Dömitz (MV) – Im Kreis Ludwigslust-Parchim prägen die Elbe, ausgedehnte Waldgebiete und die Nähe zu Niedersachsen und Brandenburg die Arbeit der Feuerwehr. Fünf Ortsfeuerwehren und eine Löschgruppe sichern den Brandschutz in der Stadt Dömitz. Unsere 12-seitige Reportage im aktuellen Heft zeigt ihre Standorte, Fahrzeuge und besonderen Einsatzaufgaben – aber auch, welche Veränderungen in den kommenden Jahren anstehen.
Zum großen Gruppenfoto vor den bekannten Wanderdünen in Klein Schmölen ist die gesamte Stadtfeuerwehr mit allen Fahrzeugen, nahezu allen Anhängern und einem Großteil der Einsatzabteilung, der Kinder- und der Jugendfeuerwehr sowie der Ehrenabteilung angetreten. Foto: Köhlbrandt
Die Ortsfeuerwehren Dömitz, Klein Schmölen, Groß Schmölen, Heidhof und Polz sowie die Löschgruppe Rüterberg decken ein Einsatzgebiet mit unterschiedlichen Gefahrenschwerpunkten ab. Die Gewässer sorgen regelmäßig für Einsätze, auf der Elbe etwa durch Bootshavarien oder vermisste Schwimmer. Hinzu kommen Wald- und Flächenbrände. Insgesamt verzeichnet die Feuerwehr durchschnittlich gut 70 Einsätze pro Jahr.
Anzeige
Eine Besonderheit ist die Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg. Für Einsätze auf der Elbe besetzt die FF Dömitz ein Mehrzweckboot, für das neun Bootsführer ausgebildet sind. Die Kräfte arbeiten dabei unter anderem mit dem Wasserrettungszug aus dem niedersächsischen Kreis Lüchow-Dannenberg zusammen. Länderübergreifend abgestimmte Einsatzkonzepte, eine einheitliche Alarmierung und gemeinsame Ausbildungen gehören dazu. Geübt werden beispielsweise Fahrmanöver, Personenrettung aus dem Wasser, der Einsatz von Ölsperren und das Arbeiten bei starker Strömung.
Auch bei anderen Einsatzmitteln spielt die Lage im Länderdreieck eine Rolle. Über Jahre rückte beispielsweise die Drehleiter der FF Dannenberg bei Bedarf nach Dömitz aus. Inzwischen steht für das Amt Dömitz-Malliß eine DLK 23-12 bei der FF Malliß zur Verfügung; wird eine zweite Drehleiter benötigt, kommt weiterhin Dannenberg ins Spiel.
Vom TLF 3000 bis zum mehr als 100 Jahre alten Feuerwehrhaus
Die Reportage stellt außerdem den Fuhrpark der Wehren ausführlich vor. Bei der Kernfeuerwehr gehört ein 2019 gebautes TLF 3000 dazu. Das Fahrzeug besitzt unter anderem eine Frontseilwinde, zwei jeweils 25 Meter lange Ölsperren und einen fest montierten Schaum- und Wasserwerfer. Das LF 16/12 aus dem Jahr 1999 wird auch überörtlich eingesetzt. In Groß Schmölen steht dagegen mit einem 2023 in Dienst gestellten TSF-W das jüngste Löschfahrzeug der Stadtfeuerwehr.
Nicht nur die Fahrzeuge unterscheiden sich deutlich im Alter. Mehrere Feuerwehrhäuser haben bereits weit mehr als ein Jahrhundert hinter sich. Das Gebäude in Rüterberg stammt in seiner Bausubstanz aus dem Jahr 1910, das Feuerwehrhaus in Polz aus dem Jahr 1923 und der ursprüngliche Standort in Klein Schmölen aus dem Jahr 1900. Die Kernfeuerwehr zog 1997 in die umgebauten Gebäude des früheren Elektrizitäts- und Wasserwerks ein. Dort laufen inzwischen weitere Umbauten, weil der vorhandene Platz nicht mehr ausreicht.
Ein eigenes Kapitel bildet die Löschgemeinschaft Heidhof/Rüterberg. Aus der ehemals selbstständigen FF Rüterberg wurde 2003 eine Löschgruppe der FF Heidhof. Beide Standorte blieben erhalten. Gleichzeitig ist die FF Heidhof in den Gefahrgutzug West des Kreises Ludwigslust-Parchim eingebunden und verfügt unter anderem über einen Anhänger zur Dekontamination von Fahrzeugen.
Neben Technik und Organisation geht es in der Reportage um Nachwuchs, Gemeinschaft und Zukunftspläne. Für Klein Schmölen und Polz sollen Ersatzbeschaffungen angestoßen werden, ältere Feuerwehrhäuser sollen saniert werden. Zudem wird für die Feuerwehren im Amt Dömitz-Malliß an einem Hygienekonzept gearbeitet, bei dem die FF Dömitz eine wichtige Rolle übernehmen soll. Damit zeigt die 12-seitige Reportage nicht nur den aktuellen Stand der Stadtfeuerwehr, sondern auch, welche Aufgaben sie in den nächsten Jahren beschäftigen werden.
Mehr im aktuellen Heft: Alles, was es sonst noch zur Feuerwehr Dömitz Wichtiges zu wissen gibt – Einsatzspektrum, Fahrzeuge, Zusammenarbeit innerhalb der Stadt und über die Ortsgrenzen hinaus – erfahrt Ihr auf 12 Seiten in Matthias Köhlbrandts Reportage „Voller Einsatz – An Land und zu Wasser“ in der Feuerwehr-Magazin-Ausgabe 9/2026.