Voller Körpereinsatz für Rettungshubschrauber

Stuttgart – Um einem Rettungshubschrauber einen sicheren Start zu ermöglichen, haben zwei Feuerwehrleute in Stuttgart am Montag vollen Einsatz gezeigt. Mit ihren eigenen Körpern sicherten sie eine Kunststoffplane, damit diese nicht vom Rotor der startenden Maschine aufgewirbelt werden konnte. Der Hubschrauber war nach einem schweren Verbrennungsunfall auf einem Sportplatz gelandet.

Auf dem Gelände einer Baustelle in Stuttgart-Nord hatte sich eine Verpuffung mit Folgebrand ereignet, zwei Arbeiter erlitten dabei schwere Verletzungen. Die Polizei konnte eine Lebensgefahr für die Verunglückten nicht ausschließen. Die beiden Männer hatten in einem Lichtschacht Klebearbeiten zur Isolierung von Fenstern durchgeführt. Dabei kam es nach Polizeiangaben aus bislang unbekannter Ursache zu der Stichflammenbildung.

Neben zwei Löschzügen und diversen Sonderfahrzeugen von Berufs- und freiwilliger Feuerwehr kamen unter anderem auch zwei Rettungshubschrauber zum Einsatz, um die beiden Patienten nach einer Erstversorgung und Stabilisierung in eine Münchner Spezialklinik zu fliegen. Beim Start einer der Maschinen begann sich die Abdeckfolie in dem heftigen Luftsog zu bewegen. Der Pilot wurde auf das Geschehen aufmerksam, kontrollierte sicherheitshalber das Umfeld und entschied sich letztlich für den Start. Zwei Feuerwehrleute übernahmen kurzerhand mit heruntergeklapptem Visier in einer aufgewirbelten Sandwolke die Sicherung der Plane, um jedes Risiko auszuschließen.

Start eines Rettungshubschraubers in Stuttgart: zwei Feuerwehrleute sichern vorsorglich eine Abdeckplane, damit diese nicht aufgewirbelt wird. Foto: 7aktuell.de/Eyb
19 Kommentare zu “Voller Körpereinsatz für Rettungshubschrauber”
  1. Marc Laemmerhirt

    Das hätte ich genauso gemacht, weil die Plane immer noch beim wegtragen außer Kontrolle geraten könnte. Wer schon mal bei einer Hubschrauber Landung bzw einem Start dabei war, weiß was da für Kräfte und Winde wirken.

  2. bitte im Bericht vermerken: UNTER EINSATZ IHRES LEBENS

  3. Christian Biringer

    Mir fällt es ehrlich gesagt schwer zu verstehen worin jetzt die Meisterleistung besteht über die berichtet werden musste. Es wirkt ja fast, als sei das was passiert ist nicht ausreichend für eine Meldung.

  4. Wahrscheinlich war die Plane so schnwer das ein Wegschaffen durch Menpower nicht möglich war.

  5. Downwash ist nicht sofort weg. Also eine Sofortmaßnahme, die das Hochfliegen verhindert hat. Alles andere sind wilde Spekulationen. Eigentlich aber mangelhafte Sorgfalt vor dem Start!

  6. Die Feuerwehr ist schließlich u.a. auch für das unterstützen anderer Hilfsorg’s da, also finde ich das OK.

    @ Christian Biringer:
    Warum nicht auch mal den kleineren “Heldentaten” einen Bericht widmen ??

  7. Müller Peter

    mann,was für eine diskussion1 war doch ok so.schnell,ohne großen aufwand-wirksam. feuerwehr halt!!

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