Dreitägige Sonderlage
Feuerwehr Bremen: Doppelte Stärke für Tag der Deutschen Einheit
Bremen – Für die Veranstaltungen zum Tag der Deutschen Einheit erhöhte die Feuerwehr Bremen ihre Einsatzbereitschaft am Wochenende über drei Tage deutlich. Die tägliche Stärke von rund 120 Kräften verdoppelte sich für die Sonderlage, während das Einsatzaufkommen insgesamt auf normalem Niveau blieb. An den drei Tagen rückte die Feuerwehr im Stadtgebiet insgesamt zu 190 Lösch- und Hilfeleistungseinsätzen aus.

Von Freitag, 2. Oktober, 7 Uhr, bis Sonntag, 4. Oktober, zirka 23 Uhr, verstärkten Feuerwehr und Rettungsdienst ihre Vorhaltung. Das Personal in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle sowie im Einsatzdienst der Berufsfeuerwehr wurde aufgestockt. Mehrere Einheiten der Freiwilligen Feuerwehren und Sondereinheiten für mögliche Gefahrguteinsätze hielten sich ständig bereit. Ein Koordinierungsstab arbeitete an allen drei Tagen durch.
Hinzu kamen Aufgaben in Logistik und Technik. Angehörige von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr übernahmen unter anderem die Verpflegung von Einsatzkräften, Fahrdienste sowie Aufgaben in der Kommunikationstechnik. An der Bremischen Bürgerschaft und am Osterdeich am östlichen Ende des Bürgerfestes richtete die Feuerwehr mobile Wachen ein. Die Nachbereitung beschäftigt insbesondere die Bereiche Technik und Logistik nach Angaben der Feuerwehr noch einige Tage.
Mehrzweckboot bei Reanimation ersteintreffend
Zu relevanten Feuerwehreinsätzen innerhalb der Veranstaltungsbereiche kam es nach Angaben der Feuerwehr nicht. Die zusätzliche Präsenz auf der Weser war dennoch von Vorteil: Nach Angaben der Feuerwehr zahlte sie sich zweimal aus. So trafen Einsatzkräfte am Samstagnachmittag mit dem Mehrzweckboot (MZB) als Erste bei einer Reanimation auf der Weserpromenade unterhalb der Tiefer ein.
Gleichzeitig musste die Feuerwehr mehrere weitere Einsatzlagen im Stadtgebiet bewältigen. Die dafür benötigten Kräfte beeinträchtigten nach Angaben der Feuerwehr die für die Sonderlage vorgesehenen Einheiten nicht.
Dazu gehörte am Samstag ein mehrstündiger Brand in einem Entsorgungsbetrieb im Bereich Industriehäfen. Kurz nach 10:30 Uhr brannte auf dem Außengelände ein großer Haufen Grünabfälle. Nach dem Aufbau einer stabilen Wasserversorgung musste das Material mit einem Radlader auseinandergezogen und auf einer Nebenfläche gezielt abgelöscht werden.
Die Werkfeuerwehr Arcelor unterstützte zunächst mit einem Radlader, später stand weiteres Räumgerät zur Verfügung. Wegen der mehrstündigen Löscharbeiten wurden Einsatzkräfte zwischenzeitlich ausgetauscht. Immer wieder fanden die Trupps Glutnester. Gegen 18:15 Uhr meldete der Einsatzleiter „Feuer aus“. Neben der Feuer- und Rettungswache 5 waren die Freiwilligen Feuerwehren Bremen-Lehesterdeich, Bremen-Burgdamm und Bremen-Grambkermoor sowie Komponenten für Einsatzverpflegung und Einsatzhygiene beteiligt.
27 Rettungsdiensteinsätze mit Bezug zur Sonderlage
Auch der stadtbremische Rettungsdienst arbeitete während der drei Tage mit dem Koordinierungsstab der Feuerwehr zusammen. Insgesamt verzeichneten die Beteiligten 27 direkte Rettungsdiensteinsätze mit Bezug zur Sonderlage Tag der Deutschen Einheit. Im selben Zeitraum waren es im gesamten Stadtgebiet rund 775 Rettungsdiensteinsätze.
Projektleiter Oliver Iden bewertete insbesondere die Abstimmung mit Polizei und Veranstaltungsleitung positiv. Die Vorplanungen und die erhöhte Vorhaltung von Einsatzkräften hätten sich aus seiner Sicht bewährt. Zudem habe die Feuerwehr Erkenntnisse für künftige Großveranstaltungen und Sonderlagen in Bremen gewonnen.
Auch Feuerwehr und Jugendfeuerwehr waren auf der Blaulichtmeile vertreten und erhielten dort sehr gutes Feedback für ihre Beteiligung, wie die Feuerwehr mitteilt.
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