bestätigte diese Befürchtung nicht: Die Bewohner waren entweder nicht zu Hause oder hatten sich bereits selbst in Sicherheit gebracht.
Bereits 40 Minuten nach der Alarmierung meldete die Einsatzleitung das Feuer als unter Kontrolle. Für die anschließenden Nachlöscharbeiten wurde die Feuerwehr Kölln-Reisiek hinzugezogen, die zusätzliche Atemschutzgeräteträger stellte.
Die beiden Wohngebäude wurden unterschiedlich stark beschädigt. An einem Haus beschränkten sich die Schäden auf kleinere Bereiche des Daches. Es blieb vollständig bewohnbar. Im zweiten Gebäude war neben dem Dachstuhl auch ein Zimmer im Erdgeschoss in Brand geraten. Mit Einschränkungen konnten die Bewohner nach dem Einsatz in ihre Wohnungen zurückkehren.
Der neue Rosenbauer Imagekalender 2027 – BUILT FOR THAT MOMENT. Jetzt vorbestellen und sich die streng limitierte Auflage vorab sichern, exklusiv im Feuerwehr-Magazin-Shop!
29,90 €
Lieferzeit: Die Auslieferung startet voraussichtlich im Dezember 2026
Da die Feuerwehr für die Brandbekämpfung beide Dächer öffnen musste und Regen vorhergesagt war, wurde das THW zur Sicherung der Gebäude angefordert.
Nach Angaben des THW-Ortsverbands Elmshorn erfolgte die Alarmierung des Fachberaters um 5:34 Uhr. Im weiteren Verlauf rückten die Bergungsgruppe und ein Wechselladerfahrzeug mit dem Abrollbehälter Rüstholz aus. Zu den eingesetzten THW-Fahrzeugen gehörten außerdem ein Mannschaftstransportwagen des Technischen Zuges (MTW TZ) und ein Gerätekraftwagen (GKW).
Die THW-Kräfte verschlossen beide geöffneten Dächer sowie mehrere Fenster provisorisch mit Planen und OSB-Platten. Damit sollten die beschädigten Gebäude angesichts der angekündigten Witterung geschützt werden.
Um 8:22 Uhr waren die Maßnahmen der Feuerwehr beendet. Eine Drehleiter blieb allerdings an der Einsatzstelle, um das THW bei den Sicherungsarbeiten an den Dächern zu unterstützen. Das THW meldete um die Mittagszeit nach Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft ebenfalls Einsatzende.
Beide Drehleitern der Feuerwehr Elmshorn kamen bei der Brandbekämpfung zum Einsatz. Die Flammen hatten bereits die Dachstühle der benachbarten Wohnhäuser erfasst. (Bild: KFV Pinneberg)
Rund 60 Feuerwehrkräfte im Einsatz
Die Feuerwehr Elmshorn war mit 50 Einsatzkräften und elf Fahrzeugen vor Ort. Die Feuerwehr Kölln-Reisiek unterstützte mit zehn Kräften und zwei Fahrzeugen. Hinzu kamen zwei Einsatzkräfte des Kreisfeuerwehrverbandes mit zwei Fahrzeugen sowie Polizei, Rettungsdienst und THW.
Die Polizei nahm noch in der Nacht Ermittlungen zur Brandursache auf. Angaben zur Ursache und zur Höhe des entstandenen Schadens konnte die Feuerwehr nicht machen.