Spektakuläre Waldbrandübung in den Alpen

Bad Reichenhall (BY) – Richtig Staub aufgewirbelt haben gestern die Rotorblätter, von fünf an der Waldbrandübung beteiligten Hubschrauber im Gebiet der Anthaupten Alm bei Bad Reichenhall. Den 30 Beobachtern, Pressevertretern und Gästen bot sich ein ähnlich spektakuläres Szenario, wie bei dem Realeinsatz am Thumsee im April 2007.

Die Freiwilligen Feuerwehren Bad Reichenhall, München und Rosenheim übten mit 70 speziell ausgebildeten Flughelfern/innen und deren Führungskräften auf dem 1200 Meter über N.N gelegenen Hochplateau. Sie trainierten das Bekämpfen eines Waldbrandes in schwer zugänglichem, hochalpinem Gelände.

Waldbrandübung bei Bad Reichenhall. Foto: BF München
Waldbrandübung bei Bad Reichenhall. Foto: BF München

Zu den Übungsinhalten zählte unter anderem das Einrichten eines Außenlandeplatzes, Anhängen von Außenlasten, Einweisung zum Abwurf von Löschwasser und vielem mehr. Als Unwägbarkeit ließ die Übungsleitung auch noch einen verletzten Feuerwehrmann einspielen, der von der Bergwacht gerettet und mit dem Helikopter ausgeflogen werden musste.

Auch für die Hubschrauberbesatzungen der Polizeihubschrauberstaffel, der Luftwaffe und der Bundespolizei gilt es nicht als alltäglich, mit 1.000 Kilogramm schweren Wasserbehältern zu fliegen und diese punktgenau zu entleeren. Die Firma Wucher, ein professioneller Hubschrauberbetreiber aus Österreich, hatte angeboten sich an der Übung zu beteiligen. Auch sie stellten, wie alle anderen Piloten ihre Flugkünste beeindruckend unter Beweis. Abschließend zogen der Bad Reichenhaller Stadtbrandinspektor Andreas Gabriel und der Münchner Stadtbrandrat Rupert Saller vor versammelter Presse ein sehr positives Resümee. Mit dieser Übung bewies die in Bayern einzigartig spezialisierte Mannschaft ihre Leistungsfähigkeit.

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