Unwetter führt zu Katastrophenalarm

Osnabrück/Stadthagen – In Teilen Nordrhein-Westfalens und Niedersachsens ist es am Donnerstag und Freitag durch Regenfälle zu massiven Überflutungen gekommen. Am stärksten betroffen von den Starkregenfällen und Sturm waren die Regierungsbezirke Münster und Detmold sowie die Region Osnabrück und Hannover.

Allein bei den rund 4.000 witterungsbedingten Einsätzen in dem Regierungsbezirken Münster und Detmold handelte es sich fast ausschließlich um Schäden durch lang anhaltende Regenfälle wie überflutete Keller und übergelaufene Regenrückhaltebecken. In Ahaus und Steinfurt fielen die Kläranlagen aus. Hier sowie im niedersächsischen Landkreis Osnabrück wurde Katastrophenalarm ausgelöst. In Bad Salzuflen entstanden zusätzlich Sturmschäden, möglicherweise verursacht durch einen Tornado, wie abgedeckte Dächer und entwurzelte Bäume. Große Verkehrsbehinderungen gab es im ganzen Einsatzgebiet durch Sperrung überfluteter Fahrbahnen und Bahnstrecken. Besonderes Augenmerk wird derzeit auf möglicherweise noch ansteigende Flusspegel gelegt.

Die Krisenstäbe der Bezirksregierungen Münster und Detmold sowie die Einsatzleitungen der Kreise Steinfurt und Borken koordinieren die Arbeit der Rettungskräfte. Im Einsatz sind seit gestern inzwischen mehr als 4.200 Einsatzkräfte der freiwilligen Feuerwehr sowie zahlreiche Hilfsorganisationen, wie etwa das Technische Hilfswerk und technische Einheiten der Polizei. Zur Unterstützung der örtlichen Einsatzkräfte wurden aus dem ganzen Land Einheiten der überörtlichen Hilfe mobilisiert.

In Osnabrück stieg der Pegel des Flusses Haste auf zweieinhalb Meter über dem normalen Stand – dies sei der höchste jemals gemessene Stand, hieß es. Auch hier waren Kräfte von Feuerwehr und THW gefordert, um Sandsäcke auszubringen.  Auch der Ort Stadthagen (bei Hannover) ist großflächig überflutet.

Hochwasser nach Starkregen: Feuerwehr und THW im gemeinsamen Einsatz nach dem Unwetter durch das Tief "Cathleen". Foto: THW
Hochwasser nach Starkregen: Feuerwehr und THW im gemeinsamen Einsatz nach dem Unwetter durch das Tief "Cathleen". Foto: THW

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: