Jugendfeuerwehr

Rund ums Lagerfeuer

Gemeinsam mit der Jugendfeuerwehr im Zeltlager am Feuer sitzen – das gehört für viele einfach dazu. Doch nicht jeder weiß, worauf es dabei ankommt. Wir erzählen Euch, wie das Lagerfeuer ganz sicher zum Erfolg wird.

Es knistert leise, wärmt an kalten Zeltlagerabenden, bringt eine gute Atmosphäre in die Gruppe – die Rede ist vom traditionellen Lagerfeuer. Warum wird es dann nicht bei jeder Freizeitfahrt und in jedem Camp gemacht: Liegt es daran, dass jüngere Jugendleiter heute nicht mehr wissen, wie es geht? Wollen die Organisatoren bei einer großen Gruppe nicht mit Feuer hantieren? Oder gilt es, einfach den richtigen Untergrund zu finden?

Lagerfeuer im Landeszeltlager der Jugendfeuerwehr Hamburg in Grömitz. Foto: Rayen Azzouz

 

Mit einfach nur Holz auf einen Haufen schütten und anzünden ist es nicht getan. Zunächst nennen wir Euch einige Tipps zum Aufbau eines Lagerfeuers:

  • Für ein optimales Feuer benötigt Ihr gerade am Anfang viele Flammen.
  • Trockenes Holz brennt schneller und besser als nasses Holz. Außerdem qualmt es weniger.
  • Als Anbrennmaterial eignet sich am besten trockenes, schnell entflammbares Material, wie beispielsweise trockenes Laub, Äste, Zweige, Späne.
  • Rundes Holz brennt nicht so gut wie kantiges Holz.
  • Gut brennbare Holzarten sind zum Beispiel Fichte, Kiefer, Birke, diese bilden allerdings wenig Glut.
  • Eiche, Buche, Ahorn und Esche bilden wiederum gute Glut und sind daher am besten geeignet.
  • Der Aufbau eines Lagerfeuers sollte durchdacht sein und sich an dem Verwendungszweck orientieren.

Fünf Methoden des Lagerfeuers

Für den Aufbau des Lagerfeuers gibt es mehrere Varianten. Häufig angewendet wird das sogenannte Pyramidenfeuer. Eine Erklärung der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG): „Ihr bereitet Euer Feuerherz vor und steckt drei Äste pyramidenförmig darüber. Darauf könnt Ihr dann beliebig hoch das Feuerholz schichten. Lasst im Windschatten ein Zündloch frei.“

Zweite Variante ist das relativ sparsame Sternfeuer (2). Dazu lautet die Erklärung der Pfadfinder: „Baut Euch ein kleines Feuerherz auf und legt größere Äste oder Stämme sternförmig außen herum.“ Hier brennen zunächst die Enden der Äste und Ihr könnt sie immer weiter in die Mitte schieben. Das Sternfeuer ist sowohl ein Lager-, als auch ein Kochfeuer.

Für ein Pagodenfeuer gilt es, möglichst gerade Holzscheite quadratisch aufzuschichten. Zwei Scheite, quer auf zwei anderen Scheiten liegend, bilden ein Quadrat. Diese werden nach oben hin kleiner. Tipp der DPSG: „Ein paar der obersten Quadrate werden mit Ästen ausgefüllt. Das Feuerherz wird oben vorbereitet, sodass die Pagode von oben nach unten abbrennt.“ Bei dieser Variante brennt das Feuer relativ lange.

Ähnlich läuft es beim Gitterfeuer. Auch hier legt Ihr Quadrate, füllt die Zwischenräume immer mit mehreren Ästen aus. Aber lasst auch Freiräume, damit das Feuer Sauerstoff ziehen kann. Pyramiden-, Gitter- und Pagodenfeuer erzeugen kräftig Hitze, um eine große Gruppe zu wärmen.

Wenn Ihr es noch mehr wie Pfadfinder machen und auf dem Feuer kochen wollt, dann errichtet ein Jägerfeuer. „Zum Beispiel nehmt ihr zwei grüne Äste und legt sie parallel in Windrichtung hin. Sie dienen als Halt für die Töpfe. Dazwischen entfacht ihr euer Feuerherz. Durch den Aufbau ist es eingerahmt und erhält immer genügend Sauerstoff“, erklärt die DPSG.

>>Jugendfeuerwehr-Zeltlager: 10 Tipps für das Abendprogramm<<

Auf die Sicherheit achten

Für ein möglichst rauchfreies Feuer benutzt Ihr am besten totes, trockenes Holz. Ordnet das Holz so an, dass jederzeit Luft an alle Seiten des Feuers kommt und sorgt dafür, dass immer genug Nachschub vorhanden ist.

Um ein entspanntes, stressfreies Lagerfeuer genießen zu können, gilt es, einige Regeln einzuhandeln:

  • Kein Feuer unmittelbar im Wald.
  • Die Feuerstelle sollte mindestens 100 Meter Abstand von einem Wald haben.
  • Auf trockenen Wiesen ist besondere Vorsicht geboten.
  • Der Boden und die nähere Umgebung im Umkreis von etwa 3 Metern dürfen nicht brennbar sein. Am besten sind Stein- oder Sanduntergrund ohne nahe stehende Bäume oder Gräser.
  • Eine Randbegrenzung aus Steinen (Feuerring) sichert das Feuer noch einmal zusätzlich.
  • Stellt Löschmittel für den Notfall bereit (Wassereimer, Kübelspritze).
  • Abfall, vor allem aus Plastik, gehört nicht ins Feuer.
  • Beim Entzünden niemals Brandbeschleuniger verwenden!

Text: Katja Eichhorn, Jugendfeuerwehr-Autorin

>>Tipps für Jugendleiter: Baderegeln und Verhalten bei Gewitter<<

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Sehr geehrtes Team des Feuerwehrmagazin´s,
    Sehr geehrte Frau Eichhorn,

    ich lese Regelmäßig die Beiträge des FwM, sowohl in Edrucker Form als auch online und finde dabei regelmäßig sehr gute und interessante Beträge aus den unterschiedlichsten Bereichen.

    Zum akuellen Beitrag muss ich jedoch leider sagen, dass mir persönlich der Inhalt etwas zweifelhaft erscheint… Das Thema als solches ist gut gewählt nur die Umsetztung nach meines dafürhalten nicht wirklich gelungen…

    Welche Zielgruppe hatte der Artikel?! Sollten dies die Jugendwarte/Jugendleiter sein, dann ist der Artikle in meinen Augen, an vielen Punkten Inhaltlich ein Witz!?!
    z.B.
    “Rundes Holz brennt nicht so gut wie kantiges Holz.”
    “Trockenes Holz brennt schneller und besser als nasses Holz.”
    “Kein Feuer unmittelbar im Wald.”
    “Stellt Löschmittel für den Notfall bereit (Wassereimer, Kübelspritze).”
    ….

    Ich gehe davon aus, dass so etwas Angehörigen de

    Auf diesen Kommentar antworten
  2. Hallo lieber Herr Lüthin,

    sicherlich wollten Sie Ihren Kommentar damit beenden, dass der Artikel für Feuerwehrleute ungeeignet ist, weil Sie in der Zielgruppe Wissen im Umgang mit Lagerfeuer voraussetzen.
    Sicherlich haben Sie in weiten Teilen damit Recht.

    Nur 1. sprechen wir hiermit auch Jugendleiter allgemein an und 2. ist es immer praktisch, kompakt Hinweise zu einem Thema auf einen Blick zu haben. So sind unsere Beiträge ausgerichtet.

    Vielen Dank für Ihren Einwand und weiterhin viel Spaß beim Lesen.

    Auf diesen Kommentar antworten

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