Silvester-Tipps der Berliner Feuerwehr

Berlin – Insgesamt 1.792 Einsätze leistete die Berliner Feuerwehr in der letztjährigen Silvesternacht zwischen 19.00 Uhr und 6.00 Uhr. Sonst rückt die Feuerwehr durchschnittlich zu 1.100 Einsätzen in 24 Stunden aus. Silvester 2013/2014 sind knapp 350 Fahrzeuge mit über 1.300 Kräften besetzt. “Das geht nur mit großer Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr”, betont Landesbranddirektor Wilfried Gräfling. Über 500 Freiwillige sind direkt an ihren Standorten einsatzbereit.

Mehrere 100.000 Besucher erwarten die Berliner alleine zur Silvesterparty am Brandenburger Tor. Rund um den Bereich werden feste Standorte, so genannte temporäre Feuerwachen für Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und Hilfsorganisationen eingerichtet. Das Deutsche Rote Kreuz stellt mit zirka 150 Helfern und Ärzten den Sanitätsdienst sicher. Auf der Festmeile am Brandenburger Tor sind Feuerwerkskörper übrigens streng verboten.

Doch im weiteren Stadtgebiet werden Unfälle und Brände durch Feuerwerkskörper das Einsatzgeschehen prägen. Die Berliner Feuerwehr gibt der Bevölkerung wichtige Tipps im Umgang mit Feuerwerkskörpern sowie für Notfälle:

  • Nur Feuerwerk mit einer durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) vergebenen Identifikations- oder Zulassungsnummer kaufen. Illegales Feuerwerk ist lebensgefährlich!
  • Gebrauchsanweisungen des Feuerwerks vor der Silvesternacht in Ruhe lesen!
  • Feuerwerk der Klasse II oder Kategorie F2 ist nur von Erwachsenen ab einem Alter von 18 Jahren und nur im Freien anzünden!
  • Abbrennen von Feuerwerk der Klasse II oder Kategorie F2 ist nur zwischen Silvester 18 Uhr und Neujahr 7 Uhr erlaubt!
  • Feuerwerkskörper getrennt von Zündhölzern oder Feuerzeugen aufbewahren!
  • Beim „Knallen“ nie den gesamten Vorrat an Feuerwerk in einem Behältnis bereithalten!
  • Raketen nur aus Flaschen mit sicherem Stand (z.B. in einem Getränkekasten) von der Straße aus starten!
  • Mit Feuerwerkskörpern nicht auf Menschen, Tiere oder Gebäude zielen! Tischfeuerwerk nur auf feuerfesten Unterlagen abbrennen – nicht in der Nähe von leicht entzündlichen Materialien!
  • Feuerwerk kann bei unsachgemäßem Umgang zu Verletzungen, Verbrennungen und zu Gehörschäden führen!
  • Kleinere Brandverletzungen sofort mit kaltem Wasser oder Eis 10 Minuten lang kühlen!
  • Feuerwerkskörper, die nicht explodiert sind, liegen lassen! Sie können noch viel später explodieren!
Demonstration zum Entzünden einer Rakete. Foto: Berliner Feuerwehr
Ein Beamter der Berliner Feuerwehr zeigt, dass sich Raketen am sichersten aus einer Flasche mit festen Stand starten lassen. Foto: Berliner Feuerwehr

Tipps für die Silvesterparty

  • Vor Silvester brennbare Gegenstände vom Balkon entfernen!
  • In der Silvesternacht Fenster und Balkontüren geschlossen halten!
  • Keine Styropor-Flocken oder anderes brennbares Material als Dekoration! Brandgefahr!
  • Sich vergewissern: Wo sind Notausgänge? Sind sie unverschlossen?
  • Veranstalter auf Sicherheitsmängel aufmerksam machen.
  • Veranstaltungen verlassen, wenn sie „unsicher“ sind.

Was tun, wenn es trotzdem zu einem Brand kommt?

  • Brandraum sofort verlassen. Brandrauch ist tödlich!
  • Türen schließen, aber nicht abschließen,
  • Kinder, alte und pflegebedürftige Menschen sowie Tiere mitnehmen, Nachbarn warnen
  • Über den Notruf 112 die Feuerwehr alarmieren.
  • Sollten Sie in die Warteschleife kommen, bleiben Sie unbedingt in der Leitung.
  • Ihr Anruf wird so schnell wie möglich angenommen.

Der Notruf:

  • Wo ist es passiert?
  • Was ist passiert?
  • Wie viele Verletzte/Erkrankte?
  • Welche Art von Verletzung/Erkrankung?
  • Wer meldet das Ereignis?

Falls zu Silvester das Telefonnetz überlastet ist, erreichen Sie die Feuerwehr auch über Polizei- und Bundesgrenzschutz-Streifen, Busse und Straßenbahnen, U-, S- und Fernbahnhöfe, Taxis und jede Feuer- und Polizeiwache.

Weitere Silvestertipps…

2 Kommentare zu “Silvester-Tipps der Berliner Feuerwehr”
  1. Nette Tipps, allerdings ist dieser Quatsch mit den 5 W-Fragen beim Notruf mehr als überflüssig! Bei den heutigen Notrufen werden von den Disponenten der Leitstellen gezielt Fragen nach der Abfragemaske gestellt. Das Gespräch führt die Leitstelle und nicht der Anrufer.
    Ich finde es sehr verwunderlich, dass diese völlig veraltete Art des Notrufes in einem Fachmagazin veröffentlicht wird!
    Guten Rutsch!

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: