Stützpunkte für Höhenretter kommen

Linz (Österreich) – Das österreichische Bundesland Oberösterreich führt landesweit neue Katastrophenschutz-Stützpunkte für die Höhenrettung ein. Rund ein Dutzend Stützpunkte soll es künftig geben. Die Ausbildung dafür ist inzwischen angelaufen.

Immer wieder werden Oberösterreichs Feuerwehren zu Einsätzen gerufen, bei denen Rettungsarbeiten oder Hilfeleistungen in Höhen und Tiefen erforderlich sind. Zur Bekämpfung von Bränden sowie bei der Durchführung diverser technischer Hilfeleistungen (wie Schneedruck, Personenrettungen im Steilgelände oder aus Höhen und Tiefen) ist es immer wieder erforderlich, das eingesetzte Personal entsprechend gegen Absturz zu sichern oder mit der entsprechenden Ausrüstung sich zu Opfern abzuseilen.

Landesfeuerwehrverband will Höhenrettung geordnet

Einige Feuerwehren im Land haben sich in der Vergangenheit bereits mit Höhenrettungs-Equipment ausgestattet. Um die Ausrüstung der Wehren auch in geordnete und rechtskonforme Bahnen zu lenken, wurde seitens des Oberösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes der Entschluss gefasst, den Bereich der Höhenrettung in ein Stützpunktsystem einzugliedern.

Die Höhenrettungsgruppen der Feuerwehren sollen dabei nicht in die Arbeit anderer Organisationen wie beispielsweise die Bergrettung eingreifen. Es geht lediglich um Eigensicherungszwecke für die Einsatzkräfte.

Reges Interesse bei den Feuerwehren

14 Feuerwehren aus zwölf Bezirken meldeten ihre grundsätzliche Bereitschaft an, worauf hin die Konzeptausarbeitung in Angriff genommen wurde. Nach der Fixierung der weiteren Vorgehensweise, Ausrüstung etc. erfolgte später eine erste Schulung der künftigen Stützpunktleiter. Erst in weiterer Folge werden dann in den Feuerwehren die Gruppenleiter bestimmt. In den Feuerwehren galt es auch festzustellen, wer sich dieser nicht alltäglichen Herausforderung stellen wird. Um eine Einsatzbereitschaft rund um die Uhr gewährleisten zu können, sollten sich in jeder der vorgesehenen Wehren nach Abschluss der ersten Ausbildungsdurchgänge zumindest neun Personen finden. Drei Mann pro Gruppe stellen somit bei Anforderung die ausrückende Mannschaft dar.

Im Frühjahr 2010 erfolgten der Startschuss und der Beginn der Ausbildung für die künftigen Ausbilder der Höhenretter in den Feuerwehren. Im Mai ist der erste, einwöchige Lehrgang an der Oö. Landes-Feuerwehrschule in Linz angesetzt. (Text: Hermann Kollinger)

Oberösterreich führt Stützpunkte für die Höhenrettung ein. Foto: Hermann Kollinger
Hermann Kollinger, kolli.ist@wirklich.net
Oberösterreich führt Stützpunkte für die Höhenrettung ein. Foto: Hermann Kollinger

 

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