München: neue Brandsimulationsanlage in Betrieb

Freising (BY) – Nach über einem Jahr Bauzeit konnte am Freitag eine der zur Zeit modernsten Brandsimulationsanlagen in Deutschland auf dem Flughafen München in Betrieb genommen werden. An der Anlage wird die Airport-Feuerwehr künftig die vorgeschriebenen regelmäßigen Übungen abhalten. Die neue Übungsanlage ist der Form einer Boeing 747 nachempfunden und löst eine alte, deutlich kleinere Anlage ab.

Das neue Übungsgerät wurde nötig, weil auch die Flugzeuge auf dem Münchner Airport im Laufe der Jahre immer größer wurden. Großflugzeuge, so genannte Widebodies, bis hin zum Airbus A380 gehören zum regelmäßigen Linienverkehr am Airport im Erdinger Moos.

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Die Flugzeugattrappe ist 44 Meter lang, 11 Meter hoch und 35 Meter breit. Die Anlage aus Stahl wiegt rund 200 Tonnen und verfügt über drei Ebenen, einen Frachtraum, drei Triebwerke, Flügel und Fahrwerke. Auch die Innenausstattung entspricht einer Boeing 747 mit Sitzen, Küche und WC. Entsprechend können in der Simulationsanlage die verschiedensten Szenarien realistisch dargestellt werden. Das Übungsspektrum reicht vom Feuer in der Bordküche, im Frachtraum, in den Trieb- oder Fahrwerken bis hin zum großflächigen Brand von Flüssigkeiten.

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Die Außenhaut des Übungsflugzeuges wurde so konzipiert, dass an verschiedenen Stellen der Umgang mit dem Gelenklöscharm und der sogenannten Löschlanze trainiert werden kann. Obwohl die Anlage der Flughafenfeuerwehr die Möglichkeit bietet, verschiedene Einsatzszenarien äußerst realistisch zu simulieren, werden Umweltbelastungen weitgehend vermieden. Betrieben wird die Anlage ausschließlich mit Propangas, dadurch fallen bei den Übungen keine schädlichen Emissionen wie früher beim Kerosinfeuer an. Außerdem lassen sich durch die neueste Technik die Löschwirkungen verschiedenster Löschmittel darstellen, ohne dass tatsächlich Schäume oder Pulver eingesetzt werden müssten.

Neue Brandsimulationsanlage am Flughafen München. Foto: Flughafen München
Neue Brandsimulationsanlage am Flughafen München. Foto: Flughafen München

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