Nächtliches Großfeuer in Ludwigsburg

Ludwigsburg (BW) – In der Nacht zum Mittwoch vernichteten Flammen eine Industriehalle in Ludwigsburg. Rund 160 Feuerwehrwehrleute bekämpften stundenlang den Brand in der Kreisstadt nördlich von Stuttgart. Die Einsatzkräfte mussten die Halle jedoch kontrolliert abbrennen lassen und umliegende Gebäude schützen.

Es war um 2.49 Uhr, als die Leitstelle in der Ludwigsburger Hauptfeuerwache ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst zu dem Brand alarmierte. Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr Ludwigsburg eintrafen, stand die Halle bereits in Vollbrand. Die denkmalgeschützte alte Werkhalle befand sich gerade in der Renovierung und stand leer.

Foto: Beytekin
Kontrolliert abbrennen lassen. Die Feuerwehr konzentrierte sich beim Großfeuer in Ludwigsburg darauf, eine Brandausbreitung zu verhindern. Foto: Benjamin Beytekin.

Das Feuer drohte auf einen Supermarkt und umliegende kleinere Gebäude überzugreifen. So entschieden sich die Kräfte, zunächst diese zu schützen. Gegen die Flammen in der Lagerhalle hatten sie keine Chance – trotz des massiven Löscheinsatzes über mehrere Wenderohre, Wasserwerfer und B-Strahlrohre. Durch das Feuer stürzten bereits Teile der Halle ein.

Neben der Feuerwehr Ludwigsburg waren Aktive der Wehren Kornwestheim, Korntal-Münchingen, Möglingen, Asperg, Bietigheim-Bissingen sowie der Werkfeuerwehr Bosch aus Gerlingen im Einsatz – mit  fünf Drehleitern, einen Gelenkmast, zwölf Löschfahrzeugen, zwei Schlauchwagen, einem Gerätewagen-Atemschutz, dem Abrollbehälter Einsatzleitung, sechs Mannschaftstransportfahrzeugen und fünf Kommandowagen.

Die Nachlöscharbeiten dauern am Mittwochmorgen noch an. Angaben zur Brandursache und Schadenhöhe konnten Polizei und Feuerwehr noch nicht machen.

In dem abgebrannten Gebäude sollte ein Energiekompetenzzentrum entstehen. Der Umbau war weit fortgeschritten. Im Inneren war vor allem Holz verbaut.

(Foto: Benjamin Beytekin)

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