Schwere Unwetter richten große Schäden an

Köln (NW) /München / Dortmund (NW) /Braunschweig (NI) – Am Donnerstag und in der Nacht zu Freitag haben erneut verheerende Unwetter an vielen Orten Deutschlands schwere Schäden angerichtet. Starkregen, Blitzeinschläge und Sturmböen bescherten den Feuerwehren eine Menge Arbeit und eine lange Nacht. In Köln wurden alle verfügbaren hauptamtlichen und ehrenamtlichen Kräfte alarmiert. Von der Feuerwehrschule rückten sogar die Teilnehmer eines Grundlehrgangs aus.

In der Rheinmetropole brachte das Unwetter immense Mengen Niederschlag mit sich. Innerhalb kürzester Zeit standen zahlreiche Keller und Unterführungen voll Wasser. Eine Frau wurde sogar in ihrem Badezimmer in einer Souterrainwohnung eingeschlossen. Die Tür war von den Wassermassen blockiert. Drei Feuerwehrmänner konnten sie mit viel Kraft aufdrücken und die Frau befreien. Das Unwetter beschäftigte allein in Köln insgesamt 350 Einsatzkräfte mit 65 Fahrzeugen.

Der Dachstuhl eines Einfamilienhauses wurde am Abend in München durch einen Blitzschlag in Brand gesetzt. Die Familie des Hauses hatte während eines Gewitters einen lauten Knall gehört. Wenig später fiel teilweise der Strom aus. Nachbarn bemerkten das Feuer auf dem Dachboden und informierten die Bewohner. Der Familienvater versuchte die Flammen zunächst mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen, war dann aber doch auf die Hilfe der Feuerwehr angewiesen.

Die Feuerwehr München löscht während eines Gewitters einen Dachstuhlbrand. (Foto: Feuerwehr München)

Auch in Dortmund ließ das Unwetter seinen Kräften freien Lauf. Binnen kürzester Zeit hatte die Dortmunder Feuerwehr eine Liste mit 60 unwetterbedingten Einsätzen abzuarbeiten. Deshalb wurde auch hier Vollalarm gegeben und alle Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Am schlimmsten traf es die Technische Universität der Stadt. Durch ein beschädigtes Regenwasserrohr drangen Unmengen an Wasser in das Gebäude. Eine abgehängte Decke stürzte ein. Das Regenwasser sammelte sich im Keller und gefährdete die Stromversorgung der Schule. Ein Feuerwehrfahrzeug wurde während des Unwetters in der Stadt von einer Gruppe Kinder angehalten. Diese flüchteten aus einem Park und ersuchten Hilfe bei der Feuerwehr. Die Kinder wurden bis zur Abholung durch die Eltern von einem Feuerwehrmann in einer nahegelegenen Unfallklink betreut.

In Braunschweig wurde die Feuerwehr selbst Opfer des Unwetters. Ein umstürzender Baum traf ein Löschfahrzeug und beschädigte es leicht. Die Besatzung war gerade dabei einen Keller auszupumpen. Die Feuerwehrleute schnitten ihr Fahrzeug wieder frei.

Kommentare zu diesem Artikel

  1. echt geiles bild aber das war auch ganz schön schlimm die tage

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  2. Bei Gewitter mit pa Flasche und Alu Helm auf der Drehleiter! Die jungs haben keine angst vor nix!

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  3. Ist die frage wie dringend der Einsatz war und was der EL für Abwägungen getroffen hat.
    Der Helm und der PA machen da den Kohl auch nicht mehr fett…

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  4. Na, da spielt der Einsatzleiter aber mit dem Leben der Feuerwehrleute. Bei Gewitter und Blitz in den Korb???? Hofffentlich ist es gut gegangen.

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  5. echt ein hammer bild… aber stimme euch da voll zu bei gewitter muss das nicht 😀

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  6. Respekt an die Münchener Kameraden :).Nicht jeder hätte sich dass getraut,bei Unwetter in den Korb der DLK zu steigen.
    Wir FF`ler müssen bei jedem Wetter raus.

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  7. Würd gern wissen wie sie das bild hemacht haben…2te DL???

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  8. “Würd gern wissen wie sie das bild hemacht haben…2te DL???”

    Wäre sicher eine Möglichkeit,
    Oder per Polizeihubschrauber:D

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