Neue Lackierhalle eingeweiht

Giengen an der Brenz (BW) – Sie ist 60 Meter lang, 70 Meter breit und zehn Meter hoch – die neue Lackierhalle der Firma Ziegler. Rund acht Millionen Euro investierte das traditionsreiche Familienunternehmen für den Neubau am Stammsitz in Giengen. Am Donnerstag wurde der Komplex offiziell eingeweiht.

Als Meilenstein und Quantensprung für das Unternehmen Ziegler bezeichnete Geschäftsführer Dr. Rolf Schildknecht vor zahlreichen Gästen aus Politik, Wirtschaft und Verbänden die Inbetriebnahme der Lackierhalle. Zu Recht. Durch den Neubau konnten Prozessabläufe optimiert, bestehenden (und zukünftigen) Umweltauflagen Rechnung getragen und die Arbeitsbedingungen verbessert werden.

Rund acht Millionen Euro investierte die Firma Ziegler in die neue Lackierhalle am Stammsitz in Giengen. Am Donnerstag wurde der Komplex eingeweiht. Foto: Hegemann
Rund acht Millionen Euro investierte die Firma Ziegler in die neue Lackierhalle am Stammsitz in Giengen. Am Donnerstag wurde der Komplex eingeweiht. Foto: Hegemann

Seit 2007 plante Ziegler den Neubau. Nach Abschluss des Genehmigungsverfahrens begannen Anfang 2009 die Erdarbeiten. „Insgesamt 21.000 Kubikmeter Erde haben wir bewegt“, berichtete Architekt Stephan Wittmann. Wegen der schwierigen Bodenverhältnisse im Bereich des Neubaus mussten 320 Pfähle teilweise bis zu zwölf Meter tief eingebracht werden. Nach rund sechs Monaten stand der Rohbau. Der Innenausbau dauerte dann weitere sechs Monate. „Nur ein Jahr Bauzeit für so einen Komplex, darauf können alle Beteiligten wirklich stolz sein“, so Wittmann. „Und mit dem Ergebnis auch.“

Rund 70 Prozent der Arbeiten ließ Ziegler von Unternehmen aus Giengen und der Region ausführen. „Das zeigt einmal mehr die Verbundenheit der Firma mit ihrer Heimat“, lobte Giengens Bürgermeister Gerrit Elsner. Mit rund 630 Mitarbeitern ist Ziegler der zweitgrößte Arbeitgeber am Ort.

„Mit dem Neubau hat Ziegler ein sichtbares Zeichen gesetzt“, betonte auch Landrat Hermann Mader. Architektonisch überragt die neue Lackierhalle die bestehenden Hallen um einige Meter. Und symbolisch sei eine Investition von acht Millionen Euro ein gutes Zeichen in Krisenzeiten und ein klares Bekenntnis zum Stammsitz.

Obwohl der Neubau gerade in Sachen Umweltschutz neue Maßstäbe setzte, erhielt die Firma Ziegler keinerlei Fördermittel. Dank neuester Verfahren können die Fahrzeuge zukünftig fast ohne Lösemittel lackiert werden. Der Anteil der wassergebundenen Lacke soll zukünftig bei über 70 Prozent liegen. Insgesamt stehen sechs Lackierkabinen zur Verfügung. In die beiden größten passen sogar die Flughafenlöschfahrzeuge vom Typ Z8, mit denen Ziegler derzeit große Verkaufserfolge erzielt. (Text und Fotos: Jan-Erik Hegemann)

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