Wohnhaus-Explosion: Verletzte und Vermisste

Northeim (NI) – Bei einer heftigen Explosion in einem Mehrfamilienhaus in Northeim sind am Montagnachmittag drei Personen teilweise schwer verletzt worden. Eine 67 Jahre alte Bewohnerin der Dachgeschosswohnung wird nach wie vor vermisst. “Zum Umstand ob sie sich im Gebäude oder woanders aufgehalten hat, können wir derzeit keine Aussage machen”, äußerte eine Polizeisprecherin am Dienstagmorgen gegenüber dem Feuerwehr-Magazin.

Die Explosion ereignete sich in der Erdgeschosswohnung einer Doppelhaushälfte. Unmittelbar danach stand das Erdgeschoss in Flammen, wenig später das erste Obergeschoss und der Dachstuhl. Nachbarn halfen beherzt und retteten über eine Leiter eine 62 Jahre alte Frau und einen 51-jährigen Mann aus der ersten Etage des Hauses. Ebenso gelang es den Nachbarn, einen 50 Jahre alten Mann aus der Erdgeschosswohnung zu retten. Die Schwere seiner Verletzungen machte es erforderlich, den 50-Jährigen sofort  mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik nach Hannover zu fliegen.

Nach der Explosion in Northeim löscht die Feuerwehr mit Schaum. Foto: Stefan Rampfel
Nach der Explosion in Northeim löscht die Feuerwehr mit Schaum. Foto: Stefan Rampfel

Beim Eintreffen der Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei stand das Haus nahezu in Vollbrand. Rund 120 Feuerwehrkräfte aus Northeim und den umliegenden Ortschaften begannen mit den Löscharbeiten, die sich über mehrere Stunden hinzogen. Ein Übergreifen der Flammen auf die links und rechts angrenzenden Gebäude konnte unter anderem durch den Einsatz von drei Drehleitern verhindert werden.

Durch den gewaltigen Druck der Explosion sind die Zwischendecken und die Außenmauern einsturzgefährdet. Ein Betreten der Wohnungen ist den Einsatzkräften bislang nicht möglich gewesen. Es besteht daher noch Ungewissheit über den Verbleib einer 67 Jahre alten Frau, die im Dachgeschoss betroffenen Doppelhaushälfte wohnt. Am Dienstagvormittag soll bei einer Besprechung der Einsatzkräfte geklärt werden, ob ein Betreten des Gebäudes im Tagesverlauf möglich wird, so die Polizei.

Bis in die späte Nacht hinein war das Haus durch Spezialkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) abgestützt worden. Ein Spezialtrupp des THW aus Remscheid kontrolliert permanent mit Lasern, ob sich das Gebäude bewegt. Exakte Hinweise zur Ursache der Explosion liegen derzeit noch nicht vor. Nach Auskunft der Feuerwehr soll die Ursache beim Wechsel einer Propangasflasche liegen.

Insgesamt entstand bei der Explosion und dem Folgebrand ein Schaden von rund 600.000 Euro.

Ein Kommentar zu “Wohnhaus-Explosion: Verletzte und Vermisste”
  1. Die vermisste 67-Jährige ist am Dienstagvormittag tot in dem Gebäude aufgefunden worden. Die Polizei hat dies entsprechend bestätigt.

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