Normkopf wird neu vermessen

Bönnigheim (BW) – Der Kopf wird bei Unfällen als dritthäufigste Stelle des menschlichen Körpers verletzt. Das verdeutlicht, wie wichtig der Schutz des Kopfes ist. Die Hersteller haben dies schon lange erkannt, doch ein Helm mit einem Standardmaß für alle Kopfformen und –größen kann nicht optimal schützen. Das Hohensteininstitut in Bönnigheim (Kreis Ludwigsburg) will in einem Forschungsprojekt optimierte, textilbasierte Kopfschutzsysteme schaffen.

Das Institut Hohenstein bedient sich bei ihrem Forschungsvorhaben einem Pool von Rohmaßdaten von weiblichen und männlichen Probanden aller Altersgruppen. Weiterhin werden die Forscher neue Maße vermessen. Dabei sollen auch Ohren, Augen, Mund und Nase berücksichtigt werden.

Durch die Auswertung der Messergebnisse soll eine gemittelte 3D-Kopfform geschaffen werden, die als Basis für ein anpassbares Kopfschutzsystem dienen soll. Die bislang gültigen Kopfnormgrößen sollen damit abgelöst werden. Neben der Passform des Kopfschutzes will das Projekt aber auch neue Möglichkeiten für das Innenmaterial aufzeigen. Schließlich sorgen schwitzende Köpfe unter einem Helm nicht nur für ein unangenehmes Tragegefühl, sondern bieten Mikroorganismen einen hervorragenden Nährboden, welche gar eine Erkrankung der Kopfhaut hervorrufen können.

Wenn die Forscher ihre Ergebnisse und Erkenntnisse voraussichtlich im Sommer 2014 präsentieren, dann können diese in allen Branchen in denen ein Kopfschutzsystem verwendet wird, zum Einsatz kommen.

Kopf vermessen? Früher undenkbar! Der "Rauchhelm" mit Selbstschutzeinrichtung galt einst als moderne Technik. Foto: Archiv
Kopf vermessen? Früher undenkbar! Der “Rauchhelm” mit Selbstschutzeinrichtung galt einst als moderne Technik. Foto: Archiv
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