Unfall in Wuppertal: Seniorin erfasst Kinder

Wuppertal (NW) – Montagnachmittag kam es in Wuppertal zu einem tragischen Verkehrsunfall. Zwölf Personen erlitten zum Teil schwere Verletzungen, weil eine Seniorin die Kontrolle über ihren Pkw verloren hatte. Die 80-Jährige erfasste einige Passanten, darunter auch Kinder. Ein Junge wurde lebensgefährlich verletzt.

Die Wuppertalerin war vom Fahrbahnrand angefahren und geriet wenige Meter später mit ihrem Pkw auf den Gehweg. Sie prallte mit dem Fahrzeug gegen die Wand einer Apotheke. Anschließend fuhr sie etwa 30 Meter über den Gehweg. Dabei erfasste sie mehrere Passanten – unter ihnen auch vier Kinder.

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Großeinsatz in Wuppertal nach Unfall mit elf verletzten Personen. Foto: Peter Fichte

Das Fahrzeug stieß im weiteren Verlauf gegen den VW Golf einer 67-Jährigen, die sich mit ihrem Pkw an einer Einmündung befand. Bei dem Unfall wurden insgesamt elf Personen verletzt. Ein Sechsjähriger zog sich lebensbedrohliche Verletzungen zu. Er musste unter notärztlicher Versorgung mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht werden. Zwei weitere Jungen (sechs und acht Jahre), sowie eine 33-jährige Passantin erlitten ebenfalls schwere Verletzungen. Drei Passanten (ein siebenjähriger Junge, eine 30-jährige Frau und ein 31 Jahre alter Mann) wurden leicht verletzt.

Die 80-Jährige und ihr 86 Jahre alter Beifahrer mussten mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus transportiert werden, ebenso die Golf-Fahrerin und ihre 28 Jahre alte Beifahrerin. Sie zogen sich leichte Verletzungen und mussten wegen erlittener Schocks behandelt werden. Die Mutter des achtjährigen Kindes wurde ebenfalls zum Krankenhaus transportiert und dort betreut.

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften der Polizei und Feuerwehr befanden sich am Unfallort. Notfallseelsorger betreuten Angehörige der Unfallopfer, Zeugen und Einsatzkräfte. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 15.000 Euro. Die Ermittlungen des zuständigen Verkehrskommissariats zum genauen Unfallhergang dauern an.

24 Kommentare zu “Unfall in Wuppertal: Seniorin erfasst Kinder”
  1. Unmöglich das alte Menschen noch Auto fahren dürfen! Ich bin für einen Fähigkeitstest ab einem bestimmten alter. Wer durchfällt muss den Führerschein abgeben..

  2. Autos müsen alle zwei Jahre zum Tüv, Feuerwehrleute alle drei Jahre zur G26.3, Piloten und Taucher zu Tauglichkeitstests … nur Autofahrer nicht! Und solange das so ist, werden weiter solche schlimmen Unfälle passieren!

    Ab einem gewissen alter nimmt einfach die Hörfähigkeit und Sehkraft ab, die Reaktionen wedden langsamer etc. Wer dann noch fahren will/muss, der muss diese Fähigkeiten halt nachweisen können!

  3. war heut morgen geschockt als ich das gehört habe. der kleine junge musste ins krankenhaus geflogen werden. bei den älteren menschen sollte ein test gemacht werden ob sie überhaupt noch fahren dürfen. sowas darf nicht passieren. 🙁

  4. Wann kommt endlich die Fahrtauglichkeitsprüfung für alte Leute. Immer wieder passieren schwere Unfälle mit alten Menschen weil sie im heutigen Straßenverkehr überfordert sind. Ich würde sogar soweit gehen das alle zischen 18 und 55 alle 3 Jahre und alle ab 55 sich jedes Jahr untersuchen lassen. Man kann so nicht nur die Straßen sicherer machen sondern sich selber auch untersuchen lassen und so Krankheiten früher erkennen. Also ein zusätzlicher Pluspunkt.

  5. Stefan Schulz

    Einfach nur ein witz! jahr für jahr passiert immer wieder das gleiche, einfach in kreuzungen einfahren und dadurch mottoradfahrer köpfen oder kindergruppen über den haufen fahren … und was passiert? wenn überhaupt wird das nebenbei mal wieder kurz erwähnt bei den herren die die politik machen .. was ist so schwer daran eine ärztliche untersuchung für die fahrtauglichkeit ab dem renteneintritt einzuführen??? …

  6. Ich stimme zu das alle ü70 eine untersuchung durch führen lassen das sowas nicht mehr passieren kann. Das sollte vom Staat gefördert werden statt das ganze geld den griechen oder sonst wem in den arsch zuschieben. Sorry dad ich kurz in die Politik abgerutscht bin.

  7. Jetzt global die älteren Mitmenschen zu verurteilen, ist mal wieder so typisches Mob-Gedankengut (gelinde ausgedrückt). Ähnliche Unfälle werden auch von weitaus jüngeren Verkehrsteilnehmern verursacht! Es spricht sicher nichts gegen eine wiederkehrende Fahrtauglichkeits-Überprüfung, paralell dazu muß aber auch für die Erhaltung der Mobilität & Versorgung dieser Menschen gesorgt werden. Nicht alle haben Angehörige, Bekannte o.ä. zur Hand, falls sie selbst nicht mehr können.
    Trotzdem, von hier aus: Allen Verletzten eine gute Genesung!

  8. Es ist gerade für ältere Menschen ein ganz typisches Bild, dass Sie es nicht mehr schaffen, eine Situation, in die sie geraten sind, zu erkennen und folgerichtig zu handeln.
    Man bedenke, dass sie gegen eine Wand gefahren ist. Der voll fahrtüchtige Verkehrsteilnehmer stoppt danach sein Fahrzeug und ärgert sich über den Fehler. Diese Dame scheint das nicht realisiert zu haben und fährt vermutlich völlig panisch nach dem Anprall noch 30 Meter über den Gehweg und macht dort die Fußgänger nieder.
    Tests ab einem gewissen Alter und dann alle fünf Jahre, sei es ab 65 oder 70, erscheinen mir als sinnig und machbar. Vor allem für die Betroffenen erscheint es mir auch als zumutbar (!). Dann stellt sich heraus, ob die Brille noch die richtige Stärke hat, das Hörgerät noch in Ordnung ist oder schlichtweg die Reaktionskraft noch ausreicht.

  9. Auch ich bin für eine Fahrtauglichkeitsuntersuchung ab 70. Jedoch sollte wie schon erwähnt die Mobilität, gerade auf dem Land, nicht außer Acht gelassen werden. Nicht jeder hat ne Busverbindung vor der Haustüre oder den nächsten Supermarkt um die Ecke.
    Wobei man aber auch wieder sagen muß das auf dem “Land” etwaige Unfälle kaum stattfinden. Da fährt halt die Omi mal gemütlich in den Graben…..
    😉
    Dennoch gute Besserung an alle Betroffenen…

  10. Wieviel junge Fahrer verursachen schwere Unfälle? Darunder auch Tötliche. Auf jeden Fall mehr als die alten Fahrer bzw Fahrerinnen.

  11. Peter Lamaack

    Bei den meisten Kommentaren hier frage ich mich, ob die Schreiberlinge das Motto der Feuerwehren wirklich verinnerlicht haben oder nur deshalb “Feuerwehr machen”, weil sie ansonsten nicht abspritzen können und sich das Eiweiss im Hirnkasten verklumpt hat.

    Alle Statistiken belegen eindeutig, daß gerade Fahranfänger eine sehr hohe Summe an Fehlern bzw. Unfällen haben, weil sie an Selbstüberschätzung leiden und die “Fahrkunst” noch nicht ausgereift ist. Der Suff bzw. andere Drogen spielen auch eine Rolle.
    D.h. beide Altersgruppen haben unterschiedliche Unfallursachen.

    Eine regelmässige medizinische Überprüfung der Fahrtüchtigkeit wäre sicherlich eine gute Idee – die Fahrzeugtechnik wird ja alle drei bis zwei Jahre auch gecheckt.
    Aber dann für alle Altersgruppen; ab dem 17. LJ aufwärts.

  12. Natürlich ist das was in Wuppertal passiert ist, gerade wegen der beteiligten Kinder (bin selber Vater) furchtbar! Aber jetzt schießt Euch mal nicht alle auf die “Alten” ein!!!…Ich glaube, daß das statistisch mit Sicherheit kein Problem der “Alten” ist… Wieviele Fahranfänger, 25jährige Diskogänger, alkoholisierte Mittdreißiger, vierzigjährige Infarktopfer, schlafende fünfzigjährige Busfahrer oder andere Alters- und Personengruppen verursachen Unfälle, die noch schlimmere Folgen hatten bzw. haben. Wenn man das konsequent weiterdenkt, hat bald gar keiner mehr nen Führerschein oder wir gehen bitteschön ALLE nach 5 Jahren unsere Fahrtauglichkeit beweisen!

  13. Florian K

    Tests, Tests und Tests… was sollen die ganzen Tests? Kürzlich hat sich eine Mitte 60 jährige ähnliches erlaubt und ist in eine Metzgerei gefahren. Sie würde durch eine Altersbeschränkung nicht erfasst werden. Wenn schon, dann für alle Verkehrsteilnehmer in regelmäßigen Abständen analog den Berufskraftfahrern.

    Ich bin dafür, dass man auf die Bremse steigt wenn der Wagen sich in Richtung Gehsteig macht. Und erst recht dann, wenn der Wagen schon in eine Hauswand eingeschlagen hat. Und wer das nicht kann oder sich nicht traut oder in der Situation überfordert ist, geht zu Fuß! Ich fass es nicht!

    Derart gravierende Fahrfehler sind schlicht eine vollkommende Überforderung der Personen am Steuer. Die Strafe muss sehr deutlich ausfallen und ein klares Zeichen setzen. Diese Menschen sind eine Gefahr für sich und was viel schlimmer ist, für uns alle.

  14. Detlef gronemeier

    Lkwfahrer müssen mit 50 zum Test warum dürfen 70,80 oder sogar 90 jährige Pkw fahren ohne überprüfung.Wo ist da die Gerechtigkeit ? Junge leute haben ihre auflagen,was ich richtig finde aber die alten dürfen sich im Straßenverkehr tummeln egal ob sie noch körperlich dazu in der lage sind.Aber haben wir erst wieder einen Toten dann ist das Geschrei wieder groß.Andere Länder haben die Überprüfungen eingeführt und haben damit keine Probleme.Warum wir ? Der Todmannspiegel für LKW wurde in vielen Ländern direkt eingeführt nur wir deutschen brauchten wieder mal jahrelange Tests und einige Tote.Aber das ist typisch Deutsch viel Testen,viel reden aber nichts unternehmen.

  15. Ich finde, über die Einführung oder Nichteinführung von Test lässt sich streiten. Aber ganz ehrlich: wieso machen wir uns nicht Gedanken um uns selbst? Ich bin Wuppertaler und kenne einige Kinder in dem Alter die in dem Stadtteil leben. Auch wenn so weit ich weiß niemand den ich kannte verletzt wurde, ist mir eins mal wieder deutlich geworden: dass das Leben immer an einem seidenen Faden hängt. Es passiert mir jetzt öfter dass ich mir beim Straße überqueren denke: “hoffentlich passiert jetzt nichts”. Ich finde ALLE Verkehrsteilnehmer sollten ihr handeln mehr überdenken. Zum Beispiel wird sich oft über Fahrradfahrer aufgeregt weil sie z.B. nicht so schnell fahren (können) und es keine Möglichkeit zum überholen gibt. Ich könnte noch weitere Beispiele bringen. Also: wenn wir ALLE vorsichtiger sind passieren auch weniger Unfälle!

    Einige schreiben von “hohen Strafen”. Ich glaube dass diese Frau ihr restliches Leben lang ein schlechtes Gewissen haben wird. Das ist das Schlimmste. Ob sie ihren Führerschein entzogen und vielleicht eine Geldstrafe bekommt, ist nicht wichtig. Sie wird sich immer Vorwürfe machen, dass sie Kinder lebensgefährlich verletzt hat. Das ist Strafe genug.

  16. Jörg Hedtmann

    Ich brauche keine Führerschein, ich wohne mitten in Berlin, und irgendeine U-Bahn, S-Bahn Bus oder Fähre fährt immer. In Wuppertal fährt aber selbst am Wochenende sogar die Schwebebahn ab 2300h nicht mehr. Kein Führerschein in Wuppertal? Nein danke…

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