Unfallzeugen wollten nicht helfen

Talkau (SH) – Auf der A 24 kam es am Freitagmorgen nach einem schweren Lkw-Unfall in Höhe Fuhlenhagen zu erheblichen Behinderungen. Der 51-jähriger Lkw-Fahrer kam mit leichten Verletzungen davon. Bitter: Augenzeugen ließen sich von dem Unfall nicht beeindrucken und setzten ihre Fahrt einfach fort.

Der Unfall ereignete sich gegen 3.58 Uhr als der Lkw-Fahrer kurz hinter der Anschlussstelle Talkau aus bislang ungeklärter Ursache von rechten Fahrstreifen auf die Bankette an der Mittelschutzplanke geriet. “Von dort aus lenkte der 51-jährige ruckartig zurück auf den rechten Fahrstreifen, wobei sich sein nur mit leeren Container beladener Brückenzug aufschaukelte und auf die rechts Seite stürzte”, berichtet ein Polizeibeamter vor Ort. Das Gespann walzte einige Meter Leitplanke sowie eine Notrufsäule nieder, bis es dann nach etwa 50 Metern auf dem rechten Fahrstreifen zum liegen kam. Weil der Fahrer ersten Meldungen zufolge eingeklemmt sein sollte, alarmierte die Leitstelle neben dem Möllner Notarzt und einer Rettungswagenbesatzung aus Lanken auch die freiwilligen Feuerwehren aus Talkau und Elmenhorst.

“Als wir am Einsatzort eingetroffen waren, hebelte ich mittels einer Brechstange die Windschutzscheibe heraus und konnte so den Fahrer aus seiner Kabine befreien”, berichtete ein Polizeibeamter. Laut Aussagen von Zeugen haben die beiden Fahrzugführer die genau hinter dem Lkw gefahren sind und den Unfall somit unmittelbar gesehen haben müssen nicht angehalten und fuhren einfach weiter. “Als ich als dritter Autofahrer anhielt, rollten noch einige abgerissene Fahrzeugteile über die Fahrbahn aber von den beiden anderen waren nur noch die Rückleuchten zu sehen”, sagte ein Ersthelfer. Nachdem die weiteren Einsatzkräfte eingetroffen waren, wurde zunächst der verletzte Fahrer versorgt und zeitgleich auslaufende Betriebsstoffe abgestreut. „Zudem sicherten wir die Einsatzstelle ab und säuberten zum Schluss die Fahrbahn“, erklärte Talkaus stellvertretender Wehrführer Gordon Diekow.

Den Gesamtsachschaden schätzt die Polizei auf zirka 80.000 Euro. Aufgrund der Vollsperrung der A 24 in Fahrtrichtung Hamburg, entstand trotz Ableitung des Verkehrs an der Abfahrt Talkau ein zwölf Kilometer langer Rückstau im morgendlichen Berufsverkehr.

Lkw-Unfall auf der A 24. Foto: Christian Nimtz
Lkw-Unfall auf der A 24. Foto: Christian Nimtz
3 Kommentare zu “Unfallzeugen wollten nicht helfen”
  1. Feuerwehrfreak

    Ich finde das erschrecken, das die weitergefahren sind.Gut, hier hatte der Fahrer noch Glück, und war nicht lebensgefährlich verletzt, aber wäre der Fahrer durch denn Unfall Lebensgefährlich verletzt gewesen, hätten die Fahrer, die weitergefahren sind im das Leben retten können.
    Aber ich finde das unverantwortlich, nciht zu helfen, und wegzusehen.

  2. rolli1122

    Typisch sowas bin selbst LKW Fahrer und seid über 15 Jahren Freiwilliger Feuerwehrmann,helfe immer wenn nötig da bekommt man echt Angst wie das Denken mancher Leute in Deutschland geworden ist.Sowas sollte viel Härter Bestraft werden und Führerschein weg.

  3. da kan man mal sehen was für assis es noch gibt die sich für sowas zu fein sind .Aber wen die mal selber hilfe brauchen den schreien sie am lautesten nach hilfe. hauptsache dumm schauen und nichts machen nur assis .

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