Nach Flugzeugabsturz in Lebensgefahr

Landshut (BY) – Beim Absturz einer einmotorigen Cessna sind am Samstag bei Landshut vier Menschen lebensgefährlich verletzt worden. Bei den Opfern handelt es sich um den 66-jährigen Piloten und drei Fluggäste, einen 55-jährigen Mann, eine 37-jährigen Frau und einen achtjährigen Jungen.

Gegen 15.30 Uhr befand sich die Maschine im Landeanflug auf den Flugplatz Ellermühle. Etwa einen Kilometer nordöstlich des Landeplatzes stürzte das Flugzeug auf ein Feld, prallte im Anschluss gegen eine Böschung, überschlug sich und wurde über eine Staatsstraße geschleudert. Die Maschine kam auf der anderen Seite der Straße auf den Tragflächen zum Liegen. Die Insassen wurden durch den Aufprall schwerstverletzt und mussten durch die Rettungs-kräfte aus dem stark beschädigten Flugzeug gerettet werden. Nach Angaben der erstbehandelnden Ärzte besteht bei allen Personen Lebensgefahr.

Ein Experte der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung war vor Ort und ließ das Wrack der Cessna 182 N “Skylane”, für weitere Untersuchungen nach München bringen; die Bergung übernahm das THW. Zeugen hatten berichtet, dass sie beim Anflug der Maschine Triebwerksaussetzer hörten. Derzeit steht allerdings aus polizeilicher Ermittlungssicht noch überhaupt nicht fest, warum die Maschine letztlich abstürzte.

Beim Piloten wurde routinemäßig durch die Staatsanwaltschaft Landshut eine Blutentnahme angeordnet, Hinweise auf Alkohol- bzw. Drogenbeeinflussung liegen momentan nicht vor. Die Untersuchung der Trümmer des Flugzeugs wird aller Voraussicht nach einige Wochen in Anspruch nehmen.

Insgesamt befanden sich rund 150 Einsatzkräfte am Unglücksort. Unter anderem waren fünf Rettungshubschrauber und die Freiwilligen Feuerwehren Münchnerau und Altdorf im Einsatz.

Flugzeugabsturz bei Landshut. Foto: fib/sobo
Flugzeugabsturz bei Landshut. Foto: fib/sobo
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