Fassadenbrand

Feuer breitet sich über sieben Geschosse aus – drei Verletzte

Bonn (NW) – Bei einem Brand in einem siebengeschossigen Mehrfamilienhaus im Stadtteil Tannenbusch sind am Sonntag (11. Oktober 2026) drei Menschen leicht verletzt worden. Das Feuer breitete sich über die gesamte rückwärtige Fassade aus und griff auf mehrere Wohnungen über. Rund 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren zeitweise vor Ort. Zahlreiche Wohnungen sind derzeit nicht mehr bewohnbar.

Zwei Feuerwehrkräfte mit Atemschutz im Drehleiterkorb. Die Feuerwehr bekämpfte den Brand sowohl von außen mit Strahlrohren und einer Drehleiter als auch im Innenangriff. (Bild: Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn)

Als die ersten Kräfte der Feuer- und Rettungswache Innenstadt eintrafen, schlugen an der Rückseite des Wohngebäudes bereits Flammen über nahezu die gesamte Gebäudehöhe. In den 28 Wohnungen des Hauses sind insgesamt 72 Personen gemeldet. Zahlreiche Bewohner hielten sich zu diesem Zeitpunkt bereits im Freien auf. Wie viele Menschen noch im Gebäude waren, ließ sich zunächst nicht feststellen.

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Nach der Erkundung erhöhte die Feuerwehr die Alarmstufe auf „Brand 4“ und forderte zusätzliche Kräfte an. Sieben Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr unterstützten die Berufsfeuerwehr. Auch das Einsatzstichwort für den Rettungsdienst wurde angepasst. In der Spitze waren sechs Rettungswagen und zwei Notärzte vor Ort.

Brandbekämpfung über Drehleiter und im Innenangriff

An der rückwärtigen Fassade hatte sich das Feuer über sämtliche Geschosse ausgebreitet. Bis in den Bereich des fünften Obergeschosses griffen die Flammen auf Wohnungen über. Zur Brandbekämpfung setzten die Einsatzkräfte von außen handgeführte Strahlrohre und eine Drehleiter ein. Weitere Trupps gingen über den Haupteingang in das Gebäude vor, um dort den Brand zu bekämpfen und die Wohnungen zu kontrollieren.

Im Innenangriff bekämpfte die Feuerwehr die Flammen und kontrollierte sämtliche Geschosse und Wohnungen. Dabei brachten die Einsatzkräfte mehrere Menschen in Sicherheit. Auch das unmittelbar benachbarte Gebäude wurde überprüft. Dessen Bewohner konnten in ihren Wohnungen bleiben und wurden teilweise betreut.

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Zwei Kleinkinder erlitten durch eingeatmete Rauchgase leichte Verletzungen. Eine weitere Person verletzte sich bei einem Sprung aus einem Obergeschoss. Alle drei Betroffenen kamen zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser. Eine Katze, die Einsatzkräfte in einer vom Brand betroffenen Wohnung fanden, konnte nicht mehr gerettet werden.

Um 15:05 Uhr meldeten die Einsatzkräfte den Brand als unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten und der Rückbau der Einsatzstelle dauerten noch bis etwa 17:45 Uhr.

Freiwillige Feuerwehr sichert Grundschutz

Für die Betreuung der betroffenen Bewohner stand ein Bus der Stadtwerke zur Verfügung. Da zahlreiche Wohnungen nach dem Feuer nicht mehr bewohnbar sind, mussten Unterkünfte organisiert werden. Ein Teil der Betroffenen kam bei Angehörigen unter. Für weitere Bewohner kümmerten sich Sozialamt und Ordnungsamt um eine anderweitige Unterbringung.

Fassade des Hauses und Drehleiterkorb
Deutliche Brandspuren an der Fassade des siebengeschossigen Mehrfamilienhauses in Bonn-Tannenbusch. Das Feuer hatte sich über sämtliche Geschosse ausgebreitet. (Bild: Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn)

Neben Feuerwehr und Rettungsdienst waren die Polizei, das Ordnungsamt, das Sozialamt, die Stadtwerke sowie eine Hilfsorganisation zur Betreuung eingebunden. Im Umfeld der Einsatzstelle kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Während des Einsatzes übernahmen zusätzliche Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr die Besetzung der personell nicht besetzten Feuer- und Rettungswachen der Berufsfeuerwehr. Gemeinsam mit einem zusätzlichen Führungsdienst stellten sie so den Grundschutz im Stadtgebiet sicher.

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