Much (NW) – Das Fahrzeug einer Spezialfirma brannte am Samstagabend im Rhein-Sieg-Kreis gelegenen Much. Es sollte eigentlich eine massive Ölspur auf der Werschtalstraße beseitigen, geriet während der Reinigung jedoch in Brand. Der Fahrer blieb unverletzt.
Unter Atemschutz schneiden Einsatzkräfte der Feuerwehr die Schutzabdeckung des Spezialfahrzeugs mit einem Trennschleifer auf, um an den Brandherd zu gelangen. (Bild: Fuhrmann)
Begonnen hatte der Einsatz genau genommen schon um 15:20 Uhr. Da wurde die Feuerwehr zur Beseitigung einer Ölspur auf der abschüssigen Werschtalstraße bei Wersch gerufen. Verursacht hatte sie der Polizei zufolge ein Oldtimer, ein Motorradfahrer war in der Folge sogar auf der Spur weggerutscht. Er blieb unverletzt. „Wir haben aber festgestellt, dass der Ölspur mit unseren Mitteln nicht beizukommen war. Deswegen haben wir ein Fachunternehmen hinzugezogen“, sagte Pressesprecher Patrick Mathe.
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Gegen 18:50 Uhr sei er erneut zur Einsatzstelle gefahren, um zu schauen, ob das Spezialfahrzeug bereits eingetroffen war. „Als ich um die Kurve kam, quoll Rauch unter dem Laster empor. Ich habe den Fahrer gesucht, der sagte, er habe plötzlich ein Zischen gehört, dann brannte das Fahrzeug schon. Er ist noch ein paar Meter weitergefahren, um von den Häusern weg zu bleiben“, berichtete Mathe. Über Funk ließ er seinen Kameradinnen und Kameraden der Löschgruppen Much und Marienfeld alarmieren. Selber löschen konnte Mathe nicht – das Fahrzeug, mit dem er die Ölspur begutachten wollte, war ein Mannschaftstransporter, der kein Wasser mitführt.
„Viel hätte ich da aber auch nicht machen können. Der Brandherd lag unter einer Schutzabdeckung, die nicht ohne Weiteres zu entfernen war.“ Als die Löscheinheiten eintrafen, brannte das Fahrzeug bereits in voller Ausdehnung. Unter Atemschutz gingen die Feuerwehrleute gegen die Flammen vor. Es dauerte eine Dreiviertelstunde, bis sie den Brand unter Kontrolle hatten.
Mit einem Trennschleifer zerschnitten sie die Schutzabdeckung, um an den Brandherd zu kommen. Die Feuerwehrleute setzten Schaum ein, um alle Glutnester zu ersticken. Das Löschwasser floss in eine Senke. „Wir haben es mit Bindemittel eingedeicht, damit es nicht in die Natur läuft. Der Lkw führt ein Bindemittel mit, das Gott sei Dank biologisch abbaubar ist, sonst hätten wir ein größeres Umweltproblem gehabt“, sagte Mathe.
Die Werschtalstraße blieb in der Folge bis zum späten Abend gesperrt, denn nicht nur die eigentliche Ölspur, sondern auch die Folgen des Brandes mussten von der Fahrbahn entfernt werden. „Wir haben direkt ein neues Fahrzeug der Spezialfirma angefordert, die kommen aus Olpe und haben deswegen eine weite Anfahrt.“ Das betroffene Fahrzeug sei 15 Jahre alt gewesen, wie man vor Ort vernehmen konnte. Die Brandursache ist unklar, in Betracht kommt ein technischer Defekt.