Stromleitung: Brandbekämpfung zu gefährlich

Werne (NW) – Meterhoch schlugen die Flammen in den Nachthimmel, die Rauchsäule war schon kilometerweit entfernt zu sehen. Der Großbrand einer Scheune beschäftigte am Montagabend die Feuerwehren aus Werne und Selm (Kreis Unna). Gegen 21.05 Uhr war der Notruf bei der Feuerwehr eingegangen, als die ersten Fahrzeuge aus Werne am Einsatzort an der Selmer Landstraße eintrafen, brannte die Scheune, gefüllt mit rund 1.500 Ballen, lichterloh.

Wehrführer Thomas Temmann ließ sofort Vollalarm für die Werner Feuerwehr geben. Auch die Feuerwehr Selm rückte zur Unterstützung aus. Mit langen Schlauchleitungen musste das Löschwasser über einen Kilometer weit von einer Hauptstraße zum Einsatzort transportiert werden. Ein weiteres Problem: Die Feuerwehr konnte zunächst nicht löschen, die Brandbekämpfung war zu gefährlich. Das brennende Gebäude stand direkt unter einer 380.000 Volt Hochspannungsleitung. Mitarbeiter des Energieversorgers schalteten zwei Leitungen ab. Eine Jagdhütte, direkt neben der Scheune errichtet, fiel den Flammen ebenfalls zum Opfer. Am späten Abend begannen zwei Radlader, darunter ein Fahrzeug des Technischen Hilfwerks aus Lünen, sowie ein Kettenbagger,  den Brandschutt auf ein Feld zu fahren, wo die Feuerwehr die Reste ablöschte.

Großbrand in Werne: Eine Scheune brennt in voller Ausdehnung. Foto: Magda
MAGDA
Großbrand in Werne: Eine Scheune brennt in voller Ausdehnung. Foto: Magda
3 Kommentare zu “Stromleitung: Brandbekämpfung zu gefährlich”
  1. pascal

    Das wäre doch ein gutes Beispiel für das Einsatzfoto des Jahres !

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