Suche unter Atemschutz und Seilsicherung

Höhenretter durchsuchen ehemaligen Luftschutzbunker nach Personen

Essen (NW) – Im Stadtteil Holsterhausen hat die Feuerwehr Essen am Sonntagnachmittag einen ehemaligen Luftschutzbunker nach möglichen Personen durchsucht. Der Zugang lag in einem rund zehn Meter tiefen Schacht an einem Radweg an der Holsterhauser Straße. Drei Einsatzkräfte der Höhenrettungsgruppe stiegen unter Atemschutz und gesichert mit Seilen in die Anlage ein. Personen fanden sie dort nicht.

Ein Höhenretter der Feuerwehr Essen beim Einstieg in den ehemaligen Luftschutzbunker. Die Einsatzkräfte schützten sich mit Atemschutzgeräten vor gefährlichen Gasen. (Bild: Feuerwehr Essen)

Passanten hatten den offenen Schacht entdeckt und die Feuerwehr alarmiert. Als die Besatzung eines Kleineinsatzfahrzeugs eintraf, lag ein rund 800 Kilogramm schwerer Betonblock neben der Öffnung. Zuvor hatte der Block den Metalldeckel abgedeckt, der zum Verschließen des Zugangs vorgesehen war.

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Die Passanten berichteten davon, dass Unbefugte die Anlage bereits in der Vergangenheit betreten hätten. Videoaufnahmen lieferten ebenfalls Hinweise auf frühere Aufenthalte von Personen im Bunker. Weil sich nicht ausschließen ließ, dass sich noch jemand in der unterirdischen Anlage befand, forderte die Feuerwehr weitere Kräfte nach.

Für die Erkundung setzte die Höhenrettungsgruppe ein spezielles Leinensuchsystem ein. Drei Einsatzkräfte wurden unter Atemschutz und mit Seilen gesichert in den Schacht abgelassen. Die baulichen Verhältnisse und teilweise kniehoch stehendes Wasser erschwerten die Erkundung. Messungen ergaben zudem erhöhte Kohlendioxidwerte.

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Nach Abschluss der Suche verschlossen die Einsatzkräfte den Zugang wieder. Dafür nutzten sie den Kran eines Rüstwagens.

25 Einsatzkräfte waren etwa drei Stunden vor Ort. Beteiligt waren Kräfte der Feuerwachen Mitte und Rüttenscheid, die Höhenrettungsgruppe, der Hilfeleistungszug, der Führungsdienst sowie der Rettungsdienst der Stadt Essen.

Die Feuerwehr Essen warnt ausdrücklich vor dem Betreten stillgelegter Bunkeranlagen und ungesicherter Schächte. Neben möglichen Einstürzen durch beschädigte oder marode Bauteile bestehe insbesondere Absturzgefahr an offenen Schächten und Bodenöffnungen. In schlecht belüfteten unterirdischen Anlagen könnten sich zudem gefährliche Gase ansammeln.

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