Tödlicher Unfall mit Gefahrgut-Tankwagen

Posthausen (NI) – Bei einem Auffahrunfall mit einem Gefahrguttransporter auf der A 1 zwischen Posthausen und Oyten (Kreis Verden) ist am Dienstagnachmittag ein 56-jähriger Mann getötet worden. Ein Lkw-Fahrer wurde auf der Stelle getötet, als er mit seinem mit flüssigem Sauerstoff beladenen Tanklastzug auf ein Stauende auffuhr und dabei auf einen mit Kühlfleisch beladenen 40-Tonner traf. Dessen 51-jähriger Fahrer  hatte gerade wieder anfahren wollen, als es krachte. Durch den Aufprall zog sich der 51-Jährige leichte Verletzungen zu.

Die A 1 wurde in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt, der Verkehr großräumig umgeleitet. Ein verdächtiges Knacken im Bereich des Tankaufliegers hatte die Einsatzleitung von Polizei und Feuerwehr in Sorge versetzt. Aufgrund der Meldung waren neben den zuständigen Feuerwehren aus Posthausen und Ottersberg auch die Feuerwehren Oyten und Fischerhude-Quelkhorn sowie der Gefahrgutzug des Landkreises Verden aus Achim alarmiert worden. Weiterhin waren zahlreiche Mitarbeiter des Rettungsdienstes und der Polizei im Einsatz – insgesamt über 100 Einsatzkräfte.

Da beim Austritt der flüssigen Phase des Sauerstoffs, wenn diese auf organische Stoffe (z. B. Diesel, Öl, Fleisch) trifft, eine starke Verbrennung einsetzen kann, die auch explosionsartig und mit enormer Energie und Hitze auftreten könnte, wurde eine Sicherheitszone mit 100 Meter Radius um die verunfallten Lkw eingerichtet, der dreifache Brandschutz bereitgestellt und die Abriegelung eines kleinen Waldstückes in unmittelbarer Nähe vorbereitet. Außerdem wurde die Bergung der Ladung des zweiten Lkw vorbereitet. Dieser hatte tiefgefrorene Tierinnereien geladen, die teilweise auf die Fahrbahn geschleudert wurden. Kräfte mit Schutzanzügen machten sich für die Bergung bereit.

Windeneinsatz für die Bergung

Nach der Begutachtung des Tank-Lkw durch einen Sachverständigen, dem Wegziehen des ebenfalls mit flüssigem Sauerstoff beladenen Anhängers, dem Wegräumen der Tierinnereien und dem Abdecken des Öls etc. unter dem Abblasventil, konnte nach Bereitstellung von zahlreichen Atemschutzgeräteträgern und zahlreichen Schaumrohren der Umpumpvorgang begonnen werden. Das Umpumpen verlief ohne Schwierigkeiten und nach mehreren Stunden konnten Feuerwehrleute mit der Bergung des getöteten Fahrers beginnen. Das total zerstörte Führerhaus musste dazu mit der Winde eines Rüstwagens auseinander gezogen werden, da es bis an den Tank zusammengedrückt worden war.

Während der kompletten Sicherungs- und Bergungsmaßnahmen blieb die A 1 komplett gesperrt. Am späten Nachmittag ereigneten sich in der Nähe noch weitere schwere Unfälle, so z. B. in Achim im Bereich der Autobahnauffahrt der A 27 Achim- Nord und auf der A1 im Bereich der Anschlussstelle Bockel. Dabei kam ein weiterer Lkw-Fahrer ums Leben.

Tödlicher Unfall mit einem Gefahrgut-Lkw auf der A 1. Feuerwehrleute begutachten das Fahrzeug mit einer Wärmebildkamera. Foto: Polizei
Tödlicher Unfall mit einem Gefahrgut-Lkw auf der A 1. Feuerwehrleute begutachten das Fahrzeug mit einer Wärmebildkamera. Foto: Polizei
3 Kommentare zu “Tödlicher Unfall mit Gefahrgut-Tankwagen”
  1. nitrogen

    warum wird denn bei Gefahrgutzügen kein Abstandswarn und Auto Bremssystem vorgeschrieben ? Alu Felgen sind anscheinend wichtiger, da kann man dann mehr zuladen

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