Metz L56 mit Speed-Lift für Kenia

Nairobi (Kenia) – Im Auftrag des „Ministry of Nairobi Metropolitan Development“ lieferte Metz Aerials ein Drehleiterfahrzeug Metz L56 nach Kenia an das „Nairobi City Council Fire Department“. Zusammen mit mehreren Tanklöschfahrzeugen von Rosenbauer ist die kundenspezifisch aufgebaute Drehleiter ein wesentliches Element der „Nairobi Wachstums- und Entwicklungsstrategie“ in der boomenden Hauptstadt.  Mit dem integrierten Fahrstuhl für drei Personen ist es möglich, einen extrem kurzen Rettungszyklus beim Einsatz zu gewährleisten.

56 Meter Leiterhöhe bietet die Metz L56 für die Feuerwehr Nairobi. An der Leiterspitze ist ein Überklappkorb für drei Personen angebracht. Foto: Metz Aerials
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56 Meter Leiterhöhe bietet die Metz L56 für die Feuerwehr Nairobi. An der Leiterspitze ist ein Überklappkorb für drei Personen angebracht. Foto: Metz Aerials

Bis 2030 wird die Einwohnerzahl von Nairobi auf über zwölf Millionen steigen. Höchste Anforderungen werden schon jetzt an die Sicherheits- und Rettungskräfte gestellt. Jeden Monat erreichen 300 Notrufe das Nairobi City Council Fire Department. Diese Zahl umfasst reine Brandereignisse, ohne Berücksichtigung der technischen Einsätze. Dazu kommen Brände, die nicht gemeldet werden und daher auch in keiner Statistik erscheinen. Im Rahmen entsprechender Strategiemaßnahmen durch staatliche Institutionen in Kenia hatte Rosenbauer im April ein Löschfahrzeug TLF 5000 und zwei weitere TLF 10.000 nach Nairobi geliefert. Jetzt erfolgte seitens Metz Aerials die Übergabe einer Drehleiter L56 mit einem Fahrstuhl für drei Personen. Der Lift bewegt sich mit 1,6 Metern in der Sekunde und erlaubt mit seiner Konstruktion einen schnellen und sicheren Überstieg vom Korb in den Lift. Im Korb kann auch ein Retter anwesend sein und Hilfestellung geben. Das alles reduziert die Zeit pro Zyklus und steigert Kapazitäten. So werden aus der Maximalhöhe in 12 Minuten 18 Personen gerettet. Im Vergleich dazu ein Zweimannlift, der in derselben Zeit nur 12 Personen retten kann. Das entspricht einer 50 Prozent höheren Rettungsquote.

Technische Daten

Fahrgestell: Mercedes Actros 2841 6×4
Motorleistung: 300 kW/408 PS
Getriebe: Telligent-Schaltautomatik
Radstand: 5.100 + 1.350 mm
Abmessungen: 12.000 x 2.500 x 3.960 mm (LxBxH)
Zulässige Gesamtmasse: 27.500 kg
Kabine: M-Fahrerhaus mit niedrigem Dach
Hubrettungssatz: 6-teiliger Leitersatz aus pulverbeschichtetem Feinkornstahl mit 56 m Arbeitshöhe (Korbbodenhöhe 54 m), CAN-Bus-Steuerung, 3D-Lastmesung, Stromhochführung 24 V/230 V/400 V, Lastöse an der Unterleiter für Lasten bis 4.000 kg, Lastöse an erster Leiter für Lasten bis 400 kg
Rettungskorb: Überklappkorb für drei Personen (270 kg), Einstieg an der Front (3x) und an der Rückseite, drei Einstiege aufrecht begehbar, ferngesteuerter Wasserwerfer mit Mehrzeckdüse (2.400 l/min), Krankentragenhalterung bis 200 kg
Fahrstuhl: 3-Personen-Fahrstuhl, Zugang in allen Drehgestellpositionen möglich, Kapazität: maximal 3 Personen im Fahrstuhl und ein Helfer im Korb

Die Metz L56 in Nairobi basiert auf einem Mercedes Benz Actros. Das Fahrzeug ist mit 300 kW (408 PS) motorisiert, verfügt über eine Telligent-Schaltautomatik und ein Fahrerhaus mit niedrigem Dach bei einer Gesamthöhe von 3.960 Millimetern. Die Hubrettungseinrichtung besteht aus einem sechsteiligen Leitersatz mit einer Arbeitshöhe bis zu 56 Metern, Korbbodenhöhe 54 Meter. Eine Steuerung per CAN-Bus, das 3-D-Lastmesssystem und ein Überklappkorb für drei Personen sind weitere Eckdaten des Leiteraufbaus. Das Wendestrahlrohr auf der Leiterspitze ist ferngesteuert, das Podium in Aluminium-/Kunststofftechnik ausgeführt. Zur Ausstattung gehören auch Stromerzeuger, Windmessanlage, TCS (Target Control System) und VRS (Vertikales Rettungs System). Windgeschwindigkeiten bis 5 Bft (Beaufort) sind für die L56 im Betrieb zulässig. (Text und Fotos: Metz Aerials)

Aufgebaut ist die L56 auf einem Mercedes Actros 2841 6x4 mit Telligent-Schaltautomatik. Foto: Metz AerialsIn der Kenianischen Savanne beäugen einige Giraffen neugierig das ungewöhnliche Fahrzeug. Foto: Metz Aerials

2 Kommentare zu “Metz L56 mit Speed-Lift für Kenia”
  1. Krause

    Hallo kennen sie eine website aus Kenia von feuerwehr und rettungsdienst?

  2. Elsner O.

    ein schönes und wertvolles Fahrzeug, aber was nützt es wenn es im Einsatzfall nicht kommt oder wie bei div. Großbränden in Vergangenheit zu spät, da das öffentliche / staatliche Feuerwehr und Rettungssystem nicht funktioniert. Gott sei Dank engagieren sich in Letzter Zeit immer mehr private wie ICT, oder G4S.
    Hakuna Matata Kenya!

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