Schnee-Alarm: Rettungskräfte im Dauereinsatz

Dresden/Hannover/Stuttgart – Unwetter durch Schnee  und Schneeverwehungen – von Baden-Württemberg über Sachsen, Sachsen-Anhalt bis nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein: Vielerorts waren Polizei, Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) gefordert, um nach starken Schneefällen Hilfe zu leisten. Mindestens drei Menschen starben bei Unfällen.
  
Zentimeterdicker Neuschnee, Verwehungen durch Sturm sowie Schneebruch – die Wetterdienste sollten mit ihren am Mittwoch ausgegebenen Unwetterwarnungen recht behalten. Bei Verkehrsunfällen bei Puttgarden, Nürnberg und Aschaffenburg starben zwei Lkw-Fahrer und eine Autofahrerin.

Allein im Einzugsbereich des Polizeipräsidiums Niederbayern zählte die Polizei in der Nacht über 60 witterungsbedingte Unfälle. Dabei erlitten neun Menschen leichte Verletzungen. Auf der B 299 bei Schweinbach blieben 57 Lkw stecken. Auch auf der B 20 konnten zahlreiche Lkw-Fahrer ihre Fahrt nicht mehr fortsetzen. In Teilen Bayerns verordnete die Polizei den Fahrzeugen Schneeketten.

Die A 1 und A 7 in Schleswig-Holstein waren aufgrund von Schneeverwehungen immer wieder blockiert. Ingesamt 15 Unfälle zählte die Polizeidirektion Flensburg auf der Autobahn 7 zwischen Mittwochnachmittag und Donnerstagvormittag. Zudem seien mehrfach Fahrzeuge in Schneewehen steckengeblieben. Im Kreis Ostholstein musste die Polizei die Autobahn 1 ebenfalls mehrfach sperren. Aber auch auf der B 76 sowie auf weiteren Kreis- und Landesstraßen ging zeitweilig nichts mehr.

Bei Petershagen-Ilserheide (Kreis Minden-Lübecke, NW) kam am Donnerstagmorgen ein 17-Jähriger mit seinem Pkw auf einer schneeglatten Straße ins Schleudern und prallte gegen einen Baum. Die Feuerwehr Petershagen musste den Eingeklemmten befreien. Mit schweren Verletzungen transportierte den Rettungsdienst den Fahranfänger in ein Krankenhaus.

In Baden-Württemberg kam es schon am Mittwoch zu witterungsbedingten Problemen und Einsätzen. Im Kreis Göppingen verunglückte ein Lkw auf der B 10 bei Amstetten. Der leere Sattelzug geriet ins Schleudern und prallte gegen Leitplanken. Die Feuerwehr Geislingen musste rund 800 Liter ausgelaufenen Diesel auffangen, auf dem Rohrbach errichteten die Einsatzkräfte Ölsperren.

In der Nacht ging es auch auf der Autobahn 8 am Albaufsteig bei Geislingen zeitweilig kaum voran. Hier musste das THW mit Schneeketten ausgerüstete Fahrzeuge einsetzen, um verunfallte und festsitzende Pkw zu bergen.

A 8 bei Aichelberg: Das Technische Hilfswerk birgt einen verunfallten Pkw. Foto: Oskar Eyb
A 8 bei Aichelberg: Das Technische Hilfswerk birgt einen verunfallten Pkw. Foto: Oskar Eyb
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