Rückgang: THW verliert rund 2.000 Helfer

Berlin – Das Technische Hilfswerk (THW) muss einen deutlichen Rückgang seiner Helferzahlen hinnehmen. Mit rund 39.000 aktiven Helferinnen und Helfern zählte das THW im Jahr 2011 rund 2.000 Aktive weniger als im Vorjahr. “Das Aussetzen der Wehrpflicht in Verbindung mit dem demographischen Wandel stellt das THW vor neue Herausforderungen”, sagte der Präsident des Technischen Hilfswerks (THW), Albrecht Broemme, der Präsentation des THW-Jahresberichts 2011.

Dennoch gibt man sich optimistisch: “Trotz weniger Neueintritte ist das THW gut aufgestellt. Mit dem Entwicklungskonzept für unsere Einsatzkräfte werden wir unsere einsatztaktischen Ziele langfristig erreichen”, sagte Bundessprecher Frank Schulze. Das THW verfüge zudem über ein attraktives Freizeit- und Bildungsangebot, das die THW-Kräfte auch für ihren Beruf weiterqualifiziere. “Mit unserer bundesweiten Imagekampagne ‚Raus aus dem Alltag. Rein ins THW!‘ wollen wir den THW-Gedanken bei der Bevölkerung bekannter machen, um einfacher neue Helferinnen und Helfer für das THW gewinnen”, ergänzte Broemme.

THW-Helfer bereiten eine Pumpe für ihren Einsatz vor. Im Jahr 2011 musste das Technische Hilfswerk einen deutlichen Rückgang ihrer Mitgliederzahlen hinnehmen. Foto: THW

Rund 570.000 Einsatzstunden leisteten die THW-Kräfte im vergangenen Jahr. Nach dem Rekordjahr 2010 pendelte sich die Einsatzzeit damit leicht über dem Niveau der Vorjahre ein. “Darunter fallen diverse Einsätze nach Unwettern, Bränden oder Unglücken in Deutschland, ebenso wie die Auslandseinsätze des THW”, erläuterte Broemme.

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Der Jahresbericht informiert unter anderem über die THW-Einsätze nach der Dürrekatastrophe am Horn von Afrika in Äthiopien, zur Unterstützung der Vereinten Nationen im Südsudan und nach dem Erdbeben in Japan. “Der Einsatz für die Mitmenschen, technische Hilfe weltweit und das ehrenamtliche Engagement im Bevölkerungsschutz – das zeichnet das Technische Hilfswerk aus und ist die Grundlage für die Motivation der Einsatzkräfte”, sagte BMI-Abteilungsleiter Norbert Seitz. “Ihr bürgerschaftliches Engagement macht den THW-Kräften Spaß und ist gleichzeitig ein wichtiger Beitrag für unsere Gesellschaft”, betonte Seitz.

26 Kommentare zu “Rückgang: THW verliert rund 2.000 Helfer”
  1. stephan geyer

    mir gefällt das auch nicht jede organisation hat zu kämpfen um ehrenamtliche zu bekommen

  2. Bin auch beim thw…. Was hat das denn mit den Einsätzen zu tun…. Es gibt genug ov’s die einige Einsätze fahren . Und es ist doch in erster Linie ein Hobby und da kommt es doch auf die kameradschaft an!!! Trotzdem schade das soviele gegangen sind . Bei uns zum Glück nur einer.

  3. Viele Arbeitgeber stellen sich auch quer wenn es heist man ist beim THW/FW. Dann sagen die meisten Chefs ne zu Einsätzen etc werden sie nicht frei gestellt obwohl der Bund den Lohnausfall der THW Helfer zahlt und es ja gesetzlich geregelt ist das wir beruflich nicht benachteiligt werden dürfen. Das kannst dem Chef sagen&schriftlich geben. Aber es interssiert ihn nicht. Da denk ich mir wehe wenn was bei den Arbeitgebern selbst mal was ist und ne FFW oder wir vom THW müssten hin. Da wär das Geschrei groß wenn da keiner kommt weil keiner freigestellt wird für Einsätze. Was aber auch gern Arbeitgeber machen ist das die Bewerbern die Hilfsorganisationen angehören Absagen erteilen. Beide Fälle hab ich schon oft genug erlebt. Die Arbeitgeber sollten mal umdenken und die Politik sollte da auch mehr machen damit wir nicht weiter benachteiligt werden.

  4. Ich habe mich vor 4 Jahren beim THW in Gifhorn gemeldet und wollte gern ehrenamtlich dort mitarbeiten.
    Leider kam nur eine arrogante Absage ohne jeglicher Begründung.
    Und jetzt wird gejammert, dass es zu wenige Mitglieder gibt !!!

  5. Und warum übergibt man die aufgaben des THW’s nicht einfach der bundeswehr? …die haben genug leute, genug geld und würden dann auch mal was sinnvolles tun…

  6. Lukas was bist du denn für ein hafensänger? Das THW wird genau so benötigt wie die FFW und alle anderen HiOrgs. Unser OV wird vor Ort sehr gut aufgenommen von anderen Organisationen. Ich pfeif auf Einsätze. Weniger Einsätze=> weniger Schaden für betroffene die Hilfe benötigen. Ich bin aus Überzeugung bei der blauen Truppe und finde es unglaublich wie gut solch eine Kameradschaft sein kann und hoffentlich benötigen Leute wie du, Lukas, mal unsere Hilfe und ich hoffe du merkst dann was Phase ist. Lächerlich solche Kommentare! Achja und hier mal ein Beispiel was THW in 1. Linie bedeutet http://www.feuerwehr-nordhorn.de/?q=node/204 zum thema Bundeswehr. Das THW ist weltweit eine hiorg. Schonmal drauf geachtet wie viele humanitäre einsätze weltweit Gefahren werden? Zu dem sind die Strukturen des THW zu 99% ehrenamtlich. Dadurch hat das THW doch die Möglichkeiten technisch so gut aufgerüstet zu sein. Hauptamtlich bei der Bundeswehr? Versucht es und schickt eine Postkarte wie es verlaufen ist…

  7. Ich weiß nicht wo die zahlen herkommen, aber die Helfer bleiben ja nicht plötzlich weg. Es wurde im letzten Jahr schon viel Werbung gemacht und es hieß oft, man könnte die Auswirkungen aktuell noch gar nicht beziffern (vielleicht erst in 2 jahren oder so). zurzeit ist ja wieder die zeit der Grundscheinprüfungen der neuen Helfer/innen, bei uns sind ca. 30 Leute im GFB dafür angemeldet. Das ist ziemlich gut. Wenn das überallso ist und mehrmals im Jahr…

  8. Leider wird die Arbeit, also die diktierte Selbstverwaltung von oben runter, auch nicht weniger eher mehr und die Arbeit summiert sich bei einigen wenigen. Und das ist auch noch Arbeit die nach aussen kein Mensch bemerkt, nicht mal die eigenen Helfer. Aber die Führungskräfte sind dadurch extrem eingebunden und können immer weniger ihre eigentlichen Aufgaben bei/gegenüber der Mannschaft wahrnehmen.

  9. @ tobias küpers: …ich geb dir zum teil recht. wenig einsätze sind gut, noch weniger einsätze sind besser! kammeratschaft ist auch unersetzbar. aber wieso gibt es so viele verschiedene hilfsorganisationen wenn doch alle so gut wie ein ziel haben? – retten und helfen. …jeder “verein” egal ob BRK/DRK, Malteser, THW, FW, WW, DLGR, Bergwacht,….usw kocht seine eigene suppe, das is mehr gegeneinander und zu wenig miteineander. wenn es nur noch weniger aber dafür komplett staatliche, qualitativ hochwertigere rettungsorganisationen geben würde, gebe es meiner meinung nach wesentlich weniger “probleme”. weist wie ich meine?

  10. Julia

    Ich sage auch mal was. Thw könnte man ja sowieso ein wenig reduzieren genau wie man Feuerwehren (ohne Nachteil auf die Bevölkerung) zsm. legt. THW ist ja toll bin ja auch dabei, aber ich kann diese Niechensucherein mancher OV nicht abhaben nur weil man einsatzgeile Leute hat. Ohne mist, die THV-Dienste SEG-Unnötig und Co. finde ich daher blöd weil das einfach Sinnlosarbeit ist. Wir werden persönlich nur zur Amtshilfe der Pol gerufen wenn mal Was ausgeleuchtet werden muss oder für die Notverglasung. Die Beamten haben ja auch Zeit zu warten und ihren Kaffee zu schlürfen. Ich verstehe es wenn bei Feuerwehr einsätzen die Feuerwehr dein Notverglasung durch die Feuerwehr machen lässt weil die Feuerwehr eben schneller da ist, spart uns Marwterial. Ursprünglich war das THW sovieso für den Kalten Krieg da um im Falle eines Krieges die Infrastruktur aufrecht zuerhalten. Ich war mal auf einer Versammlung da hat ein hohes Tier des THW gesgt eigentlich könnte man das THW in der aktuellen Form auflösen bzw komplett neu Glieder, aber man würde es nicht machen um das Angagement der Helfer zu würdigen und ihnen ihr Hobby lassen und zu dem wäre es wohl die Auflösung allein schon zuviel Arbeit

  11. Jede einzelne Hilfsorganisation hat ihr Spezialgebiet und wäre auch ohne Ehrenamt vom Staat gar nicht zu schultern. Und was soll bitte “Jeder kocht da sein eigenes Süppchen” heißen? Ich hab es noch nicht erlebt, dass im Einsatz oder Übungsfall die Zusammenarbeit nicht fumktioniert.

  12. Andreas Wollenschläger

    Das THW ist ein vom Steuerzahler hoch subventionierter
    Verein, der seine Zukunft bereits längst hinter sich hat.

    Das THW hat heutzutage keinerlei Bedeutung mehr und kann
    getrost aufgelöst werden

  13. Günther Starzengruber

    zu Andreas Wollenschläger sagt:
    21. Juli 2012 um 05:47
    Das THW ist ein vom Steuerzahler hoch subventionierter
    Verein, der seine Zukunft bereits längst hinter sich hat.

    Bitte erst informieren, da das THW kein Verein sondern eine Bundesanstalt ist und im Gegensatz zu uns Feuerwehren sehr gut im Bereich Führen von Großschadenslagen auch in der Fläche (welche FFW hat das wirklich drauf?)
    Außerdem die Einheit schlecht hin, wenn es um Auslandshilfe geht. Da drehen wir Feuerwehr´s seit Jahrzenten auf der Stelle. Möchte in unserem Kreis das THW keinesfalls missen, die Zusammenarbeit ist Spitze und in allen Lagen ist Verlass auf die Freunde vom THW.

  14. Hans Wächter

    Warum schafft man nicht diese Doppelstruktur endlich ab?
    Kein anderes Land der Welt leistet sich zu einem eine Feuerwehr und zu anderem nochmals eine extra Einheit für das “technische”. Die Aufgaben des THW´s im Ausland kann die Bundeswehr übernehmen, im im Inland die Feuerwehr übernehmen!

  15. Liber Hans Wächter erstmal informieren dann kommentieren. Die Bundeswehr sit weder dazu ausgebildet noch personell dazu in der Lage die Aufgaben des THW im Ausland zu übernhemen. Und wenn sie es könnte, wieso dann nur im Ausland? Die Feurwehren habne heute schon ein mehr als breites Einsatzspektrum. Die Aufgaben des THW da noch mit zu übernhemne wäre etwas “sportlich”. THW und Feurwehr waren und sind keine Doppelstrukturen, da sie andere aufgaben haben. Sie sollten mal in den Aufgabenstrukturen schauen bevor sie hier “Stammtischparolen” von sich geben.

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