Mein Kopf ist schon am Einsatzort

Berlin – Das Motiv ist dramatisch: Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr nähert sich mit eingeschaltetem Sondersignal einem Fußgängerüberweg. Dort überquert gerade ein junges Mädchen mit Kopfhörern bei Grün den Übergang. Doch der – kopflose – Fahrer ist mit seinen Gedanken schon ganz beim bevorstehenden Einsatz. Gleich kommt es zum unausweichlichen Unfall…

Gleich kommt es durch Unachtsamkeit zum Unfall: Das neueste Plakatmotiv der Kampagne "Risiko raus!" der gesetzlichen Unfallversicherung wendet sich an die Feuerwehr. Copyright: „Risiko raus!“
Gleich kommt es durch Unachtsamkeit zum Unfall: Das neueste Plakatmotiv der Kampagne "Risiko raus!" der gesetzlichen Unfallversicherung wendet sich an die Feuerwehr. Copyright: „Risiko raus!“

Mit solchen drastischen Motiven weist die Kampagne “Risiko raus!” der gesetzlichen Unfallversicherung auf die Gefahren beim Fahren und Transportieren hin. Neben bereits bekannten Bildern aus dem Arbeitsalltag sowie vom Weg zur Arbeit oder in den Feierabend ist nun neu das Motiv “Feuerwehr” hinzugekommen. Die Aufmachung ist dabei immer ähnlich: Ein kopflos dargestellter, gelb bekleideter Mensch ist in einer düster dargestellten Szene im Begriff, durch sein Verhalten einen schweren Unfall zu verursachen. Fast möchte man beim Anblick laut “Halt” rufen. Kernaussage der Kampagne: Wer mit dem Kopf nicht bei der Sache ist, gefährdet sich und andere!

Die Kampagne wendet sich in erster Linie an Unternehmen und ihre Beschäftigten sowie an Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und Lehrer. Außerdem werden die Verantwortlichen für die Arbeitssicherheit abgesprochen. Hintergrund: Im Jahr 2008 erfassten die Unfallversicherungsträger (gewerbliche Berufsgenossenschaften und Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand) 227.539 Arbeitsunfälle beim innerbetrieblichen Transport und Verkehr, 134.086 Arbeits- und Wegeunfälle sowie 59.823 Schülerunfälle im öffentlichen Straßenverkehr. Rund die Hälfte aller Arbeits- und Wegeunfälle ereignete sich bei der Nutzung des Pkws und fast die Hälfte aller Schülerunfälle geschah mit dem Fahrrad. Bei diesen Unfällen wurden allein 2008 mehr als 500 Menschen getötet.

“Risiko raus!” ist eine gemeinsame, bundesweite Kampagne der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaften, Unfallkassen und Landwirtschaftliche Sozialversicherung). Auf der Website der Kamagne können nicht nur die entsprechenden Motive zum selbst Ausdrucken heruntergeladen werden. Auch der Versand von E-Cards oder personalisierten Videos ist möglich. Im Format DIN A2 können kostenlos Plakate bestellt werden. Andere Formate und Postkarten sind ebenfalls erhältlich. Das Feuerwehrmotiv können Sie hier herunterladen. (Informationen: Kampagne “Risiko raus!” der gesetzlichen Unfallversicherung, Foto: Copyright „Risiko raus!“)

2 Kommentare zu “Mein Kopf ist schon am Einsatzort”
  1. Nach meiner Meinung sollte die Frau auch keinen Kopf haben.Wenn ich bzw andere Fahren und ich neben der Person sitze erlebe ich eher die volle Konzentration des MA und nicht der Fußgänger und der Autofahrer.Das unfassbarste was ich erleben durfte war,dass ich eine komplette Rotfase mit Dauerhorn abwartunen durfte weil alle sich zuschade waren mal Platz zumachen und andere auchnoch meinten uns zu zuparken.Bei uns auf dem BAB-Abschnitt funktioniert dass mit der Rettungsgasse gut mit dem Hacken dass manche kurz vor uns rausschießen und dann vor uns stehen bleiben weil sie sich plötzlich erinnern dass die Rettungsgasse nicht für sie gemacht wurde. Naja die Kampange ist ja für ein guten Zweck.

  2. Mario Fleerkortte

    leider laufen die jungen leute heute viel mit denn blöden kopfhörern rum. aber wenn ich am steuer eines unser einsatzfahrzeuge sitze ist mein gedanke nur sicher ankommen und die tröten bleiben an bis zur einsatzstelle. habe sogar ein fahrsicherheitstraining gemacht das hat mir schon oft geholfen. um gefahrenquellen schneller zu erkennen und auch sofort darauf zu reagieren

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