NI: Kein schweres Hochwasser erwartet

Hannover – Schmelzwasser auf Grund steigender Temperaturen und Niederschläge sorgen derzeit im südlichen Niedersachsen für erhöhte Wasserstände an Leine, Aller und ihren Nebenflüssen. “Wir rechnen derzeit in diesem Gebiet mit einem normalen Winterhochwasser, in dessen Verlauf die Meldestufe eins, an einzelnen Pegeln wie Herrenhausen auch die Meldestufe zwei überschritten wird”, berichtete Andreas Böhmert vom NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz).

Gemeinsam mit Kollegen der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte aus Hannover betreiben Mitarbeiter des NLWKN den Überregionalen Hochwasserdienst (ÜHWD), der seine Arbeit aufnimmt, sobald die Meldestufe zwei erreicht wird. “Ab Meldestufe zwei sind Ausuferungen zu erwarten, bei Überschreitung der Meldestufe drei auch größere Überflutungen”, fuhr Böhmert fort. Mit größeren Überschwemmungen rechnen die Experten zurzeit nicht: Am Pegel Herrenhausen wurde Mittwoch Mittag ein Wasserstand von 4,41 Metern gemessen, in Koldingen waren es 3,56 Meter. Im Oberlauf der Leine und an ihren Nebenflüssen sanken die Wasserstände bereits wieder leicht.

Die Aller blieb zu diesem Zeitpunkt unter den Meldestufen, lediglich einige Nebenflüsse wie Schunter oder Fuhse übertrafen die Meldegrenzen. Aus den westlichen und nördlichen Landesteilen meldete der NLWKN erhöhte Wasserstände, aber keine Hochwassersituation.

In den kommenden Tagen rechnet der Deutsche Wetterdienst Tag und Nacht mit positiven Temperaturen und leichten Niederschlägen zwischen zwei und fünf Milimeter pro Tag, so dass erhöhte Wasserstände bleiben werden. Positiv hob der ÜHWD hervor, dass in den Harztalsperren und dem Hochwasserrückhaltebecken Salzderhelden noch viel Stauraum für Schmelzwasser vorhanden ist.

Neben den regionalen Temperaturen und Niederschlägen gilt das Augenmerk der Fachleute auch der Entwicklung an den Oberläufen der Fulda und der Werra in Hessen bzw. Thüringen: Steigende Pegelstände in diesem Bereich erreichen Niedersachsen mit einigen Tagen Verzögerung und beeinflussen die Situation an der Weser entscheidend. “Hier bleibt die weitere Entwicklung abzuwarten”, unterstrich Böhmert. (Text: NLWKN)

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