TUIS präsentiert sich auf der Interschutz

Frankfurt/Leipzig – Zum vierten Mal präsentiert sich das Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS) der deutschen chemischen Industrie auf der Interschutz. Die Chemie-Werkfeuerwehren wollen den Fachbesuchern vom 7. bis 12. Juni 2010 in Leipzig zeigen, dass mit speziellen Geräten, entsprechender Erfahrung und Know-how die Folgen eines Transportunfalles mit Chemikalien schnell und sicher in den Griff zu bekommen sind.

TUIS auf der Interschutz in Augsburg vor zehn Jahren. Foto: Daniel/VCIDer neu gestaltete Ausstellungsstand mit rund 280 Quadratmetern ist durch eine TUIS-Lichtsäule weithin in der Halle 5, Stand A20, sichtbar. Chemie-Werkfeuerwehrleute aus dem gesamten Bundesgebiet wollen in Fachgesprächen Rede und Antwort stehen. Neben aktuellen Informationen zu TUIS zeigt die Chemie eine Auswahl ihrer Spezialgeräte – zum Beispiel einen Wasserwerfer der BASF-Werkfeuerwehr, Ludwigshafen, den die chemische Industrie künftig für den Einsatz bei Tanklagerbränden bereitstellt. Die Leistung des Wasserwerfers beträgt rund 22.500 Liter Wasser oder Wasser/Schaummittelgemisch pro Minute. Mit Hilfe einer elektrohydraulischen Funkfernsteuerung kann das Löschmittel 120 Meter weit getragen werden. Der Wasserwerfer ist auf einem hydraulischen Wechselbrückensystem montiert und kann mit Hilfe eines Trägerfahrzeuges der BASF-Werkfeuerwehr an die Einsatzstelle gefahren werden. Zusätzlich zum Wasserwerfer sind auf der Wechselbrücke auch 1500 Meter, in Buchten gelegte, Schläuche mit einem Durchmesser von 150 Millimeter gelagert. Die Schläuche können während der Fahrt sowohl verlegt, als auch nach Gebrauch wieder auf der Wechselbrücke verlastet werden.

Die Werkfeuerwehr der Infraserv Gendorf zeigt ein Umfüllsystem für Flüssiggas und Chlor. Dieser Abrollcontainer wird auf einem Lkw befördert und am Unfallort abgerollt. Er ist 6,90 Meter lang und 2,50 Meter hoch und breit. Herzstück ist eine Pumpe mit einem Leistungsvermögen von 10 Kubikmetern/Stunde. Umzufüllendes Flüssiggas oder Chlor werden durch insgesamt 200 Meter DN-50-Edelstahlwellschlauch befördert. Spezialanschlüsse stellen die Verbindung zwischen havarierten Tankbehältern und den Bergungsbehältern her, zum Beispiel für Chlor-Kesselwagen der Bahn. Der Abrollbehälter hat sich in jüngsten Einsätzen bewährt. Er wurde beispielsweise bei einem Einsatz in Villach verwendet.

In der Feuerwehr-Magazin-Ausgabe 5/2010, die ab Freitag im Handel erhältlich ist, stellen wir Ihnen die interessantesten ideellen Aussteller auf der Interschutz vor. (Foto: Daniel/VCI)

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