Seligenstadt (HE) – Bei einem Verkehrsunfall auf der A3 am Seligenstädter Dreieck, Kreis Offenbach, ist am Sonntag gegen 11 Uhr ein 81-jähriger Pkw-Fahrer reanimationspflichtig geworden. Weil zunächst unklar war, wo genau sich die Einsatzstelle befand und ob sie möglicherweise auf bayerischem Gebiet lag, wurden Feuerwehren aus Hessen und Bayern alarmiert. Insgesamt wurden drei Menschen verletzt.
Der Pkw kam auf dem Dach zum Liegen. Trümmer und Teile der Ladung verteilten sich über die Fahrbahn. (Bild: 5Vision.News)
Zunächst war die Feuerwehr Seligenstadt zu einem Verkehrsunfall im Bereich der A45 alarmiert worden. Dort konnten die Einsatzkräfte die gemeldete Unfallstelle jedoch nicht finden. Weil zu diesem Zeitpunkt auch eine Lage auf bayerischer Seite nicht ausgeschlossen werden konnte, wurden zusätzlich die Feuerwehren Stockstadt, Kleinostheim und Aschaffenburg alarmiert.
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Später stellte sich heraus, dass alle Kräfte zu demselben Unfall unterwegs waren. Dieser hatte sich auf der A3 in Fahrtrichtung Frankfurt am Main im Bereich des Seligenstädter Dreiecks auf hessischer Seite ereignet.
Am Unfallort fanden die Einsatzkräfte einen auf dem Dach liegenden VW Golf sowie einen beschädigten Wohnwagen vor. Bei dem Unfall waren der Pkw und das Wohnwagengespann zusammengestoßen. Der Pkw hatte sich überschlagen. Wie es zu der Kollision kam, war zunächst unklar. Die Polizei nahm Ermittlungen zum Hergang auf. Der 81 Jahre alte Fahrer war reanimationspflichtig. Seine Begleiterin wurde leicht verletzt.
Insgesamt erlitten drei Personen Verletzungen. Zwei von ihnen befanden sich im Pkw, eine weitere Person nach Angaben von Armin Lerch, Pressesprecher der Feuerwehr Stockstadt am Main, im Wohnwagen. Drei Rettungswagen sowie Notärzte aus Hessen und Bayern waren neben der Feuerwehr im Einsatz. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser gebracht.
Durch den Unfall wurde der Wohnwagen aufgerissen. Teile seiner Beladung verteilten sich über die Autobahn. Wegen des Trümmerfelds und der polizeilichen Spurensicherung musste die Richtungsfahrbahn zunächst vollständig gesperrt werden. Gegen 12:45 Uhr wurde die Sperrung teilweise aufgehoben. Nach Abschluss der polizeilichen Spurensicherung konnte nach Angaben der Feuerwehr in einem ersten Schritt der linke Fahrstreifen freigegeben werden, sodass der Stau abfließen konnte.
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Lerch verwies auf die besondere Situation rund um das stark befahrene Autobahndreieck. Dort treffen A45 und A3 aufeinander, zudem verläuft die Landesgrenze zwischen Hessen und Bayern durch den Bereich. Nach seinen Angaben können Anrufende die genaue Position eines Unfalls dort nicht immer eindeutig benennen. Die Feuerwehren auf beiden Seiten der Landesgrenze arbeiteten deshalb eng zusammen; im Zweifel würden zusätzliche Kräfte alarmiert, um eine Einsatzstelle schnell zu erreichen.
Auch Temperaturen von mehr als 30 Grad belasteten die Einsatzkräfte. Sobald die Lage es zuließ, legten Feuerwehrleute die schweren Jacken ab und trugen stattdessen Warnwesten. Außerdem führten die Feuerwehren Getränke auf ihren Fahrzeugen mit.
Der Gesamtschaden wurde auf rund 40.000 Euro geschätzt.