Hattersheim am Main (HE) – Mehr als 200 Einsatzkräfte haben am Mittwoch einen rund 15.000 Quadratmeter großen Wiesen- und Waldbrand zwischen dem Wasserwerk Hattersheim und den Weilbacher Kiesgruben, Main-Taunus-Kreis, bekämpft. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis gegen Mitternacht. Während der anschließenden Brandwache flammte unter anderem eine rund 40 Quadratmeter große Fläche erneut auf.
Mehrere Strahlrohre und Wasserwerfer kamen bei der Bekämpfung des rund 15.000 Quadratmeter großen Wiesen- und Waldbrandes in Hattersheim zum Einsatz. (Bild: Feuerwehren Hattersheim)
Die Feuerwehren waren am Mittwoch um 15:45 Uhr alarmiert worden. Zu Beginn brannten nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands Main-Taunus sowohl Wiesen- als auch Waldflächen. Wind begünstigte die Ausbreitung. Im Wald standen teilweise Bäume in Vollbrand, zudem erschwerte das dichte und unwegsame Gelände die Löscharbeiten.
Anzeige
Mehrere Wasserwerfer und Strahlrohre kamen bei der Brandbekämpfung am Boden zum Einsatz. Ein Polizeihubschrauber unterstützte die Kräfte mit einem Löschwasser-Außenlastbehälter und warf gezielt Wasser über dem Brandgebiet ab. Ein weiterer Polizeihubschrauber sowie zwei Drohnen dienten der Lageerkundung aus der Luft.
Nachdem die weitere Brandausbreitung gestoppt war, verlagerte sich der Schwerpunkt auf die Nachlöscharbeiten. Im Wald mussten die Einsatzkräfte zahlreiche Glutnester aufspüren und freilegen. Dafür nutzten sie neben Strahlrohren auch Kettensägen und Handwerkzeuge. Zu Beginn dieser Arbeiten unterstützte der Polizeihubschrauber erneut mit Wasserabwürfen.
Vier Sonderhefte mit 448 Seiten Praxiswissen für Vegetationsbrand, Hochwasser und Unwetter plus Fahrzeugtechnik für den Waldbrand. Nur 19,90 € statt 44,30 €, limitiert bis 30.08.2026.
Gegen 22:30 Uhr konnten die überörtlichen Kräfte nach und nach aus dem Einsatz herausgelöst werden. Die Feuerwehren der Stadt Hattersheim am Main setzten die Nachlöscharbeiten bis gegen Mitternacht fort. Anschließend blieb ein Löschfahrzeug als Brandwache an der Einsatzstelle. Vier Lichtanhänger leuchteten die weitläufige Fläche aus.
In der Nacht musste die Brandwache mehrere Brandnester ablöschen. Dazu gehörte auch eine erneut brennende Fläche von rund 40 Quadratmetern. Am Donnerstagmorgen kontrollierten die Einsatzkräfte das gesamte Brandgebiet nochmals mit einer Drohne und Wärmebildkamera. Dabei stellten sie nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbands keine weiteren auffälligen Wärmequellen oder Glutnester fest.
Einsatzkräfte arbeiten im dicht bewachsenen und unwegsamen Waldgebiet. Dort mussten zahlreiche Glutnester aufgespürt und abgelöscht werden. (Bild: Feuerwehren Hattersheim)
Anschließend bauten die Kräfte die Einsatzstelle zurück. Gegen 9:30 Uhr waren die letzten Aufräumarbeiten dort abgeschlossen. Für Donnerstagmittag war eine weitere Kontrolle der Brandfläche mit einem Löschfahrzeug und einer Drohne mit Wärmebildkamera vorgesehen.
Mit dem Ende der Arbeiten an der Brandstelle war der Einsatz für die Feuerwehren noch nicht vollständig abgeschlossen. In den Feuerwehrhäusern folgten Reinigungs-, Prüf- und Wartungsarbeiten an Fahrzeugen und Geräten. Insbesondere die große Zahl der bei der Brandbekämpfung verlegten Schläuche musste gereinigt und geprüft werden.
Der Blick aus der Luft zeigt Teile der vom Vegetationsbrand betroffenen Wiesen- und Waldfläche. (Bild: Feuerwehren Hattersheim)
Beteiligt waren die Feuerwehren Hattersheim, Okriftel und Eddersheim sowie Einsatzkräfte aus Bad Soden, Flörsheim, Hochheim, Kelkheim, Kriftel, Liederbach und Hofheim. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützte unter anderem bei der Versorgung der Kräfte. Insgesamt kamen zwei Polizeihubschrauber und zwei Drohnen zum Einsatz.