Die Satire-Zeitschrift „Der Postillon“ titelt Anfang Juli: „Berliner Feuerwehr verabschiedet sich in die Sommerpause“. Was für das politische Berlin und sicherlich auch für einzelne Feuerwehrangehörige und Rettungskräfte gelten mag, ist für das System Feuerwehr schlicht undenkbar. Dennoch regt der spöttische Artikel zum Nachdenken an.
(Bild: Kleinheinz)
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In einer „feuerwehrfreien Zeit“ würde vieles, was selbstverständlich erscheint, nicht funktionieren. Stellt Euch nur einen einzigen Tag ohne Feuerwehr vor: Brände könnten ungehindert wüten, Verkehrsunfälle blieben ohne technische Rettung, Menschen in Notlagen ohne Hilfe. Weder Feuerwehr noch Rettungsdienst oder Katastrophenschutz kennen eine Pause. Das zeigt sich auch in der neuen Ausgabe des Feuerwehr-Magazins eindrücklich.
Bevor wir uns der Gegenwart zuwenden, werfen wir in unserem großen Interschutz Special einen Blick zurück: Wir zeigen Bilder unseres Cover-Shootings mit 127 Teilnehmenden. Das Cover der neuen Ausgabe ziert Birthe B., die von Euch zur Gewinnerin gewählt wurde. Außerdem präsentieren wir die spannendsten Innovationen der Messe – von Blaulichtkonzepten über Wärmebildkameras bis zu digitalen Atemschutzsystemen.
Darüber hinaus vertiefen wir ein Thema, das viele bewegt, aber selten angesprochen wird: Machtmissbrauch in der Feuerwehr. Im Interview erklärt Autor Florian Funkenkind, wie destruktive Persönlichkeiten Kameradschaft untergraben können und was jede und jeder Einzelne dagegen tun kann. Anschließend geht es um die spannendsten Fahrzeugneuheiten der Messe, vom Großtanklöschfahrzeug für den Mont-Blanc-Tunnel bis zu geländegängigen Lösungen zur Vegetationsbrandbekämpfung.
Ganz praktisch wird es mit der neuen HLF-Generation der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main: Sie hat kompaktere Fahrzeuge entwickelt, die trotz kürzerer Abmessungen mehr Löschwasser und mehr Platz für die Mannschaft bieten.
Wie moderne Berufsfeuerwehren aufgestellt sind, lest Ihr in unserer Reportage über die Feuerwehr Mönchengladbach. Mit mehr als 800 Einsatzkräften und einem ausgeklügelten „Pit-Stop-Verfahren“ bei Reanimationen gehört sie bundesweit zu den Vorreitern in der Notfallrettung. Unsere Reportage über die Gemeindefeuerwehr Hörselberg-Hainich in Thüringen belegt, wie viel Hingabe im Ehrenamt steckt. In einer dünn besiedelten Flächengemeinde sorgen 215 Aktive dafür, dass niemand auf Hilfe verzichten muss.
Wie ernst es werden kann, wenn ein Feuer ungebremst um sich greift, zeigt schließlich unser Einsatzbericht aus Lörrach. In der Nacht von Heiligabend auf den ersten Weihnachtsfeiertag brannten dort zwei historische Koechlin-Häuser vollständig aus, vier weitere wurden beschädigt. Ein Einsatz, der zeigt, dass Einsatzkräfte keine Feiertage kennen, wenn es darauf ankommt.
Egal ob Sommerferien, Weihnachtszeit oder andere besondere Anlässe: Für das System Feuerwehr spielen diese Tage nur eine untergeordnete Rolle – zum Glück für uns alle.
+++Interschutz-Rückblick+++Champions League der Lebensretter: Feuerwehr Mönchengladbach+++Neue HLF-Generation in Frankfurt am Main+++Gemeindefeuerwehr Hörselberg-Hainich+++Feuer in historischer Innenstadt von Lörrach+++