München (BY) – Bei einem Zimmerbrand in München am Dienstagmorgen konnte die Feuerwehr den Zugang zur betroffenen Wohnung zunächst nicht eindeutig lokalisieren. Der Einsatzleiter entschied sich deshalb für einen Zangenangriff über eine Drehleiter und den Treppenraum. Zwei Menschen brachte die Feuerwehr mit Fluchthauben ins Freie, zwei Katzen starben bei dem Brand.
Drehleiter der Feuerwehr München an der Einsatzstelle: Weil der Zugang zur Brandwohnung zunächst unklar war, ließ der Einsatzleiter einen Trupp über die Drehleiter und einen weiteren über den Treppenraum vorgehen. (Bild: Feuerwehr München)
Ein Rauchwarnmelder hatte den Bewohner während eines Telefonats mit seiner Frau auf das Feuer aufmerksam gemacht. Bei der Suche nach der Ursache entdeckte er Rauch, der aus einem Arbeitszimmer drang. Seine Versuche, den Brand selbst zu löschen, blieben erfolglos. Daraufhin verließ er gemeinsam mit seinem Sohn die Wohnung und alarmierte die Feuerwehr über die 112. Während der Anfahrt gingen weitere Notrufe bei der Integrierten Leitstelle ein.
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An der Einsatzstelle standen die Kräfte zunächst vor einem Problem: Der Zugang zur brennenden Wohnung ließ sich nicht eindeutig lokalisieren. Deshalb entschied sich der Einsatzleiter für einen Zangenangriff. Ein Trupp ging über eine Drehleiter vor. Nach weiterer Erkundung näherte sich ein zweiter Trupp durch den Treppenraum dem Brandherd.
Durch die offen stehende Wohnungstür hatte sich Rauch im Treppenraum ausgebreitet. Auch zwei weitere Wohnungen waren leicht verraucht. Die Feuerwehr führte zwei Personen aus dem Stockwerk oberhalb der Brandwohnung mit Fluchthauben ins Freie. Beide blieben unverletzt und konnten nach Abschluss der Löscharbeiten in ihre Wohnungen zurückkehren.
Bei der Kontrolle der Brandwohnung entdeckten die Einsatzkräfte zwei leblose Katzen. Sie begannen umgehend mit Wiederbelebungsmaßnahmen, konnten die Tiere jedoch nicht mehr retten.
Für die Nachlöscharbeiten forderte die Feuerwehr ein Wechselladerfahrzeug WLF mit Kran nach. Die inzwischen vollständig an der Einsatzstelle versammelte Familie wurde zunächst vom Rettungsdienst ambulant behandelt. Anschließend übernahm ein Kriseninterventionsteam die Betreuung.
Zur Höhe des Schadens gibt es noch keine Angaben. Auch zur Brandursache liegen der Branddirektion bislang keine Erkenntnisse vor. Das zuständige Fachkommissariat der Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.