Winterberg (NW) – Die Freiwillige Feuerwehr Winterberg, Hochsauerlandkreis, verfügt nun über ein neues geländegängiges Mehrzweckfahrzeug (MZF). Zwei Wechselmodule sind für den Erstangriff bei Wald- und Vegetationsbränden sowie für Patientenrettungen in schwer zugänglichem Gelände vorgesehen. Rund 190.000 Euro investierte die Stadt in das Fahrgestell, den feuerwehrtechnischen Aufbau und die Module.
Das neue geländegängige Mehrzweckfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Winterberg lässt sich mit Modulen für Wald- und Vegetationsbrände sowie für die Patientenrettung ausstatten. (Bild: FF Winterberg)
Zum Waldbrandmodul gehört ein Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 400 Litern. Damit kann die Feuerwehr Entstehungsbrände auch in Bereichen bekämpfen, die größere Löschfahrzeuge nur schwer oder gar nicht erreichen.
Anzeige
Für die Rettung verletzter oder erkrankter Personen lässt sich das Allradfahrzeug mit einem zweiten Modul ausstatten. Es soll die Zusammenarbeit mit dem Rettungsdienst bei Einsätzen in unwegsamem Gelände unterstützen. Als mögliche Einsatzlagen nennt die Stadt unter anderem Notfälle mit Wanderern, Mountainbikern, Forstarbeitern und Wintersportlern.
Die Besatzung kann das Fahrzeug innerhalb kurzer Zeit für den jeweiligen Einsatzzweck umrüsten. Mit diesem modularen Konzept deckt das Mehrzweckfahrzeug zwei Aufgabenbereiche ab, für die im bisherigen Fuhrpark kein spezialisiertes Einsatzmittel vorhanden war.
Den Anstoß für die Beschaffung gab der Brandschutzbedarfsplan. Bei der Überprüfung des Fahrzeugbestands wurde eine Lücke bei der Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung sowie bei der Unterstützung des Rettungsdienstes in schwierigem Gelände festgestellt. Anschließend stimmten die politischen Gremien dem Kauf zu.
Vier Sonderhefte mit 448 Seiten Praxiswissen für Vegetationsbrand, Hochwasser und Unwetter plus Fahrzeugtechnik für den Waldbrand. Nur 19,90 € statt 44,30 €, limitiert bis 30.08.2026.
Nach der Ausschreibung erteilte die Stadt im Juni 2025 den Auftrag. Nun, gut ein Jahr später, wurde das Fahrzeug beim Hersteller abgeholt und steht der Feuerwehr für Einsätze zur Verfügung.
Bürgermeister Michael Beckmann erklärt, das Mehrzweckfahrzeug verbessere die Möglichkeiten der Feuerwehr sowohl bei Waldbränden als auch bei Rettungen im Gelände. Damit setze die Stadt eine Maßnahme aus dem Brandschutzbedarfsplan um.
Wehrleiter Martin Niggemann hebt besonders den Wasservorrat für den schnellen Erstangriff und die erweiterten Möglichkeiten bei Patientenrettungen hervor. Durch die beiden Module könne die Feuerwehr das Fahrzeug an unterschiedliche Einsatzlagen anpassen.