Schulbus kollidiert mit Gefahrgut-Lkw

Dorsten (NW) – Bei der Kollision eines Schulbusses mit einem Tanklastwagen sind am Mittwoch in Dorsten (Kreis Recklinghausen) zwölf Kinder leicht verletzt worden. Der Unfall hätte weitaus schlimmer ausgehen können – der Lkw war mit Stickstoff beladen.

Der Unfall ereignete sich kurz nach 7 Uhr, als der 52 Jahre alte Fahrer des Tanklastwagens aus einer Nebenfahrbahn auf die B 225 einbog. In dem Bus des 27-jährigen Fahrers wurden insgesamt zwölf Schüler im überwiegenden Alter zwischen 12 und 14 Jahren leicht verletzt. Sie waren auf dem Weg zu ihrer Schule in Dorsten. Zwei Kinder mussten ins Krankenhaus gebracht werden, konnten es jedoch nach ambulanter Behandlung wieder verlassen.

Der Stickstofftank wurde leicht beschädigt. Zu einem Austritt der Ladung kam es nicht. Da der Lkw nicht mehr fahrbereit war, wurde die Ladung in den Tank eines Ersatz-Lkw umgepumpt. Der Sachschaden beträgt nach Angaben der Polizei rund 150.000 Euro. Die Straße wurde für die Dauer der Unfallaufnahme teilweise einspurig und teilweise ganz gesperrt. Der Verkehr musste umgeleitet werden.

Unfall auf der B225 in Dorsten. Die Feuerwehr kontrolliert den beteiligten Stickstoff-Tanklastwagen. Foto: Bludau
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Unfall auf der B225 in Dorsten. Die Feuerwehr kontrolliert den beteiligten Stickstoff-Tanklastwagen. Foto: Bludau
10 Kommentare zu “Schulbus kollidiert mit Gefahrgut-Lkw”
  1. Stickstoff ist gefährlich da es den Sauerstoff verdrängt und somit eine erstickende Wirkung hat.

  2. Markus, das grüne Piktogramm zeigt an, dass sich in dem Behälter ein nicht brennbares, komprimiertes Gas befindet. Schlagartiges Bersten des Behälters könnte z.B. massive mechanische Einwirkungen nach sich ziehen. Ein Füllen des Fahrgastraumes des Busses hätte eine erstickende Wirkung. Zwar ein recht unwahrscheinliches Szenario aber es gibt nichts, was es nicht gibt.

  3. Mathias Fischer

    Klingt wie die Aufgabe in einem Planspiel für Zugführer/Wehrleiter an der LFKS.

  4. grisuandi

    Was man bei Stickstoff auch nicht vergessen darf, ist, dass dieser meistens in flüssigem Zustand transportiert wird und dadurch extrem tiefgekühlt ist.
    Dadurch kann es bei einem Stoffaustritt bei Kontakt auch zu starken Erfrierung kommen kann.

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