Rödental gewinnt Website-Wettbewerb

Lübeck – Die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Rödental (Kreis Coburg, BY) hat den dritten Dräger Feuerwehr-Website-Wettbewerb gewonnen. „Wer sich auf dieser Seite verläuft, ist selber Schuld“, sagte Juror Matthias Ramge bei der Preisverleihung am Freitag in Lübeck (SH). Aus der Flut von 1.267 Bewerbungen setzten sich am Ende die Rödentaler mit ihrem klar strukturierten Webauftritt www.ff-roedental.de durch.

FF Rödental ist Sieger des Website-Wettbewerbs.
So sehen Sieger aus: Andreas Präcklein, Frederic Wermann und Simon Pommé sind die Webmaster von www.ff-roedental.de, der Gewinner-Seite beim Dräger Website-Wettbewerb.

Die Website der FF Roedental zeichnete sich unter anderem durch eine einfache und übersichtliche Navigation und eine hohe Bildqualität aus. Ein umfangreicher Part zum Thema „Bürgerinfo“, vermittele wertvolle Informationen nicht nur an Feuerwehr-Fachleute, so Ramge. Ohne Spektakuläres und „Firlefanz“ komme die Seite daher mit einem durchgängigen Designkonzept rüber. Die Gewinnerwehr erhielt die Auszeichnung mit „5 Helmen“, eine Urkunde und Pokal und ein Besuch bei der Marine-Feuerwehr in Wilhelmshaven.

Platz zwei ging an die FF Groß Zimmern.Auf dem zweiten Platz landete die FF Groß Zimmern (Kreis Darmstadt-Dieburg, HE) mit ihrem Auftritt www.feuerwehr-zimmern.de. Als kommentierender Juror trat hierzu Peter Huth, Internetjournalist, Buchautor und Internetfachmann bei Sat1 (z.B. „Akte“) auf. Das verwendete Content Management System (CMS) sei auf dieser Seite professionell umgesetzt worden, lobte der Fachmann. Ein umfangreicher Bürgerservice-Bereich biete einen Pool an Informationen auch für Nicht-Feuerwehrleute. Eine gute – wenn auch gewöhnungsbedürftige – Navigation überzeugte genauso wie die beeindruckenden Fotoreihen. Schon beim zweiten Dräger Website Award 2009 holten sich die Groß Zimmerer vier Helme.

Platz 3 belegte die FF Börninghausen (Kreis Minden-Lübbecke, NW) mit ihrem Auftritt www.feuerwehr-boerninghausen.de. „Die Seite ist ein designmässiger Shootingstar“, sagte Juror Matthias Mülhenhoff von der Onlineagentur „Elephantseven“. Technisch beziehe die Seite alle derzeitigen Möglichkeiten ein, ohne überladen zu sein. „Die Teaser sind mit Liebe gemacht und grafisch excellent“, urteilte der Fachmann. Alle Zugänge zu Inhalten sind bebildert und textlich angerissen. Die Seite funktioniere auch tadellos auf dem I-Phone. Für die Zweit- und Drittplatzierten gibt es eine Heißausbildung im „Dräger Fire Dragon“ als Preis.

Teilnehmer-Rekord bei Wettbewerb

Die dritte Auflage des Wettbewerbs hat einen neuen Teilnahmerekord erzielen können. Gleiche Wettbewerbe laufen auch in Österreich und in der Schweiz. “Gute Websites sind auch gute Öffentlichkeitsarbeit – und die brauchen die Feuerwehren zur Sicherstellung ihres Nachwuchses”, betonte Werner Heitmann von Dräger.

“Der Wettbewerb ist auch als Förderung der Professionalisierung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Feuerwehren zu verstehen und stärkt so insgesamt das System Feuerwehr, sagte Schleswig-Holsteins Landesbrandmeister Detlef Radtke.

Eine Vorauswahljury hatte binnen 14 Tagen alle 1.267 Bewerbungen gesichtet –  unter Berücksichtigung der Kriterien „Vollständig und interessant“, „relevant und nützlich“, „einfach und nutzbar“, „Aktuell und mit Bezug zur Region“, „ansprechend und passend gestaltet“, modern und sicher“ und „Sonderkriterium Spezialität“. Aus den letzten 20 wählten Matthias Ramge, Peter Huth, Matthias Mülhenhoff und DFV-Präsident Hans-Peter Kröger die Sieger aus. Der DFV hatte die Schirmherrschaft über den Wettbewerb übernommen.

Peter Huth analysierte die Gesamtqualität der eingereichten Vorschläge aus fachlicher Sicht und zog ein bemerkswertes Fazit: „Neue Dinge wie Facebook, Twitter oder auch Google-Earth-Einblendungen wurden vielfach eingebaut. Es ist aber zu beobachten, dass diese Dinge noch nicht in ihrer ganzen Breite erkannt und berücksichtigt worden sind – auch nicht deren Gefahren. Viele Seiten entpuppen sich schnell als Spamempfänger, wenn zum Beispiel E-Mail-Adressen arglos preisgegeben werden.“ Hart ins Gericht ging Huth mit Facebook. „Der „Gefällt-mir-Button“ macht jeden Besucher zu einem gläsernen Besucher. Damit machen sich die Feuerwehren zu Handlangern für die Facebook-Geschäftstätigkeiten“, sagte der Fachmann.

(Text und Fotos: Holger Bauer)

5 Kommentare zu “Rödental gewinnt Website-Wettbewerb”
  1. Hallo Herr Huth,

    ist es nicht jedem selbst überlassen Facebook-Buttons zu betätigen? Hinzu kommt, dass dieser eh nur für Personen Sinn macht die eh schon bei Facebook angemeldet sind und somit deffinitiv bereits Daten frei gegeben haben, auch wenn natürlich die Möglichkeit von Fake-Profilen besteht.

    Wer das Internet heute nutzt muss einfach ein gewisses Maß an Informationskompetenz mitbringen. Die digitale Spaltung ist voran geschritten und lässt sich kaum umgehen. Sie als Fachmann sollten das wissen.

    Aber den Satz:
    „Der „Gefällt-mir-Button“ macht jeden Besucher zu einem gläsernen Besucher. Damit machen sich die Feuerwehren zu Handlangern für die Facebook-Geschäftstätigkeiten“
    halte ich daher für vollkommen überzogen!

  2. Ralf Willinghoefer

    Ich muss da meinem “Vorredner” recht geben.
    Facebook ist Bestandteil der Internet Community.
    Die “radikalen” Ansichten des Herrn Huth fliessen also in die Bewertung der Webseiten ein.
    Da werden sich viele Webmaster vor den Kopf gestossen fühlen, weil sie moderne Medien in ihre Seiten einbauen und so ihre geleistete Arbeit nicht anerkannt wird, weil Herrn Huth ein Button nicht gefällt.
    Schade, das macht den Wettbewerb noch sinnloser als er es eh ist.
    War Das nicht sogar gefordert, Web2-Funktionen einzubauen.

  3. Hallo,
    also ich finde den Wettbewerb großartig. Wir haben dieses Jahr zum 1. mal mitgemacht und waren überrascht wie viele gute Websites es noch von Feuerwehren gibt. Zudem konnte man erfahren was man besser machen kann bzw. was gut umgesetzt wurde.

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